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News-Archiv



Am 1. Dezember geht es wieder los: Adventskalender mit Diabetes-Quiz

Bald ist es wieder soweit: Auch in diesem Jahr gibt es den beliebten Adventskalender von Diabetes-Germany.com, dem Online-Portal für alle Diabetiker und an der Volkskrankheit Diabetes Interessierten. Und

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Ob Diabetiker oder Nichtdiabetiker -  jeder kann kostenlos unter www.Diabetes-Germany.com beim Diabetes-Quiz teilnehmen.

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Diabetes-Germany.com ist das Online-Portal für Diabetiker und alle an der Volkskrankheit Diabetes Interessierten. Informationen rund um die Themengebiete Diabetes, Geld und Börse; Diabetes & Versicherungen, Diabetes & Ernährung, Diabetes & Wein, Diabetes & Hautpflege, Diabetes & Reisen sowie neueste Nachrichten aus der Diabetes-Forschung und Informationen zu neuen Produkten für Diabetiker machen das Online-Portal Diabetes-Germany.com zu einer wichtigen Informationsplattform für Diabetiker, deren Angehörige und Interessierte. Das Diabetes-Online-Portal www.Diabetes-Germany.com entwickelt sich seit dem Start im Jahr 2004 zu einer der beliebtesten Informationsquellen zum Thema Diabetes.  

22.11.2013; Quelle: Pressemitteilung Redaktion Diabetes-Germany.com


CT auf Rädern gegen Schlaganfälle

In Berlin rückt im Notfall ein Neurologe im LKW mit Computertomograf aus


Ein Schlaganfall beruht entweder auf einem Gefäßverschluss oder auf einer Hirnblutung. Das zu unterscheiden ist für die Therapie enorm wichtig und gelingt am besten mit einer Computertomografie (CT).

Deshalb rückt in Berlin seit 2011 ein STEMA genannter Notfall-LKW mit einem spezialisierten Team und einem CT an Bord aus, wenn ein Verdacht auf einen Schlaganfall gemeldet wird.

„Zeigt das CT, dass keine Blutung an dem Schlaganfall Schuld ist, kann in vielen Fällen sofort mit einer gerinselauflösenden Therapie begonnen werden“, erklärt Dr. Alexander Kunz, Neurologe an der Charité, im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Dadurch lassen sich mögliche Spätfolgen eines Schlaganfalls oft mildern.

Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 11/2013 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

21.11.2013; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Deutsche Diabetes Gesellschaft fordert, Kaloriensteuer in den Koalitionsvertrag aufzunehmen

Gesunde Lebensmittel zugleich steuerlich entlasten


Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) begrüßt Überlegungen im Rahmen der Koalitionsverhandlungen von CDU und SPD, künftig eine Steuer auf besonders kalorienreiche Lebensmittel zu erheben. „Dies wäre ein bedeutender Schritt, um Primärprävention bevölkerungsweit und nachhaltig in Deutschland einzuführen“, heißt es in einem Brief der DDG an die Verhandlungsführer beider Parteien im Ausschuss Gesundheit, Jens Spahn und Karl Lauterbach. Die Fachgesellschaft schlägt gleichzeitig vor, gesunde Lebensmittel steuerlich zu entlasten. Die Kaloriensteuer soll helfen, Ernährungsgewohnheiten zu verändern und Übergewicht zu bekämpfen. Übergewicht ist eine der Ursachen für Diabetes mellitus.

Mit der Kaloriensteuer „hätten wir endlich eine effektive Strategie gegen das weitere Ansteigen der Volkskrankheiten wie Adipositas, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, betont DDG Präsident, Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel. Der bloße Appell an individuelle Verhaltensänderungen sei nachweislich gescheitert. Deutliche Preissignale hingegen seien wirksam, wie die Anti-Raucher-Kampagne zeigt. „Der Anteil der Jugendlichen zwischen zwölf und siebzehn Jahren, der zur Zigarette greift, hat sich in den letzten zehn Jahren halbiert“, stellt DDG Geschäftsführer Dr. Dietrich Garlichs fest. Auch die Alkopops, die sehr rasch mit einer Steuer belegt wurden, seien vom Markt fast verschwunden. Die Kaloriensteuer sollte nach Ansicht der DDG daher unbedingt in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden. Sie wäre ein Durchbruch für eine stärkere Verhältnisprävention in Deutschland, wie sie auf internationaler Ebene seit Jahren gefordert wird.

Wichtig für die politische Durchsetzung sei es, den Vorwurf zu entkräften, mit den zusätzlichen Mitteln in erster Linie die Staatskassen füllen zu wollen. „Dies gelingt der Politik sicherlich am besten, wenn gesunde Lebensmittel in gleichem Ausmaß steuerlich entlastet werden“, meinen DDG Präsident und DDG Geschäftsführer. Dieser Schritt würde das Gesundheitssystem mittelfristig zusätzlich entlasten. Das wiederum sei gerade auch im Interesse derjenigen, die auf eine gute medizinische Versorgung angewiesen sind.

Konkret hatten die Gesundheitsexperten Edgar Franke (SPD) und Erwin Rüddel (CDU) gefordert, den halben Mehrwertsteuersatz auf alle Lebensmittel aufzuschlagen, die mehr als 275 Kalorien je 100 Gramm haben. Für Grundnahrungsmittel liegt der Mehrwertsteuersatz bei sieben, für Getränke und zubereitete Speisen bei 19 Prozent. Von einem solchen Steueraufschlag wären beispielsweise Nuss-Nougat Creme, Kartoffelchips, Schokoriegel und viele Arten von Fastfood betroffen. Sinnvoll wäre nach Ansicht der DDG eine Kombination der Kaloriensteuer mit einer Zucker- und Fettsteuer, die beispielweise auch stark zuckerhaltige Softdrinks erfassen würde.

„Zucker-Fettsteuern“ gibt es bereits in Frankreich, Finnland, Ungarn und Mexiko. Weitere Länder diskutieren deren Einführung. Dem Ernährungsbericht der Bundesregierung zufolge leiden in Deutschland 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen an Übergewicht. Fettleibigkeit ist ein Risikofaktor für viele Erkrankungen, darunter auch Diabetes mellitus. In Deutschland leiden über sechs Millionen Menschen an Diabetes – jedes Jahr kommen etwa 250 000 hinzu.

19.11.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft


Roche investiert 32 Millionen Euro in ein neues Büro- und Laborgebäude
Ausbau der Kernkompetenz im Bereich Diabetes Care


Roche feiert heute die Inbetriebnahme des neuen Büro- und Laborgebäudes von Diabetes Care in Anwesenheit von Dr. Peter Kurz, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, den beiden Bürgermeistern Christian Specht und Michael Grötsch sowie Vertretern des Fachbereichs für Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim.

„In Mannheim wird hiermit ein Großteil der Geschäftseinheit von Diabetes Care konzentriert. Damit stärken wir unsere Kernkompetenzen und steigern unsere Wettbewerbsfähigkeit", betont Thomas Schmid, Sprecher der Geschäftsführung der Roche Diagnostics GmbH. „Ich freue mich, dass es unseren Ingenieuren gelungen ist, die vielfältigen Anforderungen der zukünftigen Nutzer in einem besonders umweltfreundlichen Neubau zu verwirklichen." Eine moderne Außenverglasung, sechs Stockwerke und zwei Hauptgebäude, in der Mitte ein überdachtes Atrium - der Neubau, der nach eineinhalb Jahren Bauzeit und einer Investition von 32 Millionen Euro am Standort Mannheim rund 500 Büro- und Entwicklerarbeitsplätze für Mitarbeitende aus dem Bereich Diabetes Care bietet, ist seit Ende Oktober bezugsfertig. Das moderne Gebäude erfüllt auch höchste Ansprüche an die Umwelt. So sollen die Anforderungen an den Primärenergiebedarf nach der aktuell gültigen Energiesparverordnung 2009 um rund 30 Prozent unterschritten werden.

Dr. Peter Kurz, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, unterstreicht: „Für diese erneute Investition in Höhe von 32 Millionen Euro in ein neues Büro- und Laborgebäude für den Bereich Diabetes Care danke ich der Geschäftsleitung. Dies ist ein starkes Bekenntnis zum Standort Mannheim. Mit aktuell rund 7.700 Beschäftigten aus rund 60 Nationen ist Roche zweitgrößter Arbeitgeber in unserer Stadt und ist mit Forschung, Entwicklung, Produktion, Logistik und Vertrieb an der gesamten Wertschöpfungskette beteiligt. Weiter ist das Unternehmen ein wichtiger Partner zur Umsetzung unserer wirtschaftspolitischen Strategie im Kompetenzfeld Medizintechnik."

Am Roche-Standort Mannheim befindet sich das Kompetenzzentrum für Insulinpumpen und kontinuierliche Glukosemessung. „Hier konzentrieren wir unsere Forschungs-und Entwicklungsaktivitäten. Das ist ein wichtiger Schritt für die Standortsicherung und die Stärkung des Diabetes-Care-Geschäfts ", erläutert Luc Vierstraete, Globaler Leiter Roche Diabetes Care. Das neue Büro- und Laborgebäude mit Atrium soll eine Atmosphäre der Offenheit schaffen. Frühzeitig haben die Planer die Nutzer in die räumliche Gestaltung einbezogen. Die Mitarbeitenden haben sich für eine Unterteilung in kleinere Einzelbüros und große und zentrale Kommunikationszonen ausgesprochen. Das Ergebnis sind helle, lichtdurchflutete Räume und farbige Lounges auf jeder Etage. Im Erdgeschoss werden Qualitätskontroll-Laboratorien eingerichtet, für die technischen Laboratorien und Mess-Arbeitsplätze der Entwicklung steht das zweite Obergeschoss zur Verfügung. Die Büroarbeitsplätze sind im ersten sowie im dritten bis fünften Obergeschoss angesiedelt.

Über Roche Diabetes Care
Roche Diabetes Care ist ein Pionier in der Entwicklung von Blutzuckermessgeräten und weltweit führend in den Bereichen Diabetes Management Systeme und Services. Unter der Marke  Accu-Chek® bietet Roche Menschen mit Diabetes innovative Produkte und umfassende Lösungen für ein komfortables, effizientes und effektives Diabetes Management - von der Blutzuckermessung über die Dokumentation und Interpretation der Daten bis hin zur
Insulingabe.

Über Roche
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ein führendes, forschungsorientiertes Unternehmen, ist spezialisiert auf die beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics. Als weltweit größtes Biotech-Unternehmen entwickelt Roche klinisch differenzierte Medikamente für die Onkologie, Infektionskrankheiten, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten sowie neurologische Erkrankungen. Roche ist führend im Diabetes Management und auch der weltweit bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostik und gewebebasierten Krebstests. Medikamente und Diagnostika, welche die Gesundheit, die Lebensqualität und die Überlebenschancen von Patienten entscheidend verbessern, sind das strategische Ziel der personalisierten Medizin von Roche. 2012 beschäftigte Roche weltweit über 82.000 Mitarbeitende und investierte mehr als 8 Milliarden Franken in die Forschung und Entwicklung. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 45,5 Milliarden Franken. Genentech in den USA gehört vollständig zur Roche-Gruppe. Roche ist Mehrheitsaktionär von Chugai Pharmaceutical, Japan. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland über 14.000 Mitarbeitende, davon über 7.700 in Mannheim. Für weitere Informationen: www.roche.com und www.roche.de

18.11.2013, Pressemitteilung Roche AG


Produktionsjubiläum am Welt-Diabetes-Tag

Sanofi feiert am Welt-Diabetes-Tag in Frankfurt das Produktionsjubiläum seines milliardsten Insulinpens SoloStar®. Im Jahr 2007 begann die Fertigung in dem neuen Werk, das ein Jahr zuvor mit einer Investition von 150 Millionen Euro errichtet worden war. 2008 konnten bereits 125 Millionen gefertigte Stück vermeldet werden, im November 2011 feierte Sanofi das Erreichen der Marke von 500 Millionen Pens. In nur zwei weiteren Jahren verdoppelte sich nun diese Zahl: Sanofi hat an den Fertigungslinien die seinerzeit prognostizierte Kapazität von bis zu einer Million Insulinpens pro Tag erreicht.

Der Bedarf an Insulin und den dazu passenden Injektionshilfen ist in Anbetracht von weltweit etwa 370 Millionen Menschen mit Diabetes enorm. Viele Millionen insulinpflichtige Diabetiker in der Welt verabreichen langwirksames oder kurzwirksames Analoginsulin oder Humaninsulin von Sanofi mit dem Fertigpen SoloStar®. Dieser enthält eine Glaskartusche mit dem Wirkstoff, ähnlich wie ein Füllfederhalter eine Tintenpatrone. „Allein in den ersten neun Monaten 2013 haben unsere Diabetes-Produkte einen Umsatz von 4,8 Milliarden Euro erzielt, das ist ein Plus von 18,6 Prozent“, betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Sanofi in Deutschland, Dr. Martin Siewert, anlässlich des Produktionsjubiläums. „Entsprechend groß ist die Verantwortung, dem weltweiten Bedarf an Insulinprodukten gerecht zu werden und die Kapazitäten – bei garantierter Qualität – zu steigern.“

Zu dem Produktionsjubiläum gratulierte auch der Hessische Minister für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatsminister Michael Boddenberg: „Eine Milliarde Insulinpens sind Ausdruck eines herausragenden unternehmerischen Erfolgs von Sanofi.“ Der Minister erinnerte daran, dass in Frankfurt-Hoechst Innovation eine über 150-jährige Tradition habe. „Die großen Forschungs- und Entwicklungsleistungen rund um das Thema Diabetes helfen vielen Menschen auf der ganzen Welt. Die Hessische Landesregierung wird auch künftig ihr Engagement zur Förderung von Forschung und Entwicklung fortsetzen“, sagte Minister Boddenberg.

Der SoloStar® ist der erste Pen, den Sanofi in Eigenregie entwickelte. Er wird inzwischen auch in Peking, China, und in Orel, Russland, für Patienten in diesen Ländern produziert. Er ist einfach zu handhaben, dosiergenau und braucht wenig Kraftaufwand, um das Insulin zu injizieren. „Er trifft genau die Bedürfnisse der Patienten, weil wir bei seiner Entwicklung Menschen mit Diabetes, Ärzte und Diabetesberaterinnen einbezogen und ihren Empfehlungen berücksichtigt haben“, erklärte der Leiter der globalen Geschäftseinheit Diabetes von Sanofi, Pierre Chancel. „All das hat den SoloStar® zu einer Erfolgsgeschichte gemacht und dazu geführt, dass dieser Fertigpen heute von Patienten in 140 Ländern weltweit benutzt wird.

Der erfolgreichen Einführung und Fertigung des SoloStar® folgte die Entwicklung und Fertigung weiterer moderner Injektionshilfen: Zunächst kam der wiederverwendbare Insulinpen ClikStar® und 2012 der wiederverwendbare AllStar® auf den Markt. Letzterer wurde von einem internationalen Team unter deutscher Leitung speziell für Schwellenländer konzipiert.

Ebenfalls neu hinzu kam ein Pen zur Injektion eines Peptids zur Behandlung von Typ-2-Diabetes, mit verschiedenen Dosierungen in verschiedenfarbig gekennzeichneten Pens. Ein Insulinpen speziell für Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes soll im kommenden Jahr folgen. Auch das Insulin U300 von Sanofi, das sich derzeit in der letzten klinischen Entwicklungsphase befindet, soll einen neuen Pen bekommen.

Nicht nur in der Diabetestherapie, auch für andere Wirkstoffe zur Behandlung beispielsweise von Herzkreislauf-Erkrankungen oder Osteoarthrose werden Medizinprodukte gebraucht. „Die Entwicklung eines neuen Medikaments und des dazu passenden Medizinprodukts läuft heute idealerweise parallel“, erklärte Martin Siewert und sieht darin auch eine Chance für die Zukunft von Sanofi im Industriepark Höchst: „Mit einem Hochtechnologie-Standort, wie wir ihn heute in Frankfurt haben, der hier aufgebauten Kompetenz und unserer kontinuierlichen Verbesserung von Technologie und Kostenstrukturen, sind wir für diese Herausforderungen optimal aufgestellt.“

Über den Diabetes-Standort von Sanofi in Frankfurt
Sanofi hat an seinem integrierten Standort Frankfurt Diabetes-Kompetenz gebündelt wie an keinem anderen Standort von Sanofi weltweit: Hier werden neue Diabetestherapien erforscht und entwickelt, Wirkstoffe von Tabletten zur Behandlung von Diabetes hergestellt, ebenso wie die verschiedenen Insuline, die hier am Standort auch weiterverarbeitet werden. Außerdem arbeiten in Frankfurt Teams an der Entwicklung neuer Medizinprodukte/Insulinpens, die später in Frankfurt und weiteren Standorten von Sanofi in anderen Ländern gefertigt werden.

Der Standort blickt dabei auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurück: Vor genau 90 Jahren gelang es hier den Farbwerken Hoechst als einem der Vorgängerunternehmen von Sanofi, Insulin von gleichbleibend hoher Qualität im großen Maßstab zu produzieren.
Über die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH ist ein Unternehmen der Sanofi-Gruppe, eines weltweit führenden, integrierten Gesundheitskonzerns, der, ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Patienten, therapeutische Lösungen erforscht, entwickelt und vermarktet. Sanofi setzt im Gesundheitsbereich seine Schwerpunkte auf sieben Wachstumsplattformen: Lösungen bei Diabetes, Impfstoffe, innovative Medikamente, frei verkäufliche Gesundheitsprodukte, Schwellenmärkte, Tiergesundheit und Genzyme. Die Aktien von Sanofi werden an den Börsen von Paris (EURONEXT: SAN) und New York (NYSE: SNY) gehandelt.

Zukunftsgerichtete Aussagen:
Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen (forward-looking statements) wie im U.S. Private Securities Litigation Reform Act aus dem Jahr 1995 definiert. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine historischen Tatsachen. Sie enthalten finanzielle Prognosen und Schätzungen und deren zugrunde gelegte Annahmen, Aussagen im Hinblick auf Pläne, Ziele, Absichten und Erwartungen mit Blick auf zukünftige Ereignisse, Geschäfte, Produkte und Dienstleistungen sowie Aussagen mit Blick auf zukünftige Leistungen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind grundsätzlich gekennzeichnet durch die Worte „erwartet“, „geht davon aus“, „glaubt“, „beabsichtigt“, „schätzt“ und ähnliche Ausdrücke. Obwohl die Geschäftsleitung von Sanofi glaubt, dass die Erwartungen, die sich in solchen zukunftsgerichteten Aussagen widerspiegeln, vernünftig sind, sollten Investoren gewarnt sein, dass zukunftsgerichtete Informationen und Aussagen einer Vielzahl von Risiken und Unsicherheiten unterworfen sind, von denen viele schwierig vorauszusagen sind und grund­sätzlich außerhalb des Einflussbereiches von Sanofi liegen und dazu führen können, dass die tatsächlich erzielten Ergebnisse und Entwicklungen erheblich von denen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Information und Aussagen ausdrücklich oder indirekt enthalten sind oder in diesen prognostiziert werden. Zu diesen Risiken und Unsicherheiten zählen unter anderem die inhärenten Unsicherheiten der Forschung und Entwicklung, der zukünftigen klinischen Daten und Analysen einschließlich Postmarketing, Entscheidungen durch Zulassungsbehörden wie die FDA oder die EMEA, ob und wann ein Medikament, ein Medizingeräte oder eine biologische Anwendung die Zulassung erhält, die für ein solches Entwicklungsprodukt beantragt wird, ebenso wie deren Entscheidungen hinsichtlich der Kennzeichnung und anderer Aspekte, die die Verfügbarkeit oder das kommerzielle Potenzial solcher Produkte beeinträchtigen könnte, der Umstand, dass der kommerzielle Erfolg eines zugelassenen Produkts nicht garantiert werden kann, die zukünftige Zulassung und der kommerzielle Erfolg therapeutischer Alternativen genau wie die in den an die SEC und AMF übermittelten Veröffent­lichungen von Sanofi angegebenen oder erörterten Risiken und Unsicherheiten, einschließlich der in den Abschnitten „Zukunftsorientierte Aussagen“ und „Risikofaktoren“ in Formular 20-F des Konzernabschlusses von Sanofi für das zum Geschäftsjahr mit Ende zum 31. Dezember 2012 angegebenen Risiken und Unsicherheiten. Soweit nicht gesetzlich vorgeschrieben, übernimmt Sanofi keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Informationen und Aussagen zu aktualisieren oder zu ergänzen.


14.11.2013; Quelle: Pressemitteilung Sanofi Deutschland GmbH


Verbreitung des Diabetes: Deutschland belegt weltweit Platz 8

Neue Zahlen der International Diabetes Foundation (IDF) zum Weltdiabetestag / Novo Nordisk unterstützt Aufklärungsaktionen


Deutschland nimmt einen unrühmlichen Spitzenplatz in der globalen Statistik zur Häufigkeit der chronischen Stoffwechselerkrankung Diabetes ein. Nach neuen Daten, die die International Diabetes Federation (IDF) heute anlässlich des Weltdiabetestags bekannt gab, liegt Deutschland auf Platz 8 von insgesamt 219 Nationen.1 Nach Angaben der IDF sind in Deutschland aktuell rund 12 Prozent der Erwachsenen von der Stoffwechselkrankheit betroffen. Das bedeutet, dass einer von acht Erwachsenen Diabetes hat.

Weltweit liegt die Gesamtzahl der Menschen zwischen 20 und 79 Jahren, die an Diabetes erkrankt sind, inzwischen bei etwa 382 Millionen. Mit 98 Millionen leben die meisten Betroffenen in China, gefolgt von Indien mit 65 Millionen und den Vereinigten Staaten mit 24 Millionen Betroffenen. In Deutschland geht die IDF von 7,6 Millionen Menschen in dieser Altersgruppe aus, die Zahl umfasst neben bereits diagnostizierten Patienten auch die bisher nicht erkannten Fälle. Bis zum Jahr 2035 erwartet die IDF eine Zunahme der globalen Erkrankungszahlen um mehr als 50% auf 592 Millionen, in Deutschland auf 12,8 Millionen.

„Diabetes ist ein Notfall in Zeitlupe“, erklärt Krisja Vermeylen, Geschäftsführerin von Novo Nordisk Deutschland: „Der Weltdiabetestag ist ein Weckruf für jeden Einzelnen und jedes Land, diese humanitäre und finanzielle Katastrophe ernst zu nehmen und ihr mit entschiedenen Maßnahmen entgegen zu treten.“

Aufklärung im Zeichen des blauen Kreises

Das auf Diabetes spezialisierte Pharmaunternehmen Novo Nordisk rückt die Stoffwechselkrankheit an diesem Aktionstag weltweit mit vielfältigen Aktionen  in das öffentliche Bewusstsein. In Deutschland unterstützt Novo Nordisk öffentliche Veranstaltungen in Berlin, Lübeck und Worms. Dabei werden am 14. November Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor in Berlin und das Holstentor in Lübeck blau erleuchtet. Ein blauer Kreis ist das von der IDF eingeführte internationale Symbol für Diabetes.

„Unser Engagement am Weltdiabetestag ist ein wichtiger Pfeiler unseres ganzheitlichen Ansatzes Changing Diabetes® – Diabetes verändern“, so Krisja Vermeylen: „Unsere Verantwortung als Unternehmen mit 90 Jahren Erfahrung in der Behandlung des Diabetes geht weit über die Bereitstellung innovativer Medikamente hinaus. Gemeinsam mit unseren Partnern im Gesundheitswesen arbeiten wir an der Verbesserung der Situation von Menschen mit Diabetes.“

Auch bei der zentralen deutschen Patientenveranstaltung von diabetesDE – Deutsche Diabetes Hilfe, die am 17. November im Berliner ICC stattfindet, ist Novo Nordisk mit Informations- und Unterstützungsangeboten präsent. Seinen Mitarbeitern am Standort der deutschen Niederlassung in Mainz bietet das Unternehmen ein umfangreiches Aktionsprogramm mit Bewegung, Informationen zur Diabetesvorbeugung und Gesundheitschecks.

Diabetes belastet Menschen und Gesellschaften
Die Belastung durch den Diabetes ist in menschlicher wie auch in finanzieller Hinsicht erheblich. Abgesehen von den Auswirkungen, die Diabetes auf den Betroffenen und seine Angehörigen hat, wird die Krankheit zu einer zunehmenden finanziellen Belastung für die Gesellschaft. Nach neuen Schätzungen durch die IDF verursacht Diabetes dieses Jahr global mindestens 548,5 Milliarden US-Dollar an Kosten für die Gesundheitsversorgung. In Deutschland betragen die Diabetes-bedingten Gesamtkosten für Sozialsysteme und Volkswirtschaft nach einer aktuellen Studie insgesamt 35,4 Milliarden Euro pro Jahr.2

Unbehandelt kann Diabetes zu Folgeerkrankungen wie Herzinfarkten, Erblindung, Nierenversagen oder einem Verlust der Extremitäten führen. Obwohl die Erkrankung in vielen Ländern weltweit zunehmend in den Fokus rückt, schätzt die IDF, dass 175 Millionen Fälle derzeit gar nicht diagnostiziert sind.

Über den Weltdiabetestag:
An jedem 14. November schließt sich Novo Nordisk mit der International Diabetes Federation (IDF) zusammen, um die Resolution der Vereinten Nationen zu Diabetes zu unterstützen. An diesem Tag kommen Mitarbeiter, Partner, Menschen mit Diabetes und die Allgemeinheit mit einem Aufruf zur Veränderung des Diabetes zusammen. Das Datum 14. November wurde gewählt, da es der Geburtstag von Frederick Banting ist. Die Arbeit von Banting und seinem Partner Charles Best führte im Jahr 1921 zur Entdeckung des Insulins.3 Seit der Annahme der Resolution zu Diabetes durch die Vereinten Nationen (UN) im Dezember 2006 ist der Weltdiabetestag nun ein offizieller Tag der UN, der einer Krankheit gewidmet ist.4 Weitere Informationen zu der von der International Diabetes Federation organisierten Kampagne unter www.idf.org/worlddiabetesday

Fotos des blau illuminierten Brandenburger Tors erhalten Sie auf Anfrage über die Kommunikationsabteilung von Novo Nordisk (s.u.).

Über Novo Nordisk:
Novo Nordisk ist ein globales Unternehmen der Gesundheitsbranche und durch seine Innovationen seit 90 Jahren führend in der Diabetesversorgung.
Das Unternehmen mit Hauptsitz in Dänemark hält außerdem führende Positionen in den Gebieten Blutgerinnung (Hämostase), Wachstumshormon- sowie Hormonersatztherapie. Weitere Informationen unter www.novonordisk.de.
 
Über Changing Diabetes®:
Bei Novo Nordisk steht das Leben von Menschen mit Diabetes im Mittelpunkt aller Aktivitäten. Ziel ist es, dass Menschen mit Diabetes ein bestmögliches Leben führen können. Dies will Novo Nordisk durch die Erforschung und Bereitstellung innovativer Medikamente erreichen – mit dem Ziel, Diabetes eines Tages heilen zu können. Darüber hinaus engagiert sich Novo Nordisk im Rahmen von Changing Diabetes® dafür, den Alltag von Menschen mit Diabetes zu erleichtern. Dazu gehören Initiativen zur Aufklärung über Diabetes ebenso wie Fortbildungsangebote für Behandler und Patienten.

Quellen
1 International Diabetes Federation. IDF 6th edition Diabetes Atlas, veröffentlicht am 14. November 2013
2 Köster I. et al. Häufigkeit und Kosten der Komplikationen und Begleiterkrankungen des Diabetes – Ergebnisse der KoDiM-Studie 2010. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung 2013: Poster Nr. PO3-172. DOI: 10.3205/13dkvf240
3 The Nobel Prize. The Discovery of Insulin. www.nobelprize.org/educational/medicine/
insulin/discovery-insulin.html. Zugriffsdatum: Oktober 2013
4 United Nations. Resolution adopted by the General Assembly on 29 December 2006. 61/225, World Diabetes Day. www.un.org/en/ga/search/view_doc.asp?symbol=A/RES/61/225. Zugriffsdatum Oktober 2013

14.11.2013; Quelle: Pressemitteilung Novo Nordisk

 


Ist das menschliche Fettgewebe verantwortlich für Diabetes?

Starkes Übergewicht (Adipositas) erhöht das Risiko beträchtlich, an Diabetes zu erkranken. Deshalb führt die steigende Zahl der Menschen mit Adipositas hierzulande auch zu immer mehr Diabetikern. Dennoch haben rund 15 Prozent der adipösen Frauen und Männer trotz überschüssiger Kilos einen gesunden Stoffwechsel. Wissenschaftler haben erkannt, dass die Funktion und Verteilung des Fettgewebes stark mitentscheidet, wer Diabetes bekommt und wer nicht. Das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen an der Leipziger Universitätsmedizin untersucht die noch wenig bekannten Prozesse im Fettgewebe, die für Diabetes und weitere Folgeerkrankungen der Adipositas verantwortlich sind. Anlässlich des Weltdiabetestages bietet das IFB einen Einblick in die Fettgewebsforschung.

Runder Po ist besser als runder Bauch

"Vor allem die bauchbetonte Adipositas ist mit einem erhöhten Risiko für Diabetes und Herzkreislauferkrankungen verbunden", erläutert IFB-Wissenschaftler Prof. Matthias Blüher. Neben dem Bauch- oder viszeralen Fett, kommt es auch zu Fettablagerungen in Leber, Muskeln und der Bauchspeicheldrüse. Diese Fettverteilung geht meist einher mit einer nachlassenden Wirkung von Insulin in den Körperzellen. So entwickelt sich eine Insulinresistenz und in der Folge ein Diabetes mellitus Typ 2.

Krankmachende Prozesse im Fettgewebe
"Gerade im Fettgewebe des Bauchraums kommt es zu verschiedenen Fehlfunktionen der Fettzellen und der zellulären Zusammensetzung, die letztlich krank machen", so Blüher. Forscher konnten im Fettgewebe adipöser Menschen mit Diabetes vergrößerte Fettzellen, entzündliche Prozesse sowie eine gestörte Ausschüttung von Fettgewebshormonen nachweisen. Auslöser für diese Fehlfunktionen des Fettgewebes bei Adipositas könnte in der mangelhaften Versorgung des Fettgewebes mit Blut und Sauerstoff liegen.

Die entzündlichen Prozesse vor allem im viszeralen Fettgewebe begünstigen die Entwicklung einer Insulinresistenz, Arteriosklerose und Fettleber. Sie führen zu einer Überschwemmung mit Makrophagen, also mit Immunzellen die normalerweise Erreger bekämpfen. IFB-Wissenschaftler konnten zeigen, dass hohe Spiegel des Hormons Progranulin, auf diese ansonsten schwer nachweisbaren Entzündungszeichen hinweist. Durch eine Progranulin-Messung im Blut könnten Risikopatienten also früher erkannt und behandelt werden.

Hormone aus dem Fettgewebe

Das Fettgewebe produziert verschiedene Eiweißhormone (Adipokine), die in Immunabwehr und Stoffwechsel aktiv sind. Adipokine spielen eine wichtige Rolle bei der Regulation der Insulinempfindlichkeit, des Appetits und der Sättigung, des Energiestoffwechsels, aber auch von Entzündungsreaktionen im Körper. Deshalb ist das Fettgewebe Teil des menschlichen Immun- und Hormonsystems. So beeinflusst etwa das Adipokin Leptin den Stoffwechsel und Energie¬verbrauch und senkt das Hungergefühl; Adiponektin wirkt positiv auf den Zuckerstoffwechsel und ist wahrscheinlich antientzündlich. Bei Adipositas kann die Ausschüttung solcher Hormone gestört sein, was die Entwicklung von Stoffwechsel- und Herzkreislauferkrankungen begünstigt.

Diabetestherapie aus dem Fettgewebe?
Fettgewebsforscher sehen im Adipokin Vaspin einen möglichen Ansatzpunkt für ein neues Medikament, da sich in Tiermodellen zeigte, dass es erhöhte Blutzuckerspiegel senkt. Dr. John Heiker vom Institut für Biochemie, einem Kooperationspartner des IFB, entschlüsselte den Wirkmechanismus von Vaspin: Es verbessert den Zuckerstoffwechsel bei einer Insulinresistenz, indem es u. a. ein Enzym (Protease) hemmt, das Insulin abbaut. Heiker erhielt für diese Arbeiten den Friedrich-Weygand-Preis des Max-Bergmann-Kreises.

"Die Fettgewebeforschung eröffnet viele Chancen. Bisher gibt es nämlich noch keine pharmakologischen Therapieansätze, die die Fehlfunktion des Fettgewebes direkt beeinflussen können. Ein großer Vorteil für die Fettgewebeforschung in Leipzig ist die bundesweit größte Fettgewebebank an der Universitätsmedizin, gefördert vom Bundesforschungsministerium", unterstreicht Prof. Michael Stumvoll, wissenschaftlicher Leiter des IFB AdipositasErkrankungen.

Hintergrundinformation zum IFB

Das IFB AdipositasErkrankungen ist eines von acht Integrierten Forschungs- und Behandlungszentren, die in Deutschland vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. Es ist eine gemeinsame Einrichtung der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und des Universitätsklinikums Leipzig (AöR). Ziel der Bundesförderung ist es, Forschung und Behandlung interdisziplinär so unter einem Dach zu vernetzen, dass Ergebnisse der Forschung schneller als bisher in die Behandlung adipöser Patienten integriert werden können. Am IFB AdipositasErkrankungen gibt es derzeit über 40 Forschungsprojekte. Zur Patientenversorgung stehen eine IFB AdipositasAmbulanz für Erwachsene und eine für Kinder und Jugendliche zur Verfügung. Das IFB wird das Feld der Adipositasforschung und -behandlung in den nächsten Jahren kontinuierlich ausbauen.

13.11.2013; Quelle: Pressemitteilung Universität Leipzig (Doris Gabel)

 

 


Barmer GEK und diabetesDE veröffentlichen Diabetes-Atlas: Große regionale Unterschiede - mehr Diabetiker im Osten

Zum Weltdiabetestag legen die Barmer GEK und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe neue Zahlen zur regionalen Verteilung von Diabetes Typ 1 und Typ 2 in Deutschland vor. Der aktuelle "Diabetes-Atlas" belegt eine deutliche Zunahme der Betroffenenzahlen binnen fünf Jahren. So stieg die Zahl der Erkrankten zwischen 2008 und 2012 um 14 Prozent, bundesweit sind mittlerweile rund acht Prozent aller gesetzlich Versicherten bzw. über sechs Millionen Menschen betroffen. Auffällig sind auch die regionalen Unterschiede. Während in Teilen Hamburgs nur 4,3 Prozent unter Diabetes leiden, sind es im brandenburgischen Bad Belzig 13,5 Prozent.

Die jetzt von der Barmer GEK und der Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe publizierten Zahlen zur Häufigkeit von Diabetes verdeutlichen das Ausmaß der Volkskrankheit in verschiedenen Regionen. "Die Daten zeigen regional beachtliche Schwankungen", so Dr. Christian Graf, Leiter Versorgungsmanagement und Prävention bei der Barmer GEK. Besonders wenig gefährdet, an Diabetes zu erkranken, waren zuletzt Hamburger aus dem Postleitzahlen-Bereich 226. Hier lag die Diabetes-Häufigkeit zuletzt mit 4,3 Prozent besonders niedrig. "Wäre die Diabetes-Prävalenz in ganz Deutschland so niedrig wie hier, wäre das bundesweite Diabetesproblem schon um ein Drittel kleiner", kommentiert Professor Dr. med. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, die Zahlen. Leider gebe es aber viele Regionen am anderen Ende der Skala.

Am schlechtesten schneidet der Postleitzahlen-Bereich 148 im brandenburgischen Bad Belzig ab. Hier leben mit 13,5 Prozent dreimal so viele Menschen mit Diabetes wie an der Hamburger Elbchaussee und Umgebung. Auf Ebene der Bundesländer weisen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg die höchsten Raten auf. Das westlichste Bundesland mit einer vergleichbar hohen Diabetes-Häufigkeit ist das Saarland. Die niedrigsten Werte erreichen 2012 die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg und Baden-Württemberg.

"Diese großen regionalen Unterschiede beziehen sich auf die Versicherten der Barmer GEK, lassen sich aber nicht auf unterschiedliche Alters- oder Geschlechtsstrukturen zurückführen", erläutert Dr. Graf. Diese Fehlerquelle habe die Krankenkasse in ihrer Auswertung durch Alters- und Geschlechtsstandardisierung auf die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland 2012 berücksichtigt. Auffällig sei, dass Diabetes vorrangig in sozial schwächeren Regionen auftrete. So zeigten die  östlichen Bundesländer durchweg eine Diabetes-Häufigkeit über dem Bundesdurchschnitt von acht Prozent.

Die Auswertung von fünf Jahren basiert auf Daten von fast neun Millionen Barmer GEK Versicherten, das sind 12,5 Prozent der Bundesbürger – das derzeit größte untersuchte Kollektiv einer Krankenkasse. "Diese standardisierte Erhebung ist von großer Aussagekraft“, bestätigt Professor Danne von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Ob es einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit, kleinen Einkommen, geringer Kaufkraft und dem Auftreten der Krankheit Diabetes gibt, müssten weitere Studien der Versorgungsforschung zeigen. Eines machen die aktuellen Zahlen aus Sicht von Prof. Danne aber deutlich: "Die Versorgungsforschung in Sachen Diabetes muss besser werden. Es kann nicht sein, dass wir bei einer Krankheit, von der über sechs Millionen Bundesbürger betroffen sind, quasi im Nebel stochern, wenn wir wissen wollen, wie häufig die Krankheit in welchen Gegenden ist, wie gut Patienten wo versorgt sind oder wie hoch die Rate an Folgeerkrankungen ist."

Unterstützung erhofft sich diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe auch von anderen gesetzlichen Krankenkassen (GKV). "Diese sollten dem Beispiel der Barmer GEK folgen und ihre Daten ebenfalls offen legen," fordert Danne. Aus Sicht der gemeinnützigen Organisation sollten die Zahlen auch Landespolitiker alarmieren. Danne: "Um der Volkskrankheit Diabetes wirkungsvoll zu begegnen, bedarf es gesamtgesellschaftlicher Anstrengungen. Ein Nationaler Diabetesplan für Deutschland kann dafür sorgen, dass regionale Unterschiede im Auftreten der Krankheit und bei der Versorgung angemessen aufgefangen werden."

Mehr Informationen zur Diabetes-Häufigkeit:

Details zur regionalen Verteilung von Diabetes und zur zeitlichen Entwicklung sowie Informationen zur Auswertungs-Methode liefert die Präsentation "Regionale Prävalenzen des Diabetes mellitus in Deutschland", abrufbar unter www.barmer-gek.de/544184

13.11.2013; Quelle: Pressemitteilung Barmer GEK

 

 


Damit chronisch Kranke auch in Zukunft profitieren:

Nutzenbewertung von Medikamenten erfordert mehr Einbeziehung der Expertise von Fachgesellschaften


Diabetes mellitus ist mit sechs Millionen Diagnostizierten und vermutlich zwei Millionen weiteren Betroffenen mit bislang unerkanntem Diabetes in Deutschland eine Volkskrankheit. Die Therapie der chronischen Stoffwechselerkrankung ist aufwändig und teuer. Im Rahmen des AMNOG bewertet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) den Nutzen neu zugelassener Arzneimittel zu einem frühen Zeitpunkt. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) sieht den aktuellen Prozess der Frühbewertung kritisch. Sie fordert, mehr Expertise der Fachgesellschaften einzubringen, damit langfristig chronisch Kranken keine innovativen Therapieoptionen vorenthalten werden. Dies ist eines der Themen der Pressekonferenz der 7. Diabetes Herbsttagung der DDG, die vom 15. bis 16. November 2013 im ICC Berlin stattfindet.

Seit das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) im November 2010 beschlossen wurde, prüft der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) neu zugelassene Medikamente innerhalb von drei Monaten nach Markteinführung hinsichtlich ihres Zusatznutzens gegenüber einer zweckmäßigen Vergleichstherapie. Wird kein Zusatznutzen nachgewiesen und ist der Arzneimittelhersteller nicht bereit, den Preis für das neue Medikament zu senken, ist das Präparat gegebenenfalls bereits ein Jahr nach Markteinführung nicht mehr verfügbar.

Hier setzt die Kritik der DDG an. Die Fachgesellschaft stellt das Verfahren, die Wertigkeit eines Medikaments nur anhand eines Zusatznutzens und im Rahmen eines kurzen Einsatzeitraums zu bewerten, in Frage. „Bei Metformin aus der Gruppe der Biguanide hat sich erst nach jahrelanger Anwendung gezeigt, wie viele Zusatzeffekte es außer der Beeinflussung des Blutzuckers hat. Ein Medikament muss erst eine gewisse Zeit im klinischen Einsatz sein, bevor man seinen Wert definitiv beurteilen kann“, sagt Professor Dr. med. Klaus-Dieter Palitzsch, Tagungspräsident der 7. Diabetes Herbsttagung, DDG-Vorstandsmitglied und Chefarzt der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie, Angiologie und Innere Medizin, Notfallzentrum am Klinikum Neuperlach, Städt. Klinikum München GmbH. Die frühe Nutzenbewertung verhindere, Erfahrungen mit Medikamenten in Bezug auf ihre Wirksamkeit, Arzneimittelsicherheit und Verträglichkeit zu sammeln.

Außerdem unterscheide sich der Einsatz eines Medikaments im Praxis- und Klinikalltag von dem Einsatz in Arzneimittelstudien, gibt Palitzsch zu bedenken. „Hier werden keine streng ausgewählten Probanden behandelt, sondern Patienten, die Begleiterkrankungen haben, weitere Medikamente einnehmen müssen und völlig unterschiedliche Lebensgewohnheiten haben“. Kritisch sieht der Tagungspräsident auch die derzeitige Praxis, im Rahmen der Bewertung Studien miteinander zu vergleichen. „Wenn man die Vorgaben für die Durchführung von klinischen Studien und deren Wandel im Laufe der Zeit betrachtet, so ist ein Vergleich definierter Ergebnisse sehr schwer.“

Darüber hinaus sind Vertreter von Fachgesellschaften im G-BA nicht vorgesehen beziehungsweise vertreten, womit ihre Expertise auch nicht in den Bewertungsprozess einbezogen werden kann. Damit aber chronisch Kranken langfristig keine wichtigen Therapieoptionen vorenthalten werden, müssten Fachgesellschaften wie die DDG sich kontinuierlich in die wissenschaftliche und inhaltliche Diskussion der Nutzenbewertung im Rahmen des AMNOG-Prozesses einbringen. Dies sei möglich, indem Vertreter in beratende Kommissionen wie die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft entsendet würden so Professor Palitzsch.

Im Rahmen der Pressekonferenz der 7. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) am 15. November 2013 im ICC Berlin erörtern die Referenten dieses Thema.

12.11.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft

 

 


Zentrale Veranstaltung zum Weltdiabetestag am 17. November in Berlin

Diabetes ist hohe physische, finanzielle und emotionale Belastung für Erkrankte und ihre Familien


Derzeit sind in den OECD-Ländern rund 83 Millionen Menschen an Diabetes mellitus erkrankt. Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl laut Schätzungen auf 100 Millionen steigen. Die Diagnose Diabetes mellitus ist nicht nur für Betroffene, sondern häufig auch ihre für Familien ein Schock und dauerhafte Belastung. Denn auch, nachdem sich der Alltag und die Therapie rund um die Stoffwechselerkrankung eingespielt haben, tragen sie eine hohe physische, finanzielle und emotionale Belastung, wie Ergebnisse der DAWN-2-Studie zeigen. Diese größte Studie zu psychosozialen Aspekten in der Behandlung des Diabetes wurde in 17 Ländern und vier Kontinenten durchgeführt. Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen daraus erläutern Experten im Rahmen der zentralen Veranstaltung zum Weltdiabetestag. Sie findet am Sonntag, dem 17. November 2013 von 10.30 bis 16.00 Uhr unter dem Motto: „Mit Diabetes gut leben“ im Internationalen Congress Centrum (ICC) in Berlin statt. In vier Vortragssälen halten mehr als 30 Experten Vorträge rund um Diabetes. Es werden mehr als 5000 Besucher erwartet.

Mit mehr als 15.000 Teilnehmern, darunter über 8.000 Betroffene, rund 2.000 Angehörige und knapp 4.800 Behandler, stellt die DAWN-2-Studie die umfassendste wissenschaftliche Erhebung zu psychosozialen Belastungen von Menschen mit Diabetes und ihren Angehörigen dar. „Ergebnisse der Studie belegen, dass Diabetes mellitus mit großen psychosozialen Problemen bei Erkrankten und Angehörigen einher geht“, sagt Dr. med. Jens Kröger, Vorstandsmitglied von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Internist und Diabetologe aus Hamburg. Patienten erleben es häufig als Belastung, dass Diabetes mellitus eine dauerhafte Lebensstiländerung notwendig macht oder dass die Therapie und die tägliche Selbstbehandlung mit Blutzucker messen und Insulin spritzen sehr komplex ist. Hinzu kommen Sorgen und Ängste vor möglicherweise auftretenden Unterzuckerungen oder Folgeerkrankungen wie Erblindung.

Laut Studienergebnissen gaben mit knapp 45 Prozent fast die Hälfte der befragten Menschen mit Diabetes an, dass ihre Erkrankung eine hohe Belastung sei, knapp 14 Prozent von ihnen leiden an Depressionen. Lediglich knapp 49 Prozent gaben an, an Diabetes-Schulungsprogrammen teilzunehmen. „Für eine erfolgreiche Selbstbehandlung des Diabetes ist jedoch wichtig, dass Patienten in der Lage sind, im Alltag eigenverantwortlich Therapieentscheidungen zu treffen und ihren Diabetes bestmöglich selbst zu steuern“, betont Dr. Kröger. Dazu trägt die Teilnahme an einer strukturierten Patientenschulung bei. In einem Schulungskurs erlernen Menschen nicht nur die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten für einen angemessenen Umgang mit der Erkrankung, sondern tauschen sich auch mit weiteren Betroffenen aus. Bereits die Erfahrung, dass andere häufig die gleichen Ängste und Sorgen rund um ihren Diabetes empfinden, kann die Akzeptanz der Stoffwechselkrankheit positiv beeinflussen. Doch gerade bei starken seelischen Belastungen und klinischen Depressionen sind auch spezielle psychologische Hilfsangebote notwendig. Denn für rund 35 Prozent aller befragten Angehörigen stellt die Diabetes-Erkrankung ihres betroffenen Familienmitglieds eine hohe Belastung dar, so die DAWN-2 Studie. Mehr als 60 Prozent machen sich Sorgen um möglicherweise auftretende Unterzuckerungen. „Hier muss die Selbsthilfe gestärkt, aber auch mehr Angebote geschaffen werden, die sich sowohl an Patienten als auch an Angehörige richten“, so Dr. Kröger.

In diesem Jahr findet die zentrale Veranstaltung rund um den Weltdiabetestag zum letzten Mal im Berliner ICC statt. Im kommenden Jahr wird sie gemeinsam mit der Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Leipzig stattfinden. Der Eintritt zur Veranstaltung und zum Walk ist frei.

Terminankündigung:
Weltdiabetestag
Sonntag, dem 17. November 2013
Internationales Congress Centrum Berlin (ICC),  Neue Kantstraße / Ecke Messedamm, 14057 Berlin
http://www.diabetesde.org/weltdiabetestag/2013/

Eintritt frei!

Saal 7, 12:30 Uhr:
„DAWN-Studie – Mit Diabetes leben lernen“,
Vortrag von Dr. med. Jens Kröger

12.11.2013; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

 

 


Neue Studie aus den USA: Wer gesünder lebt, halbiert sein Diabetes-Risiko

 


Jeden Tag erkranken in Deutschland fast 1.000 Menschen neu an Diabetes – mit gezielter Prävention könnten viele von ihnen ihr Diabetes-Risiko senken, legt eine neue US-Studie nahe. Der Kurort Bad Mergentheim geht als eines der führenden deutschen Kompetenz- und Behandlungszentren für die Volkskrankheit „Zucker“ neue Wege, um Menschen vor Diabetes zu schützen. Doch noch erkennen zu wenige Betroffene die Chance, auch weil das Thema zu wenig bekannt ist.

 

Jeder dritte Deutsche ist zu dick, jeder sechste Bundesbürger sogar stark übergewichtig und einer von acht Deutschen leidet bereits heute an Diabetes, zu diesem Schluss kommt der aktuellste deutsche Gesundheitsbericht Diabetes. Deutschland hat damit bereits heute die höchste Rate an Diabetes-Kranken in ganz Europa. Dabei wäre gegensteuern so einfach: „Wer seinen Lebensstil verändert, kann sein Risiko um mehr als die Hälfte verringern“, sagt Katrin Löbbecke, die Kurdirektorin des Heilbads Bad Mergentheim. Der Ort, gelegen im Dreiländereck Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, gilt mit einer eigenen Diabetes-Klinik, einer Diabetes-Akademie, einem eigenen Diabetes-Forschungsinstitut sowie einer Vielzahl an Kliniken und Sanatorien heute als eines der führenden deutschen Kompetenz- und Behandlungszentren für die Volkskrankheit „Zucker“.

 

Die Kurdirektorin verweist auf eine neue amerikanische Studie des nationalen US-Instituts für Gesundheit und des Zentrums für Krankheitskontrolle und Prävention in den Vereinigten Staaten. Zwei Jahre lang haben amerikanische Mediziner mehr als 300 Menschen im Alltag begleitet. Sozialarbeiter halfen den Studienteilnehmern dabei, ihr Übergewicht zu reduzieren.

 

Die Ergebnisse waren verblüffend: Das Diabetes-Risiko derjenigen, die es schafften, ihr Gewicht zu reduzieren, sank um 58 Prozent. Zum Schlüssel auf dem Weg hin zu einem geringeren Diabetes-Risiko wurde bei den Patienten die Kombination aus einer gesünderen, das heißt vor allem fett- und salzärmeren Ernährung, und mehr Bewegung. Auch die Vermeidung von Stress, ausreichend Schlaf, kein Nikotin und geringer Alkoholkonsum trugen bei den Teilnehmern der US-Studie dazu bei, die Blutzuckerwerte deutlich zu reduzieren. „Diesen Weg, noch mehr auf Prävention zu setzen, müssen wir auch in Deutschland stärker gehen und die Angebote der deutschen Kurorte können dabei ein wichtiger Motor sein“, sagt Bad Mergentheims Kurdirektorin.

 

Das Problem: „Bisher ist trotz aller Beteuerungen die Diabetes-Prävention in Deutschlands Gesundheitssendungen und Arztpraxen kaum ein Thema“, weiß Katrin Löbbecke. Oft wird Diabetes eher zufällig bei Routine-Blutuntersuchungen festgestellt. Spätere schwere Folgeschäden wie Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt, Amputationen oder Erblindung lassen sich aber besonders wirksam verhindern, wenn die Zuckerkrankheit schon vor ihrem eigentlichen Ausbruch, bei ersten Störungen des Zuckerstoffwechsels, erkannt wird. „In diesem Stadium können viele Betroffene den Ausbruch von Diabetes dann noch durch einfache Maßnahmen wie Ernährungsumstellung und regelmäßigen Sport verhindern – oder zumindest lange hinauszögern“, sagt der renommierte Diabetes-Mediziner Professor Dr. Thomas Haak, Chefarzt der Diabetes-Klinik in Bad Mergentheim.

 

Spezielle Diabetiker-Präventionsprogramme können dieses Szenario verhindern. „Bad Mergentheim will hier eine gesellschaftliche Vorreiterrolle im Kampf gegen die Volkskrankheit Diabetes einnehmen“, sagt Kurdirektorin Löbbecke. In Bad Mergentheim lernen die Teilnehmer in den meist 14-tägigen Aufenthalten in Ernährungsseminaren, sich gesünder zu ernähren. Die Hotels und Kliniken servieren während des Aufenthalts zudem eine speziell abgestimmte kalorienarme Vollwertkost.

 

Neben einem umfangreichen medizinischen „Diabetes-Check“ umfassen die Angebote auch ein umfangreiches Bewegungsprogramm mit Elementen wie Aquafitness, Gymnastik, Walking oder Training für Ausdauer und Muskelaufbau. Ein EKG, eine Langzeitmessung des Blutdrucks (bei Risikopatienten) sowie – je nach Anbieter – medizinische „Wohlfühlanwendungen“ wie Fangopackungen, Bäder, Massage und Saunaaufenthalte ergänzen das Angebot. „Wir haben in den vergangenen Jahren vor allem festgestellt, dass es den Teilnehmern Spaß machen muss, etwas für ihre Gesundheit zu tun“, sagt Kurdirektorin Löbbecke. Gerade auch deshalb kämen viele Gäste nach Bad Mergentheim.

 

Das Traditionsheilbad bietet optimale Voraussetzungen für einen aktiven Gesundheitsurlaub: unter anderem eine der schönsten deutschen Parkanlagen, in der Gesundheitsgäste zwischen Lavendelfeld, Rosengarten und Japangarten neue Kraft tanken können sowie viele Kilometer Wander- und Radwege. Das traditionsreiche Heilbad liegt am Fünf-Sterne-Qualitätsradweg „Liebliches Taubertal“ und auch an der Romantischen Straße.

 

Die Kosten inklusive Übernachtung, Vollpension, der medizinischen Betreuung und des gesamten Bewegungs- und Ernährungsprogramms betragen pro Person ab 1.348 Euro.

Mehr Informationen direkt bei der Kurverwaltung Bad Mergentheim


Telefon: 07931/965-256
E-Mail: b.schoenleber@kur-badmergentheim.de.

 

07.11.2013; Quelle: Pressemitteilung Kurverwaltung Bad Mergentheim

 


Vitamin D unterstützt körpereigene Insulinproduktion und -Empfindlichkeit

 

 

Vitamin D ist im menschlichen Körper unter anderem für den Knochenstoffwechsel verantwortlich. Durch Sonnenbestrahlung kann der Körper das Sekosteroidhormon teilweise selbst herstellen, etwa zwanzig Prozent muss er über die Nahrung aufnehmen. Zunehmend wird Vitamin D auch mit vielfältigen Wirkungen auf das Zellwachstum und die Zelldifferenzierung in anderen Geweben in Verbindung gebracht. Neue Studien geben Hinweise darauf, dass eine Therapie mit Vitamin D die Insulinsensitivität und -sekretion verbessern und die Blutzuckerstoffwechsellage stabilisieren kann. Über dieses Thema diskutieren Experten auf der Pressekonferenz der 7. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) vom 15. bis 16. November 2013 im ICC Berlin.

 

Die Entdeckung von Vitamin D war mit der Suche nach einem Heilmittel für die „Rachitis“ verbunden – einer Stoffwechselerkrankung bei Kindern, die das Knochenwachstum verzögert. Im Jahre 1919, als diese Erkrankung in fast allen europäischen industrialisierten Städten die häufigste Ursache für Skelettverformungen und Wachstumsverzögerungen war, führte die Bestrahlung von Patienten mit künstlichem UV-Licht und Vitamin-D-reichen Nahrungsmitteln zum Rückgang der Rachitis. Neben der Wirkung auf die Knochen wurde Vitamin D inzwischen auch andere Effekte nachgewiesen. Im Hinblick auf das Immunsystem haben inzwischen Studien bei mehreren Autoimmunerkrankungen, wie Lupus erythematodes, Multiple Sklerose, Morbus Crohn, rheumatoide Arthritis und Autoimmunthyreoiditis, den Nutzen einer Vitamin-D-Supplementation belegt.

 
Vitamin D stabilisiert auch den Blutzuckerstoffwechsel bei Menschen mit Diabetes: Im Muskel, in der Leber und an den Betazellen des Pankreas, den insulinproduzierenden Zellen, konnten Forscher die Wirkung nachweisen.

 

„Im Hinblick auf die Insulinwirkung auf die peripheren Gewebe verbesserte sich die Insulinsensitivität um 60 Prozent, wenn der Vitamin-D-Spiegel von einem schweren Mangel von unter zehn ng/ml auf über 30 ng/ml anstieg“, erklärt Professor Dr. Klaus Badenhoop, Sprecher der DDG Arbeitsgemeinschaft Molekularbiologie und Genetik des Diabetes vom Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Medizinische Klinik 1, Schwerpunkt Endokrinologie, Diabetes und Stoffwechsel in Frankfurt am Main.

 

Darüber hinaus werden, wenn Vitamin D im Körper ausreichend vorhanden ist, die insulinproduzierenden Zellen dazu angeregt, mehr des lebensnotwendigen Hormons zu produzieren. „Insgesamt kann der Diabetesstoffwechsel durch Vitamin D stabilisiert werden. Ein Mangel sollte deshalb in jedem Fall vermieden werden, in manchen Fällen kann eine gezielte Vitamin D-Therapie durchaus sinnvoll sein“, so Professor Badenhoop.

 

Bei Kindern mit neu diagnostiziertem Diabetes mellitus Typ I konnte die Funktion der Betazellen durch die Zugabe des Vitamins maßgeblich verbessert werden. Im Rahmen der Pressekonferenz der 7. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) am 15. November 2013 im ICC Berlin stellt Professor Badenhoop neue Erkenntnisse zum Einfluss von Vitamin D auf den Diabetesstoffwechsel vor.

 

06.11.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft

 


Neuer Kurs für die 18. Legislaturperiode: Diabetesverbände fordern: Der nationale Diabetesplan gehört in die Koalitionsverhandlungen

 

 

In den kommenden Wochen wird ausge-handelt, wie und mit welchen politischen Schwerpunkten Deutschland in den kommenden vier Jahren regiert wird. Vollkommen unklar ist, welchen Weg die neue Regierung in den Bereichen Prävention nichtübertragbarer Krankheiten, insbesondere des Diabetes, seiner Früherkennung und seiner Versorgung einschlagen wird. Die Diabetesverbände sind sich einig: Ein „Weiter so“ darf es nicht geben.

 

Zunehmende Diabeteserkrankungen, eine hohe Dunkelziffer an unerkannten Diabetesfällen, begrenzte Ressourcen bei steigenden Kosten durch mehr Patienten – Diabetes einzudämmen ist eine prioritäre gesundheitspolitische Aufgabe in der neuen Legislaturperiode. Ausdruck einer fehlgesteuerten Gesundheits- und Sozialpolitik ist es auch, den Wirtschaftlichkeitsbegriff nur auf neue Medikamente anzuwenden. Denn wenn eine wirksame Prävention fehlt, führen Fehlzeiten und vorzeitige Verrentungen nur zu einer Verlagerung der Kostenlast für die Gemeinschaft in andere Politikbereiche.

 

„Der beste Weg, die Diabeteswelle aufzuhalten, ist, sie zu verhindern. Deshalb ist die Verankerung des Diabetes in einem neuen Präventionsgesetz, das auch verhältnispräventiv ausgerichtet sein muss, vordringlich. Dies allein reicht jedoch nicht aus, denn für die neue Legislaturperiode stellt sich die Aufgabe, die Diabetes-Früherkennung strukturiert anzugehen, Versorgungsforschung voranzutreiben, und die Versorgung des Diabetes über alle Ebenen – Hausarztpraxis, diabetologische Schwerpunktpraxis und Klinik - strukturiert zu vernetzen. Darüber hinaus muss auch das Selbstmanagement der Patienten und die Selbsthilfe gestärkt werden. Dieser Herausforderung durch die Volkskrankheit Diabetes kann die neue Koalition nur durch ein konzertiertes Vorgehen mit Hilfe eines nationalen Diabetesplans begegnen“, so Prof. Dr. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe.

 

„Neben einer nationalen Diabetesstrategie benötigen wir zur Umsetzung ein Netz von qualifizierten, interdisziplinären und transsektoralen Einrichtungen, die den Patienten durch die gesamte Versorgungskette abgestimmt begleiten und so auch kosteneffizienter arbeiten könnten. Große Sorge bereitet uns daher auch die abnehmende Zahl diabetologischer Lehrstühle in Deutschland: Die Patientenversorgung ist bereits mittelfristig gefährdet. Wir benötigen jetzt die Sicherstellung einer fundierten diabetologischen Ausbildung in Klinik und Praxis“, fordert PD Dr. Erhard Siegel, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).

 

„Diabetes ist eine chronische Erkrankung und begleitet als solche Betroffene und deren Angehörige ein Leben lang“, erklärt Elisabeth Schnellbächer, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Diabetes-Beratungs- und Schulungs-berufe (VDBD). Ein- oder zweimalige standardisierte Gruppenschulungen könnten der jeweiligen individuellen Lebenssituation und ihrem Wandel über Jahre und Jahrzehnte nicht ausreichend gerecht werden.

 

Wichtig erscheine kontinuierlich modifizierende und stützende Begleitung des einzelnen Betroffenen und seines Umfeldes, um langfristigen Erfolg und damit auch Kostenentlastung zu erreichen, so Schnellbächer weiter.

 

Dieser wichtigen Aufgabe würden qualifizierte Diabetesberater/innen und  Diabetesassistenten/ innen in sehr guter Weise gerecht. Leider stünden für entsprechend fortwährende und langfristige Beratungsmaßnahmen derzeit keine Gelder zur Verfügung. „Unabhängig von Wohl der Patienten und ihrer Angehörigen kann durch überdauernde Verhaltensmodifikation eine Kostensenkung erreicht werden, die sicher auch zu einer Entlastung der Sozialversicherungssysteme beitragen wird“, führt Schnellbächer aus.

 

„Bisher werden politische Entscheidungen über die Verordnungsfähigkeit von Arznei- und Hilfsmitteln über die Köpfe der Betroffenen-Vertreter hinweg entschieden - ausschließlich von medizinischen Leistungserbringern, Kostenträgern und der Politik. Die tägliche Lebensqualität für uns Patienten wird nicht oder nur unzureichend berücksichtigt – deshalb fordern wir: Mitbestimmungsrecht muss Patientenrecht werden!“ so Jan Twachtmann, Vorstandsvorsitzender der bundesweiten und unabhängigen Selbsthilfeorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M).

 

05.11.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes-Hilfe

 

 


Wer wenig Softdrinks, Fleischprodukte und Weißbrot konsumiert, hat ein geringeres Diabetes-Risiko 
 
Eine Ernährung, die nur wenig zuckerhaltige Erfrischungsgetränke, Fleischprodukte und Weißbrot enthält, ist mit einem verminderten Typ-2-Diabetes-Risiko verbunden. Dies ist das Ergebnis einer großen Langzeit-Beobachtungsstudie, welche die Ernährungsgewohnheiten von Menschen aus sieben europäischen Ländern untersuchte. In die Studie flossen die Daten von 21.616 Frauen und Männern ein, von denen 9.682 während der Beobachtungszeit an Typ-2-Diabetes erkrankten. Das Forscherteam um Janine Kröger und Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) publizierte seine Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift Diabetologia (Kröger, J. et al., 2013; DOI: 10.1007/s00125-013-3092-9).

 

 

In ihrer Studie untersuchten die Forscher insgesamt fünf spezifische Ernährungsmuster im Hinblick auf das Diabetesrisiko. Dabei beobachteten sie, dass insbesondere solche Ernährungsweisen, die wesentlich durch einen geringen Verzehr von zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken, Fleischprodukten und Weißbrot charakterisiert sind, mit einem verminderten Diabetesrisiko in Zusammenhang standen.

 

Nur wenige Studien haben bislang die Zusammenhänge zwischen diesen Ernährungsmustern* und dem Auftreten einer Typ-2-Diabetes-Erkrankung untersucht. Um mehr über sie in europäischen Bevölkerungsgruppen zu erfahren, überprüften die Forscher das Ernährungsverhalten von Studienteilnehmern aus Frankreich, Spanien, Großbritannien, den Niederlanden, Schweden, Dänemark und Deutschland, die an der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC)-InterAct-Studie** teilnahmen. Das Besondere an der Studie ist, dass sie prospektiv (vorrausschauend) konzipiert ist. Bei der Auswertung einer solchen Studie ist es wichtig, dass die Teilnehmer zu Beginn der Studie noch nicht an der zu untersuchenden Krankheit leiden. Die Risikofaktoren für eine bestimmte Erkrankung lassen sich so vor ihrem Entstehen erfassen, wodurch eine Verfälschung der Daten durch die Erkrankung weitestgehend verhindert werden kann - ein entscheidender Vorteil gegenüber retrospektiven Studien.

 

Die Rekrutierung der Studienteilnehmer erfolgte europaweit von 1991 bis 2000. Die Wissenschaftler befragten die Teilnehmer mit Hilfe von Fragebögen, wie oft sie bestimmte Lebensmittel in den vergangenen 12 Monaten verzehrt hatten. In der sich an die Befragung anschließenden, durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 12 Jahren erkrankten 12.403 Teilnehmer an Typ-2-Diabetes, wobei 2.721 von der Datenauswertung ausgeschlossen wurden, da bei ihnen die Angaben zu den Ernährungsgewohnheiten oder zum Lebensstil nicht vollständig waren.

 

„Wie unsere Datenanalyse zeigt, haben Menschen, die viel verarbeitetes Fleisch, zuckerhaltige Erfrischungsgetränke sowie Weißbrot konsumieren, ein höheres Diabetes-Risiko als Menschen, die weniger von diesen Lebensmitteln essen bzw. trinken. Dabei lässt sich nur ein Teil dieses Zusammenhangs durch das Körpergewicht erklären“, sagt Janine Kröger, Erstautorin der Studie. „Unsere Ergebnisse decken sich zudem mit anderen Daten aus Beobachtungsstudien sowie mit Resultaten klinischer Studien. In diesen beeinflusst z. B. eine hohe Aufnahme von Getreideballaststoffen die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen günstig. In Deutschland wie auch in anderen Ländern ist deutlich zu beobachten, dass Menschen, die regelmäßig Vollkornbrot anstelle von Weißbrot verzehren, seltener oder später an Diabetes erkranken“, erklärt Matthias Schulze, Leiter der Abteilung Molekulare Epidemiologie am DIfE.

 

Hintergrundinformation:

Der Artikel Kröger, J. et al., 2013; DOI: 10.1007/s00125-013-3092-9 wird am 05.11.2013 ab 10:00 Uhr auf der Webseite von Diabetologia (http://www.diabetologia-journal.org/) verfügbar sein.

 

*Ernährungsmuster: Es ist sinnvoll, bei den Risikoanalysen die Ernährung im gesamten Zusammenhang zu betrachten und nicht einzeln, da man sich nicht nur von einzelnen Lebensmitteln ernährt, sondern meist ein bestimmtes Muster von Lebensmitteln wählt.

 

Die **EPIC-InterAct-Studie ist ein Teilprojekt der EPIC-Studie, die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Krebs und anderen chronischen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes untersucht. An der EPIC-Studie sind 23 administrative Zentren in zehn europäischen Ländern mit insgesamt 519.000 Studienteilnehmern im Erwachsenenalter beteiligt. Die Potsdamer EPIC-Studie ist mit mehr als 27.000 Teilnehmern ein Teil der EPIC-Studie.

 

Das DIfE ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es erforscht die Ursachen ernährungsbedingter Erkrankungen, um neue Strategien für Prävention, Therapie und Ernährungsempfehlungen zu entwickeln.

 

Forschungsschwerpunkte sind dabei Adipositas (Fettsucht), Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Das DIfE ist zudem ein Partner des 2009 vom BMBF geförderten DZD. Näheres unter http://www.dzd-ev.de/.

 

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der WissenschaftsCampi –, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 17.000 Personen,darunter 7.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,5 Milliarden Euro. Näheres unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de/.

 

05.11.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsches Institut für für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

 


DexCom beschert schnellen Kursgewinn

 

 

Die Experten von Diabetes & Geld, Deutschlands führendem Informationsdienst rund um die Themen Diabetes, Geld und Börse, berichten in ihrer aktuellen Ausgabe von der hervorragenden Kursentwicklung ihres jüngsten Mitglieds im Diabetes-Strategie-Musterdepot. Sie hatten die Aktie von DexCom Inc. am 10. Juli 2013 in das Diabetes-Strategie-Musterdepot aufgenommen. Seither klettert der Wert kontinuierlich nach oben und beschert den Lesern von Diabetes & Geld, die das Depot 1:1 nachbilden, inzwischen einen Kursgewinn von 29%.


Die Aktie wurde zum Kurs von 22,05 US-Dollar bzw. umgerechnet 16,94 Euro in das Diabetes-Strategie-Musterdepot aufgenommen und inzwischen notiert sie bei 30,13 US-Dollar bzw. 21,87 Euro.


DexCom Inc. mit Sitz in Delaware, USA,  ist ein Unternehmen für medizinische Geräte, das sich auf die Gestaltung, Entwicklung und Vermarktung von kontinuierlichen Blutzucker-Monitoring-Systemen für die ambulante Nutzung durch Menschen mit Diabetes und für die Verwendung im Krankenhaus für die Behandlung von Patienten mit und ohne Diabetes konzentriert. Das Unternehmen hat zwei Geräte zum Glukose-Monitoring auf dem Markt.

 

Glukose-Monitoring mit dem Dexcom SEVEN PLUS
Das Dexcom SEVEN PLUS ist ein System zum kontinuierlichen Glukose Monitoring, das alle 5 Minuten einen Glukosewert auf den Empfänger sendet. Dies entspricht so vielen Messwerten, als würde man bis zu 288-mal am Tag den Blutzucker nach der herkömmlichen Messung an der Fingerkuppe durchführen.


Hinzu kommt der Vorteil beim kontinuierlichen Glukose-Monitoring, dass der Trend der Glukose, also in welche Richtung sich der Zucker bewegt und wie schnell er fällt oder steigt, angezeigt wird. 


All dies wäre mit nur der Methode des herkömmlichen Blutzuckermessens gar nicht zu erfassen. Das SEVEN PLUS hilft den Patienten somit, im Zielbereich zu bleiben.

 

Nachfolgemodell schon im Kleinkindalter einsetzbar
Seit diesem Frühjahr ist auch das Nachfolgemodell Dexcom G4 Stand-alone erhältlich, das in modernem und schlankem Design erscheint. Das neue G4 Stand-alone zur kontinuierlichen Glukose-Messung ist auch für die Anwendung bei Kindern ab 2 Jahren zugelassen. Gemäß dieser Zulassung kann der kleine Sensor sowohl im Bauchbereich als auch bei Kindern auf der Körperrückseite im oberen Gesäßbereich platziert werden.

 

Quartalszahlen überraschten positiv
Am 7. August berichtete DexCom Inc. die Zahlen für das 2. Quartal. Das Unternehmen erreichte einen riesigen Anstieg des Umsatzes - um genau zu sein 58% - auf 35,8 Millionen US-Dollar, wobei der eigentliche Star der Produkt-Umsatz war. Er kletterte nämlich sogar um 65%. Der Quartalsverlust je Aktie verringerte sich um ein Drittel auf 0,14 US-Dollar nach 0,21 US-Dollar im 2. Quartal 2012, enthält allerdings einige Einmalaufwendungen.

 

Diese herausgerechnet, verlor DexCom lediglich 0,02 US-Dollar je Aktie. Die Analysten hatten lediglich einen Quartalsumsatz von 31 Millionen US-Dollar und einen Verlust von 0,15 US-Dollar erwartet.


Im 1. Halbjahr kletterte der Umsatz um gut 50% von 43,5 auf 65,4 Millionen US-Dollar. Der Bruttogewinn stieg um 86% auf 38,4 Millionen US-Dollar und der Nettoverlust belief sich auf 21,2 Millionen US-Dollar oder 0,30 US-Dollar je Aktie nach 28,8 Millionen US-Dollar oder 0,42 US-Dollar je Aktie im 1. Halbjahr 2012.

 

Analysten sind begeistert
Einige Analysten haben nach den Zahlen ihre Kursziele erhöht und Kauf-Empfehlungen für die DexCom-Aktie ausgegeben. Die phantastischen Zahlen und dazu noch die euphorischen Aussichten der Analysten ließen die Aktie nach oben schießen.


Inzwischen haben noch mehr Analysten die Aktie in ihre Beobachtungslisten aufgenommen und sie alle gaben gleich auch noch eine Kauf-Empfehlung für die DexCom-Aktie ab! So US-Analyst Jan Wald. Er zeigt sich begeistert vom Absatzerfolg des kabellosen G4 Platinum-Modells, das von Beginn der Markteinführung an starke Umsätze liefert. Wald meint, das Umsatzwachstum dürfte sich zwar in der zweiten Jahreshälfte, wenn das Produkt ein Jahr auf dem Markt ist, verringern, doch er sei beeindruckt vom bisherigen Umsatzwachstum.

 

Umsatz wird weiter steigen
„Der neue Sensor hat einen starken Anstieg des Umsatzes bewirkt und wir erwarten, dass sich dieses Wachstum fortsetzen wird.“


DexCom sagt, dass das G4 Platinum-System genauer ist als das ältere System SevenPlus, vor allem wenn die Patienten unterzuckert sind. Es hat einen kleineren Sensor und eine größere Reichweite. Außerdem schlägt es Alarm, wenn ein Patient unterzuckert ist und bietet weitere anpassbare Warnmeldungen.

 

Kursziele angehoben
Die Analysten von Raymond James haben ihr Kursziel für DexCom zuletzt von 26 auf 31 US-Dollar und stuften die Aktie mit „outperform“ ein. „Overweight“ heißt es bei den Analysten von JPMorgan Chase und setzen ihr Kursziel auf 32 US-Dollar fest. Auch die Analysten von Wedbush knallen ihr Kursziel nach oben: von 18 auf 31 US-Dollar! Klar, dass da eine „outperform“-Empfehlung nicht fehlen darf.

 

Mehr zu den Unternehmen im Diabetes-Strategie-Musterdepot erfahren Sie unter http://www.diabetesundgeld.de/. Hier können Sie sich auch ein kostenloses Probeexemplar sichern!
 
24.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Diabetes & Geld

 


Diabetes verlangt besondere Mundhygiene

 

 

Hohe Blutzuckerwerte schädigen das Zahnfleisch, deshalb ist vorbeugen so wichtig

 

Zahnprophylaxe ist für Diabetiker besonders wichtig. Längerfristig veränderte Blutzuckerwerte können das Zahnfleisch schädigen und durch Veränderungen im Kiefer zu Zahnlockerungen führen. Aus kleinsten Entzündungen entstehen bei Zuckerkranken leicht schmerzhafte, chronische Wunden.

 

Deshalb, so rät das Patientenmagazin "HausArzt", sollten Diabetiker zweimal jährlich vorbeugend zum Zahnarzt gehen. Zudem muss die tägliche Mundhygiene besonders sorgfältig sein: Mehrmals die Zähne putzen, Zahnseide und ein härtendes Fluorid-Gel benutzen.

 

Das Patienten-Magazin "HausArzt" gibt der Deutsche Hausärzteverband in Kooperation mit dem Wort & Bild Verlag heraus. Die Ausgabe 4/2013 wird bundesweit in Hausarztpraxen an Patienten abgegeben.

 

24.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag

 


Stöger präsentiert Österreichischen Diabetesbericht 2013

 

 

Diabetes gehört zu den am weitesten verbreiteten Zivilisationskrankheiten unserer Gesellschaft. Die Anzahl der Betroffenen wird weltweit auf rund 366 Millionen geschätzt, 53 Millionen alleine in Europa. In Österreich stehen derzeit ca. 430.000 Menschen in Behandlung, wobei man zusätzlich von bis zu 215.000 noch nicht diagnostizierten Fällen ausgeht. Der nun vom Bundesministerium für Gesundheit veröffentlichte Diabetesbericht 2013 liefert im Vorfeld des Weltdiabetestags am 14. November eine aktuelle bundesweite Gesamteinschätzung der Diabetes-Situation in Österreich.

 

Für Gesundheitsminister Alois Stöger gehört Diabetes zu den großen gesundheitspolitischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Er warnt davor, die Krankheit zu unterschätzen: "Diabetes tut nicht weh. Die ersten Symptome werden oft ignoriert und viele Menschen erfahren von ihrer Krankheit erst, wenn eine der Folgeerkrankungen, etwa Herzinfarkt oder Schlaganfall, eingetreten ist. Diabetes ist eine lebensbedrohliche Krankheit, die in unserer Gesellschaft zu wenig ernst genommen wird." Dementsprechend hoch sind seine Erwartungen in den Diabetesbericht: "Ich sehe die Notwendigkeit des Berichts vor allem in einer zusätzlichen Schärfung des Problembewusstseins und einer Verbesserung der Diabetes-Prävention. Zusätzlich liefert uns der Bericht wichtige Entscheidungshilfen zur Strategieentwicklung und zeigt uns Verbesserungspotenziale in der Versorgung auf."

 

Während "Diabetes mellitus Typ 1" zumeist erblich bedingt ist, oder durch Erkrankung bzw. Verlust der Bauschspeicheldrüse verursacht wird, spielen bei "Diabetes mellitus Typ 2" besonders die eigenen Lebensgewohnheiten eine große Rolle. Diese Diabetes-Erkrankung, wäre oftmals vermeidbar. Als Hauptursachen gelten fettreiche Ernährung, ein Mangel an Bewegung sowie Stress und Rauchen. "Ein vernünftiger Lebensstil mit bewusster Ernährung und regelmäßiger Bewegung ist der erste Schritt zur Erhaltung der eigenen Gesundheit", ist Minister Stöger überzeugt. Mit dem Nationalen Aktionsplan Ernährung setzt der Gesundheitsminister daher mit zahlreichen österreichweiten Maßnahmen und Initiativen bei einer gezielten Prävention durch gesunde Ernährung für alle Altersgruppen an.

 

Diabetes mellitus gehört zu den häufigsten Beratungsthemen bei über 65-jährigen Patientinnen und Patienten einer Hausarztpraxis. Derzeit gibt es 95 Diabetes-Ambulanzen für Erwachsene und 36 Einrichtungen speziell für Kinder und Jugendliche. Die Betreuung und Begleitung der PatientInnen erfolgt dabei zumeist den Empfehlungen eines vom Bundesministerium ausgearbeiteten "Disease Management Programms". Das Ziel des aktuellen Programms "Thearpie Aktiv", das bereits in sechs der neun Bundesländer angeboten wird, ist die Verbesserung der Qualität der Betreuung und des Behandlungsablaufes sowie die Verminderung der vorzeitigen Sterblichkeit und von diabetesbezogenen Folgeerkrankungen. Zudem soll durch das Programm die Lebensqualität der teilnehmenden DiabetikerInnen verbessert werden.

 

Denn Diabetes ist eine lebensbegleitende Krankheit. Betroffene sind ab dem Zeitpunkt der Diagnose gezwungen, ihr Leben und viele ihrer Gewohnheiten umzustellen. Gesundheitsförderliche Ernährung, regelmäßige Bewegung und die ständige Kontrolle des eigenen Körpers erfordern dann ein hohes Maß an Gesundheitsbewusstsein und Disziplin. Ein Bewusstsein, dass sich Gesundheitsminister Stöger auch als Prävention bei gesunden Menschen wünschen würde: "Es muss nicht das teure Fitness-Center sein, zeit- und kostensparende Möglichkeiten gibt es im Alltag genug. Schon Kleinigkeiten wie der Verzicht auf Lifte, Rolltreppen oder für kurze Strecken auf das Auto, ein täglicher Spaziergang sowie das Ersetzen süßer Getränke durch Wasser und Tee haben bereits große Auswirkungen auf unseren Körper."

 

Der Bericht steht auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit zum Download zur Verfügung: http://www.bmg.gv.at/

 

23.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Gesundheit Österreich

 


Milch macht Antibiotika unwirksam

 

 

Zwei Stunden vor und nach der Einnahme sind Milch und Milchprodukte tabu

 

Milch wird gerade wegen ihres Kalziumgehaltes empfohlen. Wenn jemand aber Antibiotika einnehmen muss, wird dieses wichtige Mineral zum Problem, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber": Es bildet mit manchen Antibiotika schwer lösliche Verbindungen.

 

Die Medikamente gelangen nicht mehr ins Blut, sondern bleiben im Darm und werden ausgeschieden, ohne ihre Wirkung zu entfalten. Ähnliches geschieht mit Medikamenten gegen Osteoporose und bei Schilddrüsenhormonen. Deshalb sollte man bei all diesen Medikamenten Milch und Milchprodukte wie Joghurt oder Käse nur im Abstand von zwei Stunden vor und nach der Einnahme zu sich nehmen.

 

Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" 10/2013 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

22.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag

 


Schwindende Lust auf Bewegung

 

 

Im Schnitt verbringen Deutsche sieben Stunden täglich sitzend

 

Viele Deutsche sind Bewegungsmuffel. Sie verbringen im Schnitt täglich sieben Stunden im Sitzen. Für Spaziergänge oder Radfahren bleibe gerade mal eine halbe Stunde, berichtet die "Apotheken Umschau" unter Bezug auf eine Studie der Techniker Krankenkasse. Als Grund nennen vor allem Berufstätige und Eltern Zeitmangel. Sport treiben 46 Prozent, das sind zehn Prozent weniger als bei einer Umfrage vor sechs Jahren.

 

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 10/2013 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

20.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag

 


3. Diabetes-Charity-Gala am 24. Oktober im Meistersaal Berlin

 

 

Verleihung des „Thomas-Fuchsberger-Preises“ durch Blacky Fuchsberger

 

Festrede von Johannes Singhammer, MdB

 

Die gemeinnützige und unabhängige Gesamtorganisation diabetesDE –Deutsche Diabetes-Hilfe lädt am 24. Oktober 2013 zum dritten Mal zur Diabetes-Charity-Gala in den Berliner Meistersaal ein und stellt Diabetes und seine Folgeerkrankungen in den Fokus der Öffentlichkeit. Im Rahmen der Gala wird wie in den vergangenen zwei Jahren der „Thomas-Fuchsberger-Preis“ in Anwesenheit von Joachim „Blacky“ Fuchsberger an eine ehrenamtlich tätige Person verliehen, die sich für die Aufklärung über Diabetes engagiert. Darüber hinaus werden Spenden für zwei diabetesDE-Spendenprojekte zur besseren Versorgung von diabetesbetroffenen Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen gesammelt. Geladen sind 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Showbusiness. Durch den Abend führt die TV-Moderatorin Kim Fisher. Die Auftaktrede hält Johannes Singhammer, MdB und Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

 

Diabetes mellitus in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, ist nach 2011 und 2012 auch dieses Jahr wieder erklärtes Ziel der Diabetes-Charity-Gala: „Der Umgang mit der Erkrankung Diabetes, ihre Vorbeugung sowie auch ihre Behandlung, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Denn Diabetes kann jeden treffen - Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen in erwerbsfähigem Alter sowie auch ältere Menschen. Die Folgeerkrankungen des Diabetes belasten schon heute das Gesundheitssystem mit 48 Mrd. Euro pro Jahr“, begründet Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, die Entscheidung, zum dritten Mal eine Diabetes-Charity-Gala zu organisieren. „Mehr als 70000 Euro kamen letztes Jahr im Rahmen der Benefizveranstaltung als Spenden zusammen. Einen solch großen Erfolg wünschen wir uns zugunsten Diabetes-bezogener Projekte auch in diesem Jahr gerne wieder“, so Nicole Mattig-Fabian.

 

Im Rahmen der Gala im Berliner Meistersaal werden wieder zwei Spendenprojekte von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe vorgestellt: Das Projekt „Diabetesberatung auf Rädern“ widmet sich der Beratung von Erwachsenen mit Migrationshintergrund in sozialen Brennpunkten. Das Projekt „Künstliche Bauchspeicheldrüse“ ist ein Forschungsprojekt, welches Kindern und Jugendlichen mit Diabetes Typ 1 langfristig ermöglichen soll, dass eine computergesteuerte Insulinpumpe während der Nacht automatisch die nötige Insulindosis anpasst, während ein Sensor unter der Haut fortwährend den Gewebezucker misst.

 

Höhepunkt der Gala ist wieder die Verleihung des „Thomas-Fuchsberger-Preises“ in memoriam an den vor drei Jahren verstorbenen Sohn von Fernsehlegende „Blacky“ Fuchsberger. Der an Typ 1 erkrankte Thomas Fuchsberger war im Alter von 53 Jahren durch eine Unterzuckerung in einen Bach bei München gestürzt und auf tragische Weise ertrunken. Der Preis wird an eine ehrenamtlich tätige Person verliehen, die sich für die Aufklärung und die praktische Hilfe im Umgang mit der Krankheit einsetzt. Eine unabhängige Jury aus Ärzten, Wissenschaftlern, Diabetesberatern und Betroffenen hat den/die Preisträger/in ausgewählt. Jurypräsident ist Prof. Dr. Hellmut Mehnert, jahrelang behandelnder Arzt von Thomas Fuchsberger. Joachim „Blacky“ Fuchsberger selbst wird den Preis überreichen. Die Laudatio wird die TV-Moderatorin Nina Ruge halten.

 

Für die musikalische Untermalung sorgt die Jazz-Sängerin Jocelyn B. Smith. Darüber hinaus treten jugendliche Teilnehmer des diesjährigen „Diabetes-Teen-Treffs“ mit einem selbst choreographierten Hip-Hop-Tanz auf. Als prominente Paten nehmen Udo Walz, Dr. Carsten Fischer, „Mambo-Kurt“ Dr. Rainer Limpinsel und Kickbox-Weltmeisterin Anja Renfordt die gesammelten Spenden für die gemeinnützigen Projekte entgegen. Als Gäste haben u.a. Sandra Maischberger, die Schauspieler Björn Bugri, Catherine Fleming, Michael Kind und Gotthrad Lange sowie Prinzessin Elna-Margret zu Bentheim sowie die Politiker Dietrich Monstadt, MdB (CDU) und Nicole Maisch MdB (Bündnis 90/Die Grünen) zugesagt.

 

Die Gala ist eine geschlossene Veranstaltung und wurde ausschließlich durch Sponsoring verschiedener Firmen ermöglicht.

 

21.10.2013; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe


Medikamente: Heimliche Nährstoffräuber

 

Häufig eingenommene Medikamente können Nährstoffmängel begünstigen, die in der Praxis oftmals unbeachtet bleiben.

 

Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, greifen Medikamente mitunter tief in den Stoffwechsel des Körpers ein. Nicht selten beeinträchtigen diese dabei auch die Aufnahme, Funktion oder Verstoffwechselung von Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders bei einer Langzeittherapie können mehr oder weniger spezifische Mangelanzeichen auftreten. Allerdings ist nur wenigen bewusst, dass diese Symptome von einer medikamentenbedingten Nährstoffunterversorgung herrühren können.

 

Die zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzten Angiotensin-Rezeptorblocker können das Geschmacksempfinden für bitter und sauer verändern. Verantwortlich hierfür ist möglicherweise eine vermehrte Zinkausscheidung verbunden mit einem Zinkmangel innerhalb der Zellen. Die gleichzeitige Gabe von Thiaziddiuretika verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Erschwerend liegen neben dem Bluthochdruck häufig auch Erkrankungen wie Diabetes oder eine chronische Herzinsuffizienz vor, die ebenfalls den Zinkstoffwechsel beeinträchtigen.

 

Symptome wie Geschmacksstörungen, eine schlechte Wundheilung oder eine verstärkte Infektanfälligkeit können auf eine behandlungsbedürftige Zinkunterversorgung verweisen. Der Blutspiegel gibt hingegen nur vage Auskunft über den Versorgungsstatus.

 

Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol gehören zu den am häufigsten verordneten Medikamenten. Bedenklich dabei ist, dass eine Vielzahl der Patienten Magensäurehemmer rein prophylaktisch und ohne erkennbare medizinische Notwendigkeit schluckt. Durch die verringerte Säurebildung steigt der pH-Wert im Magen, wodurch weniger Vitamin B12 aus den Speisen freigesetzt wird. Das Risiko einer Unterversorgung besteht besonders bei Senioren, bei denen die Vitamin B12-Verwertung bereits altersbedingt gestört ist. Nach jahrelanger Therapie können durchaus neurologische Symptome auftreten. Gleichzeitig beeinträchtigt der Säuremangel im Magen auch die Aufnahme von Vitamin C und Eisen aus der Nahrung.

 

Ein kleiner Teil der Patienten, die zur Behandlung ihres hohen Cholesterinspiegels Lipidsenker einnehmen, leiden unter Muskelschmerzen und Krämpfen. Zu den Ursachen der Statin-bedingten Myopathie existieren weitgehend nur Theorien. Neuere Forschungsergebnisse deuten jedoch auf eine Interaktion zwischen Nährstoffen und Medikament hin. So finden sich in Muskelzellen von Patienten mit Statinmyopathie unter anderem niedrigere Gehalte an Coenzym Q10, einer vitaminähnlichen Substanz, die an der Energiebereitstellung im Muskel beteiligt ist. Ebenso sind häufig niedrige Vitamin-D-Spiegel nachweisbar. Im Gegenzug verschwinden die Muskelbeschwerden bei einem Großteil der Betroffenen durch Gabe von Vitamin D-Präparaten wieder.

 

Quelle: Samaras D et al.: Effects of widely used drugs on micronutrients: a story rarely told. Nutrition; 29(4):605-10: 2013

 

17.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.


Das Immunsystem als Sinnesorgan - Positive Bilanz: Das Exzellenzcluster „ImmunoSensation“ an der Universität Bonn wird seit einem Jahr gefördert

 

Ein Jahr nach dem Start der Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist die Bilanz des Exzellenzclusters „ImmunoSensation“ an der Universität Bonn außerordentlich positiv: Es verfolgt in der Erforschung des Immunsystems neue Ansätze. Die Wissenschaftler arbeiten an neuen Ansatzpunkten für die Therapien von Volkskrankheiten - von der Atherosklerose über Diabetes bis zur Neurodegeneration und Krebserkrankungen. Beim Cluster Science Day am Dienstag, 22. Oktober, im Forschungszentrum caesar stellen junge Wissenschaftler des Exzellenzclusters ihre Ergebnisse vor. Medienvertreter sind herzlich eingeladen, zwischen 10.30 und 11 Uhr mit den Wissenschaftlern zu sprechen.

 

Das Immunsystem bekämpft Krankheitserreger, die in den Organismus eindringen. Es kann aber auch selbst Krankheiten auslösen - wie zum Beispiel Entzündungen, Tumore und Diabetes. „Jenseits der klassischen Immunologie begreifen wir das Immunsystem als ein Sinnesorgan, das nicht nur auf Immunzellen begrenzt ist, sondern etwa auch mit dem Nervensystem und dem Stoffwechsel vielfältig verknüpft ist“, sagt der Sprecher des Exzellenzclusters, Prof. Dr. Gunther Hartmann vom Institut für Klinische Chemie und Klinische Pharmakologie der Universität Bonn. Damit entwickelt sich das Verständnis vom angeborenen Immunsystem weit über die Grenzen der klassischen Immunologie hinaus.

 

Bündelung der Expertise über die Immunologie hinaus

Deshalb bündelt das Exzellenzcluster ImmunoSensation die Expertise der Immunologie, Neurobiologie, der molekularen Sensorik und der Mathematik. Das Cluster wird von der Exzellenzinitiative in einer ersten Laufzeit von fünf Jahren mit insgesamt 28 Millionen Euro gefördert. Es handelt sich dabei um ein gemeinschaftliches Projekt der Medizinischen Fakultät und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn, dem mit der Max-Planck-Gesellschaft assoziierten Institut caesar und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). „Das Exzellenzcluster leistet einen nachhaltigen Beitrag zum Verständnis immunosensorischer Prozesse und zur Identifizierung neuer therapeutischer Ansätze“, sagt der stellvertretende Sprecher, Prof. Dr. Waldemar Kolanus vom Institut für Molekulare Biomedizin (LIMES) der Universität Bonn.

 

Zahlreiche Partner arbeiten weltweit zusammen

Das neue Exzellenzcluster ImmunoSensation hat Strahlkraft weit über die Bonner Region hinaus. Weltweit sind mehr als 2000 Wissenschaftler beteiligt. Zu den internationalen Partnern zählen unter anderem Wissenschaftler der Hebrew University in Jerusalem (Israel), der Harvard Medical School (USA), der Waseda University Tokyo (Japan) und der Monash University Clayton (Australien).

 

International sichtbare Forschungs- und Ausbildungseinrichtung

Mit Exzellenzclustern sollen im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder an deutschen Universitäten international sichtbare und konkurrenzfähige Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen etabliert und dabei die gebotene Vernetzung und Kooperation ermöglicht werden. Dazu zählt auch, für den wissenschaftlichen Nachwuchs exzellente Förder- und Karrierebedingungen zu schaffen. Der Cluster Science Day am 22. Oktober 2013 im Forschungszentrum caesar soll junge Wissenschaftler zusammen bringen und ihre Vernetzung fördern. 22 Studenten erhalten die Gelegenheit, am Cluster Science Day einen Vortrag zu halten. Für die besten Vorträge werden Preise vergeben. Medienvertreter sind herzlich eingeladen, von 10.30 bis 11 Uhr mit den Wissenschaftlern zu sprechen.

 

Informationen zum Exzellenzcluster ImmunoSensation im Internet: http://www.immunosensation.de/

 

17.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn


Frauen nach den Wechseljahren: Welches Gewicht ist optimal, um Knochenbrüche zu vermeiden?

 

Der Knochenschwund, auch Osteoporose genannt, betrifft in Deutschland über sechs Millionen Menschen. Frauen nach den Wechseljahren sind besonders betroffen. Jährlich erkranken rund 885 000 Menschen neu. Jeder zweite Betroffene erleidet innerhalb von vier Jahren mindestens einen Knochenbruch. Was viele nicht wissen, ist, dass das Körpergewicht einen großen Einfluss auf die Entstehung von Knochenbrüchen hat. Eine große internationale Studie mit postmenopausalen Frauen untersuchte, welchen Einfluss Gewicht, Body-Mass-Index (BMI) und Körpergröße auf das Knochenbruchrisiko und die Stelle des Knochenbruchs haben.

 

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Fettpolster auf der Hüfte einen gewissen Schutz vor einem Oberschenkelhalsbruch gewähren. Als Erklärung mögen unter anderem auch ganz einfach biomechanische Momente dienen, meint Professor Dr. med. Dr. h. c. Helmut Schatz, DGE-Mediensprecher aus Bochum: „Schlanken Frauen fehlen über den Knochen oft die Polster, welche die Wucht des Aufpralls abfangen.“ Die „Global Longitudinal Study of Osteoporosis in Women“, kurz GLOW, liefert weitere Erkenntnisse zu dem Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Brüchen im internationalen Vergleich. Mehr als 50 000 Frauen über 50 Jahre aus zehn Ländern, darunter Deutschland, nahmen teil. Die Frauen füllten über drei Jahre jedes Jahr einen Fragebogen zu aktuellen und früheren Knochenbrüchen aus. Die Angaben wurden dann zu Körpergröße, Körpergewicht und dem Body-Mass-Index (BMI) in Beziehung gesetzt. Fast sieben Prozent der Frauen erlitten während der Zeit einen Knochenbruch. Ein wichtiger Einflussfaktor in der Studie war der BMI, der aus dem Körpergewicht in Kilo geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Meter bestimmt wird. Als Normalwert gelten 18,5 bis 25,0 kg/m2.

 

Je niedriger der BMI war, desto häufiger traten Wirbelkörperbrüche, Schenkelhalsbrüche und Unterarmbrüche auf. „Untergewicht ist ein Risikofaktor für Osteoporose und begünstigt osteoporotische Brüche“, so Professor Pfeilschifter, Mituntersucher der GLOW-Studie und Mitglied im Beirat der Sektion Osteologie der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie. Interessant ist auch die Beobachtung der GLOW-Studie, dass die Körpergröße einen Einfluss auf das Knochenbruchrisiko hat. „Bei Oberarm-, Schulter- und Schlüsselbeinbrüchen zeigte sich, dass das Risiko mit einer höheren Körpergröße – anders als eigentlich erwartet – abnahm“, sagt Professor Pfeilschifter.

 

Bei den Frauen mit einem BMI größer 30 waren osteoporotische Brüche in der GLOW-Studie zwar etwas seltener als bei den Frauen mit einem BMI zwischen 18,5 und 30. Die Zahl aller Knochenbrüche war in beiden BMI-Kategorien aber ähnlich hoch, da mit steigendem Körpergewicht Brüche anderer Knochen, vor allem Knöchelbrüche, häufiger auftraten. Bei den übergewichtigen Frauen war auch die durchschnittliche Dauer eines Krankenhausaufenthalts bei einem Bruch länger als bei den normalgewichtigen Frauen. Außerdem nimmt bei einem Übergewicht das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu“, sagt Professor Schatz. Optimal zur Vermeidung von Knochenbrüchen scheint somit ein normaler Body Mass Index zu sein. Professor Schatz rät schlanken Frauen nach den Wechseljahren, sich ihres zusätzlichen Risikos bewusst zu sein und deshalb rechtzeitig eine Risikoabschätzung für eine Osteoporose vornehmen zu lassen.

 

Literatur:
Juliet E Compston et al. Relationship of Weight, Height, and Body Mass Index with Fracture Risk at Different Sites in Postmenopausal Women: The Global Longitudinal study of Osteoporosis in Women (GLOW). Journal of Bone and Mineral Research 2013; doi: 10.1002/jbmr.2051

 

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Endokrinologie ist die Lehre von den Hormonen, Stoffwechsel und den Erkrankungen auf diesem Gebiet. Hormone werden von endokrinen Drüsen, zum Beispiel Schilddrüse oder Hirnanhangdrüse, aber auch bestimmten Zellen in Hoden und Eierstöcken, „endokrin“ ausgeschüttet, das heißt nach „innen“ in das Blut abgegeben. Im Unterschied dazu geben „exokrine“ Drüsen, wie Speichel- oder Schweißdrüsen, ihre Sekrete nach „außen“ ab.

 

17.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)


Erstes Krankenhaus in Deutschland für die Behandlung bei Nebendiagnose Diabetes zertifiziert

 

Deutsche Diabetes Gesellschaft zeichnet das Jüdische Krankenhaus Berlin aus

 

Jährlich werden etwa zwei Millionen Diabetespatienten in einer Klinik behandelt. Sie wollen sicher sein, dass ihre Grunderkrankung kompetent berücksichtigt wird, auch wenn sie sich etwa wegen eines Eingriffs an Hüfte oder Herz in eine Klinik begeben, die über keine diabetologische Fachabteilung verfügt. Sie möchten sich darauf verlassen können, dass ihr Blutzuckerspiegel bedarfsgerecht überwacht wird, die Narkose auf ihre Diabeteserkrankung abgestimmt ist oder Notfallequipment für den Fall einer Blutzucker-Entgleisung bereit steht.

 

Diesen Patienten bietet die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) mit dem Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ ab sofort eine nützliche Orientierung: So hilft das Zertifikat Ärzten und Patienten bei der Wahl der richtigen Klinik. Als erste Einrichtung in Deutschland zertifiziert die DDG am Dienstag, 15. Oktober 2013 das Jüdische Krankenhaus Berlin.

 

Bei einer Behandlung im Krankenhaus ist es wichtig, bei jedem Patienten die genaue Vorgeschichte, Grunderkrankungen oder Allergien zu erfassen. Bei Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, ist dies besonders bedeutend. Das neue Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ hat das Ziel, die Qualität der Behandlung für Menschen mit der Nebendiagnose Diabetes zu verbessern und damit ein Defizit in der stationären Behandlung zu beheben. Drei der zu erfüllenden Kriterien sind besonders wichtig: Es muss ein diabetologisch versierter Arzt zur Verfügung stehen, Pflegekräfte müssen diabetologisch geschult sein und es muss gewährleistet sein, dass die Blutzuckerwerte bei jedem Patienten geprüft werden.

 

Als erste Klinik in Deutschland erhält das Jüdische Krankenhaus Berlin dieses Zertifikat. Peggy Meyer, Ärztliche Leiterin des Zentrums für Gastroenterologie und Diabetologie: „Wir haben an unserer Klinik ein routinemäßiges Screening auf erhöhte Glukosewerte. Bei jedem neu aufgenommenen Patienten wird sofort Blut abgenommen und die Blutzuckerwerte werden bestimmt.“ Damit werden nicht nur die Diabetespatienten klar identifiziert, sondern auch die, deren Diabetes bislang unentdeckt geblieben ist. Für diese Patienten bietet das Jüdische Krankenhaus Berlin auch gleich Schulungen an. „Wie man Blutzucker richtig misst, wie man die Ernährung umstellen kann oder sich selbst Insulin spritzt –all das erklären unsere Diabetesberaterinnen und Diabetesassistentinnen den Betroffenen bereits während des stationären Aufenthalts“, ergänzt die Diabetologin. Hier ist die Berliner Einrichtung sogar noch besser als es die Kriterien für die Zertifizierung verlangen. Es ist wünschenswert, aber nicht Bedingung, dass eine Diabetesassistentin oder Diabetesberaterin in der Klinik beschäftigt ist.

 

DDG Präsident PD Dr. med. Erhard Siegel bilanziert: „Das Jüdische Krankenhaus Berlin hat eine fächerübergreifende Diabeteskompetenz. Die bereits standardisierten Abläufe sind vorbildlich. Das ist eine Klinik, die die Nebendiagnose Diabetes ihrer Patienten ernst nimmt und bestmöglich berücksichtigt.“ Davon profitieren vor allem die Patienten. Ein gut eingestellter Diabetes trage dazu bei, die Komplikationsraten wie Nierenversagen, Lungenentzündung und Wundheilungsstörungen zu senken, ergänzt die Ärztin.

 

Interessant ist das neue Zertifikat für jede Klinik und jedes Krankenhaus in Deutschland. Die zertifizierte Klinik darf den Titel „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ für drei Jahre tragen, danach muss sie sich rezertifizieren lassen. Weitere Informationen zum Zertifikat, ein Antragsformular und eine Checkliste finden sich unter http://www.ddg.info/ oder können bei der DDG Geschäftsstelle angefordert werden.

 

11.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)


Menschen mit Diabetes brauchen keine besonderen Ernährungs- und Lebensstilempfehlungen

 

Ergebnisse einer großen Langzeit-Beobachtungsstudie weisen darauf hin, dass Menschen mit Diabetes keine anderen Ernährungs- und Lebensstilempfehlungen benötigen als die breite Öffentlichkeit. Nach diesen neuen Studiendaten profitieren sie sogar mehr von den üblichen Empfehlungen als nicht an Diabetes erkrankte Menschen. Diewertje Sluik, welche die wissenschaftlichen Arbeiten am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in der Abteilung Epidemiologie durchführte, publizierte zusammen mit ihren Kollegen ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Diabetologia (Sluik, D. et al.; 2013; DOI 10.1007/s00125-013-3074-y).

 

In der neuen Studie untersuchten die Wissenschaftler, ob sich die Zusammenhänge zwischen Lebensstilfaktoren und Sterblichkeitsrisiko zwischen Menschen mit und ohne Typ-2-Diabetes unterscheiden.

 

Basis für die Analyse bildeten die Daten der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC), eine der größten europäischen Ernährungsstudien, die seit 1992 die Zusammenhänge zwischen Lebensstil und dem Entstehen chronischer Krankheiten untersucht. Die Wissenschaftler werteten die Daten von 6.384 Studienteilnehmern mit Diabetes und 258.911 Personen ohne Diabetes aus. Dabei berechneten die Epidemiologen sowohl bei den Menschen mit Diabetes als auch bei den nicht an Diabetes erkrankten Personen, welche Zusammenhänge zwischen dem Sterblichkeitsrisiko und dem Body-Mass-Index bzw. dem Taillen-Körperlängen-Quotienten, 26 Lebensmittelgruppen, dem Alkoholkonsum, der körperlichen Aktivität und dem Raucherstatus bestehen.

 

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Menschen mit Diabetes im Vergleich zu Personen ohne Diabetes generell ein um 62 Prozent höheres Sterblichkeitsrisiko hatten. Wie sie auch zeigen konnten, beeinflussten in beiden Gruppen jedoch nahezu die gleichen Faktoren das Sterblichkeitsrisiko. So waren Rauchen, eine geringe körperliche Aktivität, ein hoher Alkoholkonsum, ein hohes Gewicht, eine obst- und gemüsearme sowie fett- und fleischwarenreiche Ernährung mit einem erhöhten Sterblichkeitsrisiko verbunden. Die beiden Personengruppen unterschieden sich zwar bei den einzelnen Risikofaktoren hinsichtlich der Stärke der beobachteten Beziehungen, jedoch nicht hinsichtlich der Richtung der Risikobeziehung. Bei den an Diabetes erkrankten Menschen fiel auf, dass sich der Verzehr von Obst, Hülsenfrüchten, Nüssen, Nudeln, Geflügel und Pflanzenöl besonders positiv auf ihr Sterberisiko auswirkte.


„Die Studie ist ein Anhaltspunkt dafür, dass die Empfehlungen für eine gesunde Lebensweise für Menschen mit und ohne Diabetes die gleichen sein sollten“, so die Autoren. Sie weist aber auch darauf hin, dass Personen mit Diabetes sich stärker mit ihrer Ernährung auseinandersetzen sollten, da ihr Sterberisiko zum einen größer ist als das der nicht erkrankten Menschen und zum anderen sich der Verzehr einiger Lebensmittelgruppen bei ihnen besonders günstig auswirkt. „Mit dieser Studie haben wir einen weiteren Hinweis bekommen, dass eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise vielfältige positive Wirkungen besitzt und dass diese Einsicht auch für schon Erkrankte gilt“, sagt Heiner Boeing, Leiter der Abteilung Epidemiologie am DIfE sowie der Potsdamer EPIC-Studie.

 

Hintergrundinformation:

Die EPIC-Studie ist eine prospektive Studie, die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Krebs und anderen chronischen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes untersucht. An der EPIC-Studie sind 23 administrative Zentren in zehn europäischen Ländern mit insgesamt 519.000 Studienteilnehmern im Erwachsenenalter beteiligt. Die Potsdamer EPIC-Studie ist mit mehr als 27.000 Teilnehmern ein Teil der EPIC-Studie.

 

Das DIfE ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es erforscht die Ursachen ernährungsbedingter Erkrankungen, um neue Strategien für Prävention, Therapie und Ernährungsempfehlungen zu entwickeln. Forschungsschwerpunkte sind dabei Adipositas (Fettsucht), Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Näheres unter http://www.dife.de. Das DIfE ist zudem ein Partner des 2009 vom BMBF geförderten DZD. Näheres unter http://www.dzd-ev.de.

 

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Wissenschaftscampi –, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 16.500 Personen, darunter 7.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,4 Milliarden Euro. Näheres unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de/.

 

Kontakt:

Dr. Diewertje Sluik
Abteilung Epidemiologie
Deutsches Institut für Ernährungsforschung
Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Tel.: +31 (0)317 485953
E-Mail: Diewertje.Sluik@wur.nl

 

apl. Prof. Dr. Heiner Boeing
Abteilung Epidemiologie
Deutsches Institut für Ernährungsforschung
Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Arthur-Scheunert-Allee 114-116
14558 Nuthetal/Deutschland
Tel.: +49 (0)33200 88 – 2711
E-Mail: boeing@dife.de

 

15.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke


Viel zu süßes Kindermüsli


Warum man dem Nachwuchs das gesunde Frühstück am besten selbst mischt

 

Wer seinem Kind morgens ein Müsli servieren möchte, sollte dies selbst zusammenstellen. Fertige Kindermüslis sind in der Regel viel zu stark gesüßt, berichtet die "Apotheken Umschau".

 

Nach Angaben von Wissenschaftlern der Universität Hohenheim stecken in 100 Gramm Kindermüsli durchschnittlich 28 Gramm Zucker - zehn Gramm mehr als in anderen Müslis. Die Alternative sind Bio-Müslis. Diese wiesen deutlich weniger Süße auf als konventionelle Produkte.    

 

Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 10/2013 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

15.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Experten fordern bessere Informationen und Wirksamkeitsnachweise bei Präventionsprogrammen


Präventions-Symposium der Bundesärztekammer in Berlin

 

Auf dem Symposium „Prävention: Wirksamkeit und Stellenwert“ der Initiative zur Versorgungsforschung des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer diskutierten Experten aus dem Gesundheitswesen am vergangenen Freitag über biologische, psychische und soziale Einflussfaktoren, die vor allem bei der Prävention von chronischen Erkrankungen von Bedeutung sind. „Die Zahl chronisch erkrankter Patienten steigt und darauf müssen wir mit neuen Konzepten in der Prävention eingehen. Wir müssen verstärkt über mögliche Risikofaktoren informieren und wir müssen die Möglichkeit erhalten, eingehender zu beraten“, so Dr. Martina Wenker, Vize-Präsidentin der Bundesärztekammer. Allein auf die Angebote zur Krebsfrüherkennung abzuheben, sei zu wenig. „Prävention in einer Gesellschaft des langen Lebens erfordert Nachhaltigkeit“, sagte Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein und Vorsitzender des Ausschusses „Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation“ der Bundesärztekammer. „Wir verfolgen das Ziel, dass die präventiven Möglichkeiten von den Menschen akzeptiert und tatsächlich genutzt werden.“

 

Und es sei wichtig, dass man anhand von Qualitätskriterien und Wirksamkeitsnachweisen effektive und nicht-effektive Programme unterscheiden kann, mahnte Prof. Dr. Fred Zepp, Leiter des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Mitglied des Vorstandes des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer. Auch wenn es gerade bei Kindern schwierig sei, die direkte Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen zu messen, dürfe man bei den Bemühungen um Evaluation nicht nachlassen.

 

Gerade bei der Auswertung der wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Entwicklung, Umsetzung und Erfolgskontrolle medizinischer Präventionsprogramme komme der Versorgungsforschung eine wesentliche Bedeutung zu.

 

In weiteren Vorträgen des unter der wissenschaftlichen Koordination von Henke, Zepp sowie Prof. Dr. Dr. Peter C. Scriba, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats, durchgeführten Symposiums der Initiative zur Versorgungsforschung nahmen die Experten eine Bestandsaufnahme von Präventionsprogrammen aus unterschiedlichen Gebieten wie Schwangerschaftsvorsorge oder HIV-Vorbeugung vor und diskutierten Zukunftsstrategien zur Verbesserung von Vorsorgemaßnahmen.

 

So referierte Dr. Karl-Josef Eßer, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, über mögliche neue Kooperations-Strukturen. Bei jungen Patienten gebe es eine Vielzahl neuer Krankheitsbilder wie Übergewicht, funktionale Entwicklungsstörungen oder Mediensucht, die durch präventive Maßnahmen beeinflusst werden könnten. Hier müsse eine bessere Begleitung für hilfebedürftige Familien geschaffen werden. Nicht zuletzt um die Ärzte zu entlasten, müssten strukturenübergreifende Lösungen gefunden werden. Dies beinhalte eine stärkere Einbeziehung von Jungendamtsmitarbeitern, Familienhebammen und -krankenschwestern sowie Mitarbeitern freier Träger, so Eßer.

 

14.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Bundesärztekammer


Forschungspreis der Deutschen Adipositas-Gesellschaft für Leipziger Wissenschaftlerin

 

Den Forschungspreis der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) erhielt während der Jahrestagung in Hannover Dr. Nora Klöting. Die Wissenschaftlerin der Universität Leipzig erhielt die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre herausragenden Studien in der Fettgewebeforschung am Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen.

 

Privatdozentin Nora Klöting und ihr Forscherteam konnten durch genetische Analysen an Modelltieren zeigen, dass ein bisher unbekannter Stoff aus den Fettzellen und der Leber, der Faktor Repin1, das Wachstum von Fettzellen und somit die Ausprägung einer Adipositas beeinflusst. Je mehr Repin1 produziert wird, umso mehr Körperfett und größere Fettzellen treten auf. Klötings Arbeit trägt dazu bei, die Entstehung der Adipositas und ihrer Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes oder erhöhte Blutfette besser zu verstehen und Ansatzpunkte für zukünftige Therapien aufzuzeigen.

 

Bereits in ihrer Dissertation beschäftigte sich die 36-jährige Humanbiologin mit genetischen Analysen an Modelltieren und Adipositas-bedingten Stoffwechselstörungen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) zeichnete ihre Arbeiten mehrfach aus. Im vergangenen Jahr habilitierte Klöting zur "Rolle von Repin1 in der Ausprägung einer Adipositas" im Fachgebiet Experimentelle Medizin. Seit 2010 leitet sie die Leipziger IFB-Nachwuchsforschungsgruppe im Bereich Tiermodelle und Adipositas.

 

An der diesjährigen Tagung der DAG in Hannover war das IFB mit einem Symposium sowie zahlreichen wissenschaftlichen Beiträgen beteiligt. 2014 wird die Jahrestagung der Fachgesellschaft in Leipzig stattfinden.

 

08.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Universität Leipzig


Mexiko geht aus dem Leim

 

Das mittelamerikanische Land löst die USA mit den meisten Fettleibigen ab

 

Mehr als ein Drittel aller Mexikaner sind fettleibig - so viele wie in  keiner anderen Industrienation, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Bislang nahmen die USA diesen Spitzenplatz ein.

 

Neben Junk Food, das auch in Mexiko die traditionelle Küche immer mehr verdrängt, spiele vermutlich der Konsum zuckerhaltiger Softdrinks eine wichtige Rolle. Der Pro-Kopf-Verbrauch beträgt in Mexiko rund 163 Liter pro Jahr.

 

Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" 10/2013 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

08.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Evotec und Harvard University erforschen gemeinsam die Wirkung enteroendokriner Signale auf Stoffwechselwege

 

Evotec AG (Frankfurter Wertpapierbörse: EVT, TecDAX, ISIN: DE0005664809) gab heute eine zweite Forschungskooperation mit dem Labor von Doug Melton bekannt, Xander University Professor im Department of Stem Cell and Regenerative Biology an der Harvard University, Scientific Co-Director des Harvard Stem Cell Institute und Forscher am Howard Hughes Medical Institute. Ziel der Kooperation TargetEEM (Enteroendocrine Mechanisms) ist die Identifizierung neuer enteroendokriner Signalübertragungswege, Signale und Mechanismen, die für die Regulierung wichtiger metabolischer Stoffwechselprozesse verantwortlich sind und krankheitsmodifizierendes Potenzial für Diabetes-Patienten haben. Evotecs erste Zusammenarbeit mit dem Labor von Doug Melton konzentriert sich auf die Betazellregenration.

 

Weltweit sind mehrere hundert Millionen Menschen von Typ 2 Diabetes betroffen. Vorherrschende Behandlungsmethoden mit Insulin und Insulin-Sensitizern helfen Patienten zwar enorm, doch greifen sie weder die Ursache an noch halten sie das Fortschreiten der Krankheit auf.

 

Im Rahmen der Kooperation TargetEEM werden umfassende Screenings von Harvard und Evotec durchgeführt. Diese zielen darauf ab, neue Signalübertragungswege und Zielstrukturen zu entdecken, die das Potenzial haben, die pathophysiologische Entstehung von Insulinresistenz und metabolischer Entgleisung zu beeinflussen. Die Forschung basiert auf der Kombination krankheitsrelevanter Tiermodelle mit Transkriptions- und proteomischen Profiling-Plattformen, die von beiden Partnern in die Kooperation eingebracht werden. Harvard und Evotec starten eine hochintegrierte Zusammenarbeit und teilen sich zukünftige kommerzielle Erfolge.

 

Dr. Cord Dohrmann, Chief Scientific Officer von Evotec, kommentierte: 'Die Häufigkeit von Stoffwechselerkrankungen, insbesondere Diabetes, steigt weiterhin an. Sie sind nicht nur eine erhebliche Gefährdung für Patienten, sondern stellen die weltweiten Gesundheitssysteme vor enorme Herausforderungen. Daher sind wir sehr erfreut über diese zweite Zusammenarbeit mit dem Labor von Doug, die darauf abzielt, neue Wege zu beschreiten und neue enteroendokrine Mechanismen mit krankheitsmodifizierendem Potenzial zu identifizieren.'

 

'Diese Kooperation zwischen Harvard und Evotec, die zweite im Bereich metabolischer Erkrankungen, profitiert von unserer ausgezeichneten Zusammenarbeit und gemeinsamem Interesse, die Krankheitsmechanismen, die diesem gravierenden Gesundheitsproblem zugrunde liegen, zu entschlüsseln', fügte fügte Dr. Vivian Berlin, Director Business Development in Harvard's Office of Technology Development hinzu.

 

Finanzielle Details der Kooperation wurden nicht bekannt gegeben.

 

ÜBER DIABETES
Diabetes Mellitus ist eine chronische, behindernde Erkrankung, die mit schwerwiegenden lebenslangen Bedingungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen, Nervenschäden und Augenerkrankungen verbunden ist, die der intensiven Beobachtung und Kontrolle bedürfen. Diabetes wird durch relativen bzw. vollständigen Rückgang der Insulinproduktion und -sekretion durch pankreatische Betazellen hervorgerufen. Eine weitere Ursache für Diabetes liegt in der reduzierten Wirksamkeit des ausgeschütteten Insulins als Folge der sukzessiven Abnahme der Insulinsensitivität der Zielzellen (Insulinresistenz). Diabetes ist derzeit noch unheilbar und es sind nur symptomatische Behandlungsoptionen verfügbar. Die häufigsten Typen von Diabetes sind Typ 1 und Typ 2. Derzeit haben ca. 90-95% der Diabetes-Kranken Typ 2 Diabetes. Daten der International Diabetes Foundation zufolge sind weltweit ungefähr 371 Millionen Menschen mit Diabetes diagnostiziert (2011: 366 Millionen). Weitere 187 Millionen Menschen sind zwar noch nicht mit Diabetes diagnostiziert, bergen aber ein erhöhtes Krankheitsrisiko und sehen sich kostspieligen und lähmenden Diabetes-Komplikationen gegenüber. Schätzungsweise 4,8 Millionen Menschen werden bis Ende 2012 an Diabetes gestorben sein (2011: 4,0 Millionen). Im Jahr 2012 wurden etwa 471 Mrd. $ für die Behandlung von Diabetes ausgegeben (2011: 465 Mrd. $).

 

ÜBER HARVARD UNIVERSITY'S OFFICE OF TECHNOLOGY DEVELOPMENT
Das Harvard Office of Technology Development ('OTD') ist verantwortlich für alle Aktivitäten bezüglich Evaluierung, Patentierung und Lizensierung neuer Erfindungen und Entdeckungen, die aus der Universität und der medizinischen Schule von Harvard hervorgehen. Das OTD trägt auch dazu bei Harvard Technologien durch den Abschluss von Forschungskollaborationen mit der Industrie weiterzuentwickeln. Die Aufgabe von OTD ist es, öffentliches Gut zu fördern, in dem es Innovation fördert und versucht, neue Harvard Erfindungen in nützliche Produkte umzusetzen und so zum Wohl der Allgemeinheit beizutragen.

 

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Diese Pressemitteilung enthält bestimmte vorausschauende Angaben, die Risiken und Unsicherheiten beinhalten. Derartige vorausschauende Aussagen stellen weder Versprechen noch Garantien dar, sondern sind abhängig von zahlreichen Risiken und Unsicherheiten, von denen sich viele unserer Kontrolle entziehen, und die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von denen abweichen, die in diesen zukunftsbezogenen Aussagen in Erwägung gezogen werden. Wir übernehmen ausdrücklich keine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen hinsichtlich geänderter Erwartungen der Parteien oder hinsichtlich neuer Ereignisse, Bedingungen oder Umstände, auf denen diese Aussagen beruhen, öffentlich zu aktualisieren oder zu revidieren.

 

10.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Evotec AG


Köln Marathon: Läufer treten gegen ihren Diabetes an

 

Chronisch krank und dann einen Marathon laufen? Was für viele Menschen ein Widerspruch ist, machen 120 Läufer jetzt wahr. Ihre Motivation: Mit Sport selbst etwas gegen ihre Zuckerkrankheit tun. So starten am kommenden Sonntag Diabetiker aus dem gesamten Bundesgebiet beim Köln Marathon und beweisen sich und der Welt, welche Strecken sie trotz Krankheit und Übergewicht absolvieren können - von 5.000 Metern bis zur Marathon-Distanz von 42 Kilometern. Möglich macht dies ein spezielles Bewegungs-Programm, das die Techniker Krankenkasse (TK) unterstützt.

 

Mit dabei ist die 55-jährige Elisabeth Patsalias. Vor ein paar Jahren noch war es für sie undenkbar, an so einem Event teilzunehmen. "Ich hatte gar keine Lust mich zu bewegen", berichtet sie. Dann der Schock: Vor zweieinhalb Jahren stellte der Arzt  einen zu hohen Blutzucker fest. Die Diagnose: Diabetes Typ-2. An dieser Form erkranken nicht mehr nur ältere, sondern zunehmend auch jüngere übergewichtige Menschen. Für die Hamburgerin war sofort klar: "Jetzt muss ich etwas tun." Ein halbes Jahr lang trainierte sie gemeinsam mit ihrer Gruppe.

 

Jetzt packt sie ihre Sportsachen und reist von Hamburg nach Köln mit einem festen Ziel vor Augen: die fünf Kilometer Distanz zu schaffen. Dabei geht es jedoch nicht um Höchstleistungen: An oberster Stelle steht die Gesundheit. Deshalb betreuen Ärzte-Teams die Läufer und kontrollieren regelmäßig den Blutzucker.

 

"Gerade bei Diabetes ist Sport die beste Therapie", weiß Klaus Rupp. Er leitet das TK-Versorgungsmanagement, ein rund 40-köpfiges Team, das fortlaufend neue Leistungen sucht und erprobt - so auch das Diabetes Programm Deutschland. "Die Läufer sehen beim Training schnell erste Erfolge",  berichtet Rupp. "Ihre Langzeitzuckerwerte verbessern sich, sie verlieren an Gewicht, halten längere Strecken durch und manche benötigen weniger bis keine Medikamente mehr". Außerdem stehe das Training einem direkten Erfolgsziel gegenüber: dem Marathon. Das motiviere zusätzlich, so Rupp. Aus diesem Grund ist die TK nicht nur offizieller Projektpartner, sondern übernimmt für ihre Versicherten auch die Teilnahmegebühren.   

 

Und so funktioniert das Programm:  Zweimal wöchentlich treffen sich deutschlandweit rund 200 Diabetiker und laufen gemeinsam mit ihrer Trainingsgruppe gegen den Zucker an. Immer mit dabei sind ausgebildete Trainer. 120 Läufer sind nun in Köln am Start. Für sie ist der anstehende Marathon das große Finale.

 

Und schon bald ertönt der nächste Startschuss: "Auch 2014 wollen wir das Programm wieder durchführen und sogar noch weiter ausbauen", kündigt Mark Spiller an. Er koordiniert das Diabetes Programm Deutschland.  "Bisher trainieren unsere Teilnehmer in Köln, Bonn, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Minden, Meppen, Magdeburg und Heidelberg. Nächstes Jahr sollen noch weitere Städte hinzukommen."

 

Weitere Informationen zu dem Programm gibt es unter http://www.tk.de/ (Webcode: 509648) sowie in einem Film auf YouTube.

 

09.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Techniker Krankenkasse


Übergewicht von Kindern wegoperieren wie bei Erwachsenen?


Kinderchirurgen diskutieren Adipositaschirurgie bei Heranwachsenden

 

Der Anteil der dicken Kinder in Europa hat sich allein in den Jahren zwischen 2008 und 2010 von einem Viertel auf ein Drittel erhöht: Hierzulande gelten 15 Prozent der Deutschen zwischen drei und 17 Jahren als zu dick, 800 000 von ihnen gar als fettleibig. Zu den Folgen gehören Diabetes, Herz-Kreislaufbeschwerden, Gelenkprobleme und Haltungsschäden. Während adipöse Erwachsene sich heute Magen und Darm verkleinern lassen, um dauerhaft Gewicht zu verlieren, diskutieren Experten diese Therapie bei Heranwachsenden noch kontrovers – zumal es keinerlei Langzeitwissen darüber gibt. Auf einer Pressekonferenz im Rahmen des 4. Weltkinderchirurgenkongresses (WOFAPS) am 14. Oktober 2013 in Berlin erörtern Mediziner der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) das Thema mit einem US-amerikanischen Kollegen.

 

Immer mehr Kinder sind hierzulande hochgradig übergewichtig. Ihr Leidensdruck durch die Dickleibigkeit an sich, aber auch aufgrund sozialer Ausgrenzung und schwerwiegender Begleiterkrankungen, ist immens. Aus einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom Oktober 2012 geht hervor, dass Maßnahmen zur Gewichtsreduktion wie Diäten und Bewegungsprogramme bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen meist keine langfristige Wirkung zeigen. Man schätzt deshalb, dass über drei Viertel aller dickleibigen Kinder ihr Übergewicht in das Erwachsenenalter mitnehmen werden.

 

Hierzulande gilt bei Erwachsenen die „bariatrische Chirurgie" als Ausweg, wenn alle Versuche, herkömmlich abzunehmen, erfolglos waren. Dabei entfernen Chirurgen operativ Teile von Magen oder Darm. Die Patienten verlieren danach rasch an Gewicht und auchStoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus kann damit entgegen gewirkt werden. Allein zwischen Januar 2005 und Dezember 2012 wurden über 22 000 adipositaschirurgische Ersteingriffe an 185 Krankenhäusern dokumentiert.

 

Studien belegen, dass die Adipositaschirurgie auch bei Jugendlichen zu Gewichtsabnahme und zunächst zu einer besseren Lebensqualität führt. Mehr als 1000 Heranwachsenden unter 21 Jahren wurde zur Behandlung extremer Adipositas der Magen-Darm-Trakt chirurgisch verkleinert. Doch das Abspecken per OP ist in dieser Altersgruppe nach wie vor umstritten. Neben juristischen und ethischen Aspekten seien wichtige medizinische Fragen unbeantwortet, meint Professor Dr. med. Philipp Szavay, Sprecher der DGKCH: „Uns fehlen vor allem Informationen über Langzeitergebnisse eines so gravierenden Eingriffs." So zeigten Studien beispielsweise, dass weniger als 20 Prozent der Jugendlichen nach der OP die erforderliche Nahrungsergänzung an Proteinen und Vitaminen einnehmen würden. Wachstumsstörungen und Mangelerscheinungen könnten die Folge sein, so Szavay.

 

Zudem müssten die jungen Patienten in Vor- und Nachsorgeprogramme eingebunden und durch Teams aus Ärzten, Sozialarbeitern, Ernährungsberatern und Psychologen betreut werden. Dies sei bisher nur im Ausnahmefall gegeben. „Dennoch sehen wir Kinderchirurgen uns zunehmend mit einem Bedarf an Adipositaschirurgie bei unseren Patienten konfrontiert", sagt Professor Szavay, der Chefarzt der Kinderchirurgie am Luzerner Kantonsspital ist. Im Rahmen einer Pressekonferenz am 14. Oktober 2013 vergleichen die Experten hiesige Verhältnisse mit Erfahrungen aus den USA, um neue Erkenntnisse für die Adipositaschirurgie bei Heranwachsenden in Deutschland zu gewinnen.

 

Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie

Gegründet im Jahr 1963, schafft die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) bis heute Grundlagen für eine bestmögliche kinderchirurgische Versorgung in Deutschland. Dazu gehören Neugeborenenchirurgie, allgemeine Kinderchirurgie und Kindertraumatologie ebenso wie Kinderurologie. Die DGKCH vertritt das Fach in allen wissenschaftlichen, fachlichen und beruflichen Belangen. Derzeit praktizieren hierzulande Fachärzte für Kinderchirurgie in mehr als 80 kinderchirurgischen Kliniken, Abteilungen und als Niedergelassene.

 

Kinderchirurgie gehört in die Hände von Kinderchirurgen. Denn ihre Patienten sind keine kleinen Erwachsenen.

 

09.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie


Gesundheit in Ost und West im Vergleich: SHIP-Studie liefert Basis für neue Therapien

 

Mecklenburg-Vorpommern ist in Deutschland die Region mit der geringsten Lebenserwartung, denn hier leben auch die meisten Menschen mit Übergewicht, Diabetes mellitus und Bluthochdruck. Dies zeigt das mit rund 8700 Teilnehmern weltweit größte Untersuchungsprojekt seiner Art, die Greifswalder „SHIP-Studie“. Die Ergebnisse erlauben es auch, Zusammenhänge zwischen Risikofaktoren und Krankheiten zu verstehen und Krankheitsverläufe individuell besser einschätzen zu können. Denn je mehr Ärzte über einen Patienten und seine Krankheit wissen, desto gezielter können sie therapieren. „Companion Diagnostics“ nennen sich Tests, die Vorhersagen über den Erfolg einer Therapie zulassen.

 

Sie waren Thema des heutigen Herbstsymposiums der Korporativen Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM). Dort stellten Forscher auch die SHIP-Studie vor und diskutierten, wie sich Wissen zur therapieleitenden Diagnostik aus

Bevölkerungsstudien gewinnen lässt.

 

Die Study of Health in Pomerania (SHIP) wurde in den 90er Jahren ins Leben gerufen, um die im bundesweiten Vergleich auffallend niedrige Lebenserwartung im Nordosten Deutschlands zu erklären. „Es bestand der Verdacht, dass in der dortigen Bevölkerung Risikofaktoren für wichtige Erkrankungen besonders häufig auftreten“, beschreibt Privatdozent Dr. rer. med. habil. Dr. phil. Carsten Oliver Schmidt vom Institut für Community Medicine an der Universitätsmedizin Greifswald. Schon die in „SHIP-0“ zwischen 1997 und 2001 durchgeführte Eingangsuntersuchung bestätigte die Annahme: Einwohner dieser Region haben ein besonders hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erläutert Schmidt: „Die Häufigkeit von Fettleibigkeit, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes liegt hier über dem Bundesdurchschnitt“. Bei Gallensteinen belege Vorpommern sogar weltweit eine Spitzenposition.

 

Seit der Basisuntersuchung an 4308 Erwachsenen führten die Forscher von 2002 bis 2006 und von 2007 bis 2012 zwei Nachuntersuchungen durch. Zudem gewannen Sie zusätzlich 4422 Teilnehmer. Mittlerweile ist das Untersuchungsprogramm das umfassendste dieser Art weltweit. SHIP schließt alle häufigen, bevölkerungsrelevanten Erkrankungen ein. Die Untersuchungen umfassen nicht nur ein Interview und einfache Tests von Herzschlag, Blutdruck und Blutzucker. Auch eine zahnärztliche Befundung gehört dazu, Ultraschalluntersuchungen von Leber, Schilddrüse und Halsschlagadern, Herz-Lungen Funktionstests, eine Hautanalyse, ein 3D-Body-des Körpers und Messungen der Gefäßfunktion. Einige Teilnehmer verbringen zudem eine Nacht im Schlaflabor. „SHIP“ ist zudem die erste Bevölkerungsstudie, die eine Ganzkörperuntersuchung im Kernspintomografen einschließt“, sagt Dr. Schmidt.

 

Die Ergebnisse seien für zukünftige Forschungsprojekte und gezielte Therapieansätze sehr interessant, meint Professor Ulrich R. Fölsch, Generalsekretär der DGIM, aus Kiel. Blutproben, Urin, Speichel und Schleimhautabstriche der Teilnehmer der SHIP-Studie werden gesammelt und in Biobanken archiviert. „Die Informationen in all diesen Proben könnten auch für die „Companion Diagnostics“ genutzt werden“, sagt Fölsch, indem Forscher untersuchten, wie sich von der Norm abweichende Werte langfristig auf die Gesundheit auswirken.

 

„Schon jetzt wurden in SHIP für zahlreiche Biomarker Normwerte für die Bevölkerung ermittelt, die zu einer verbesserten Diagnostik beitragen können“, meint Schmidt. 2014 beginnt die nächste umfassende Nachfolgeerhebung, die weitere Erkenntnisse zum Zusammenspiel zwischen Risikofaktoren und Erkrankungen verspricht. Geplant sind auch internationale Anschluss-Projekte: Im Jahr 2014 startet eine erste Schwesterstudie in Blumenau, Brasilien.

 

Welche Ansätze SHIP für „Companion Diagnostics“ und neue Behandlungswege bietet und welche wissenschaftlichen, ethischen und rechtlichen Probleme sich daraus ergeben, diskutierten Experten heute auf dem Herbstsymposium der Korporativen Mitglieder der DGIM in Wiesbaden.

 

09.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V.


Wissenschaftspreise der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie 2013

 

Heute, am 6. Oktober 2013, hat die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie im Rahmen ihres Jahreskongresses eine Reihe von Preisen an ausgewählte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die sich durch exzellente Forschungsleistungen ausgezeichnet haben. Die Fachgesellschaft würdigt zur Förderung nephrologischer Forschung und Wissenschaft damit besonders wegweisende Arbeiten im vergangenen Jahr oder kontinuierliche Forschungsarbeiten auf einem oder mehreren Gebieten.

 

Carl-Ludwig-Preis
Mit dieser Auszeichnung werden einzelne, wegweisende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Nieren- und Hochdruckkrankheiten geehrt. Einer der beiden diesjährigen Träger des Carl-Ludwig-Preises ist Dr. Thimoteus Speer aus Homburg/Saar. Dr. Speer erhält den Preis für eine herausragende Forschungsarbeit, die nahe legt, dass High-Density Lipoprotein (HDL) bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz zu einem roatherogenen Lipoprotein wird, womit ein neuer Risikofaktor für die Entstehung kardiovaskulärer Ereignisse identifiziert ist.


Der zweite Preisträger in diesem Jahr ist Prof. Dr. Marcus D. Säemann aus Wien. Zum Thema PostTransplant Diabetes (NODAT) bei nierentransplantierten Patienten wiesen seine Analysen eine völlig neuartige Form des Diabetes mellitus nach, die sich vom klassischen Typ 2 Diabetes mellitus grundlegend unterscheidet, deshalb andere therapeutische Implikationen hat und derzeit intensiv von ihm erforscht wird.

 

Hans-U.-Zollinger-Forschungspreis
Der Hans-U.-Zollinger-Forschungspreis wird durch eine Stiftung der Firma Roche Pharma AG ermöglicht und zeichnet wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Immunologie der Nierenerkrankungen und Nierentransplantation aus. In diesem Jahr erhält ihn Dr. Helmut Hopfer aus Basel (CH) für seine Studie zum Thema „Resolving Polyomavirus-Nephropathy“ im Bereich der Nierentransplantat-Pathologie.

 

Nils-Alwall-Preis für Klinische Nephrologie
Dr. Anja Haase-Fielitz aus Magdeburg erhält den Nils-Alwall-Preis 2013, mit dem die DGfN Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der klinischen Nephrologie fördert. Die Preisträgerin möchte mit ihren Arbeiten die Inzidenz der akuten Nierenschädigung und der assoziierten Morbidität bzw. Mortalität reduzieren. Ihr wissenschaftliches Profil spiegelt sich in einer Vielzahl hochrangiger Publikationen und einem hohen Maß an internationalen Kooperationen wider.

 

Bernd-Sterzel-Preis für nephrologische Grundlagenforschung
Speziell zur Ehrung besonderer Arbeiten im Bereich der Grundlagenforschung wurde in diesem Jahr erstmalig der Bernd-Sterzel-Preis ausgelobt und an Dr. Ivica Grgić aus Marburg vergeben. Er konnte bereits mehrere neuartige Erkenntnisse in der Erforschung der Pathomechanismen von renaler Fibrose und der Identifizierung neuer therapeutischer Zielstrukturen gewinnen.

 

Rainer-Greger-Promotionspreis
Für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vergibt die DGfN neben mehreren Stipendien den Rainer-Greger-Promotionspreis. Ausgezeichnet wurde 2013 zum einen Dipl.-Ing. Barbara Reich aus Regensburg. In ihrer herausragenden Arbeit wurde im Modell der unilateralen Ureterobstruktion gezeigt, dass Fibrozyten in vivo nicht aus den klassischen Monozyten entstehen. Weiterhin ist es gelungen, Fibrozyten nur mit Hilfe von extrazellulären Oberflächenantigenen zu charakterisieren und zu depletieren. Zum anderen erhält Dr. Mi Ryu aus München diesen Preis für ihre international prämierte Promotionsarbeit „Role of TNF-α on progressive glomerulosclerosis in Alport nephropathy“

 

06.10.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Nephrologie


Diabetes unterschätzt

 

83 Millionen Menschen in den OECD-Ländern sind Diabetiker/-innen, bis 2030 werden es schon 100 Millionen sein. Die massiven psychosozialen Auswirkungen der Erkrankung auf Betroffene und ihre Angehörigen werden weitgehend unterschätzt, kritisierten Experten/-innen beim European Health Forum Gastein.

 

Die geradezu pandemische Verbreitung von Diabetes stellt eine enorme Belastung für Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme in Europa dar, gerade in Zeiten der ökonomischen Krise und des demografischen Wandels, berichteten Experten/-innen heute beim European Health Forum Gastein (EHFG). Derzeit sind in den OECD-Ländern rund 83 Millionen Menschen von Diabetes betroffen, bis zum Jahr 2030 werden es Schätzungen zufolge 100 Millionen sein. Gesundheitssysteme müssten den Blick auf die gesamte Tragweite der Pandemie schärfen, so der Tenor der Diskussionen.

 

„Vor allem die hohen psychosozialen Belastungen von Diabetes für Patienten/-innen und ihre Angehörigen sind noch ein weitgehend blinder Fleck in der Gesundheitspolitik. Innovative Gesundheitssysteme müssen sich dieser Dimension verstärkt annehmen“, sagte Dr. Jens Kröger, Leiter des Diabeteszentrums Hamburg Bergedorf und Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes-Hilfe beim EHFG.

 

„Resiliente und innovative Gesundheitssysteme in Europa“ ist das Motto des diesjährigen EHFG. Mehr als 550 Teilnehmer/-innen aus rund 45 Ländern nutzen Europas wichtigste gesundheitspolitische Konferenz in Bad Hofgastein zum Meinungsaustausch über zentrale Fragen europäischer Gesundheitssysteme.

 

Wie dramatisch diese psychosozialen Krankheitsfolgen sein können, zeigt die in 17 Ländern und vier Kontinenten durchgeführte Studie „Diabetes Attitudes, Wishes and Needs 2“ (DAWN 2), die auf dem EHFG diskutiert wurde. Mit insgesamt 15.438 Teilnehmern/-innen, darunter 8.596 Patienten/-innen, 2.057 Angehörigen und 4.785 Behandlern/-innen, ist DAWN-2 die umfassendste wissenschaftliche Erhebung zu den psychosozialen Belastungen von Diabetes-Patienten/-innen und deren Angehörigen.

 

14 Prozent der Diabetiker/-innen leiden an Depressionen

Einige zentrale Ergebnisse der Erhebung: 44,6 Prozent der Menschen mit Diabetes empfinden ihre Krankheit als hohe Belastung, 13,8 Prozent leiden deshalb an Depressionen. Für rund ein Fünftel aller Diabetiker/-innen wirkt sich ihre gesundheitliche Situation negativ auf familiäre und soziale Beziehungen aus, nur etwas weniger als die Hälfte aller Betroffenen sehen sich in der Bewältigung des Lebensalltags beeinträchtigt.

 

Nur knapp die Hälfte aller Menschen mit Diabetes (48,8 Prozent) nimmt an Diabetes-Schulungsprogrammen teil. Trotz neuer Medikamente und Therapieformen verfehlen viele Diabetiker/-innen den angestrebten Blutzuckerwert. Und auch wenn 85 Prozent der Menschen mit Diabetes auf die Hilfe aus dem familiären Umfeld zurückgreifen können, ist die öffentliche Unterstützung in vielen Ländern unzureichend.

 

„Die Studie zeigt deutlich Defizite im Management chronischer Krankheiten auf“, so Dr. Kröger. „Probleme bei der psychosozialen Unterstützung der Patienten/-innen, bei den Rahmenbedingungen, sowie der interdisziplinären Versorgung müssen behoben werden.“

 

Hohe Belastungen für Angehörige

Erheblich sind auch die psychosozialen Folgen, denen die Angehörigen von Diabetikern/-innen ausgesetzt sind. Für mehr als ein Drittel aller Angehörigen (35,3 Prozent) stellt die Diabetes-Erkrankung des/der Patienten/-in eine hohe Belastung dar, zeigt die DAWN-2 Studie.

 

61,3 Prozent der Familienmitglieder belastet die Sorge um eine mögliche Hypoglykämie ihres Angehörigen mit Diabetes. Negative Auswirkungen auf die emotionale Befindlichkeit werden von 44,6 Prozent aller Familienangehörigen angeführt. Problematisch ist, dass immerhin 37,1 Prozent der Angehörigen nicht wissen, wie sie im Fall einer Diabetes-Erkrankung eines Mitmenschen helfen und unterstützend zur Seite stehen können. Zugleich haben knapp 40 Prozent der Familienmitglieder das Bedürfnis, stärker in die Diabetesversorgung ihres Angehörigen eingebunden zu werden. An Schulungsprogrammen nehmen derzeit nur 23,1 Prozent der Angehörigen teil.

 

„Angesichts dieser Ergebnisse muss das gesundheitspolitische Ziel im Diabetes-Management sein, die patientenzentrierte Versorgung, das Selbstmanagement und die psychosoziale Unterstützung zu fördern sowie Angehörige stärker einzubinden“, forderte Diabetes-Spezialist Dr. Kröger.

 

02.10.2013: Quelle: Pressemitteilung European Health Forum Gastein


Erste Bestandsmarktbewertung abgeschlossen: Beste Bewertung für Sitagliptin

 

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat heute seinen Beschluss zu Sitagliptin sowie zur Fixkombination Sitagliptin/Metformin im Rahmen der ersten Nutzenbewertung für den Bestandsmarkt veröffentlicht. Danach liegt ein Zusatznutzen sowohl für Sitagliptin als auch für die Fixkombination vor. Im Juli hatte bereits das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) Sitagliptin in freier Kombination mit Metformin einen Zusatznutzen bescheinigt.

 

„Die Entscheidung ist eine gute Nachricht für Patienten und Ärzte“, sagt Hanspeter Quodt, Geschäftsführer von MSD Deutschland. 

 

Im nächsten Schritt wird MSD auf Basis des G-BA-Beschlusses mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen Preisverhandlungen führen. „Unser Ziel ist es dabei, in den Gesprächen einen angemessenen Preis zu vereinbaren, der der Bedeutung dieser Therapie für den medizinischen Fortschritt gerecht wird“, so Hanspeter Quodt. Dies trage dazu bei, auch zukünftig die Versorgung mit fortschrittlichen Arzneimitteln zu ermöglichen.

 

Über MSD:
MSD gehört zu Merck & Co., Inc., mit Sitz in Whitehouse Station, N.J. (USA), einem global führenden Gesundheitsunternehmen. Mit seinen verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, Impfstoffen, Biologika, Präparaten zur Selbstmedikation und für die Tiergesundheit in verschiedenen Therapiebereichen bietet MSD in mehr als 140 Ländern umfassende und innovative Lösungen für Gesundheit. Besondere Anliegen von MSD sind darüber hinaus die Verbesserung der weltweiten Gesundheitsversorgung und der verbesserte Zugang zu Medikamenten. Dafür engagiert sich MSD in weitreichenden Gesundheitsprogrammen und Partnerschaften.

 

In Deutschland hat die Unternehmensgruppe ihren Sitz in Haar bei München. MSD ist erreichbar unter Tel: 0800 673 673 673; Fax: 0800 673 673 329; E-Mail: infocenter@msd.de; Internet: http://www.msd.de/, http://www.univadis.de/

 

01.10.2013; Quelle: Pressemitteilung MSD Deutschland


Junge Menschen mit Diabetes machen mit ihren Geschichten Mut

 

Bayer ruft zum Fine Stars-Modelcasting 2014 auf / Gesucht werden drei Kids mit Diabetes zwischen vier und 17 Jahren / Bewerbung mit Fotos oder kurzem Videofilm bis zum 31.12.2013

 

Rund 25.000 junge Menschen in Deutschland leben mit Diabetes – sie brauchen viel Kraft und mutige Vorbilder. Der Bereich Diabetes Care der Bayer HealthCare Deutschland sucht deshalb drei betroffene Kinder und Jugendliche, die sich von ihrer Krankheit nicht einschränken lassen und voll im Leben stehen. Wer etwa Leistungssport betreibt oder ein außergewöhnliches Hobby pflegt, ist willkommen, sich zu bewerben. Die Teilnehmer haben so die Chance, echte Foto-Stars zu werden – nämlich Fine Stars, benannt nach dem Maskottchen Fine, einer Giraffe im Kölner Zoo.


Betroffene werden Vorbild der Initiative

Mit dem jährlichen Wettbewerb will das Unternehmen eine breite Aufmerksamkeit für das Thema Diabetes bei Kindern und Jugendlichen erzielen. „Den Kids und Teens mit Diabetes wollen wir Mut machen“, sagt Sarah Millington, Leiterin des Bereiches Diabetes Care bei Bayer HealthCare Deutschland. „Die Geschichten unserer Fine Stars zeigen, dass jeder trotz der Krankheit in vielen Bereichen Spitzenleistungen erbringen kann.“ Bereits zum vierten Mal veranstaltet Bayer das Fine Stars-Modelcasting, deren Gewinner bereits zum Vorbild für viele junge Betroffene wurden. Einer der drei Sieger 2013 ist der zehnjährige Timon: „Am Anfang meiner Diagnose hatte ich große Angst vor der Zukunft und wurde in der Schule oft gehänselt. Aber das ist jetzt vorbei“, erzählt er. „Jetzt, zwei Jahre danach, bin ich wieder viel mit meinen Freunden unterwegs. Wir skaten oder sind mit dem BMX Rad auf Tour. Von dem Diabetes lasse ich mich nicht einschränken.“


Bewerbung mit Fotos oder Videofilm

Sein Beispiel macht Mut – nun werden erneut drei Jungen oder Mädchen zwischen vier und 17 Jahren gesucht, die ihrer Krankheit die Stirn bieten. Wer mitmachen möchte, schickt einfach bis zum 31.12.2013 seine zwei bis drei stärksten Fotos oder einen kurzen Videofilm ein. Dazu noch eine pfiffige Beschreibung, was ihn im Umgang mit Diabetes stark macht und warum er sich davon nicht unterkriegen lässt – fertig! Die Bewerbung geht an:

 

Bayer Vital GmbH
Finestars 2013
Gebäude K56
51366 Leverkusen

oder per E-Mail an info@finestars.de
sowie online auf der Website www.diabetes.bayer.de/finestars

Fotoshooting mit Giraffe Fine in Köln

Eine unabhängige Jury wählt aus drei Altersklassen den jeweils „stärksten“ Fine Star aus. Die drei Gewinner reisen anschließend gemeinsam mit ihren Eltern nach Köln zu einem Fotoshooting in einem professionellen Studio. Unter fachkundiger Anleitung können die Kids ihre stärksten Posen einnehmen – zusammen mit dem Fine Star-Maskottchen, der Plüschgiraffe Fine. Anschließend ist Zeit für gemeinsame Ausflüge mit den Eltern, etwa in den Kölner Zoo. Hier lebt das reale Vorbild für das Maskottchen, die zehnjährige Giraffendame Fine, für die Bayer seit 2008 eine Patenschaft hat.


Die Bilder der Fine Stars sind anschließend online und in verschiedenen Medien zu sehen. Ihre Mutmach-Geschichten klären über Diabetes bei Kindern und Jugendlichen auf und zeigen, dass damit ein ziemlich normales Leben möglich ist.


Die Fine Stars 2013

Zu sehen ist das beispielsweise an den drei Gewinnern des Fine Star-Modelcastings 2013. Neben Timon stand auch die fünfjährige Laila vor der Kamera – und das Energiebündel hatte Spaß dabei: „Ich renne, klettere und tanze gern!“ strahlt sie. „Oder auch Roller fahren oder nur Toben. Am liebsten mit meinen beiden Schwestern und den ganzen Tag.“ Diesen Bewegungsdrang hat auch die 16-jährige Johanna: „Als mir der Arzt die Diagnose gab, konnte ich es erst kaum fassen“, sagt sie. „Aber heute sehe ich es positiv. Diabetes bedeutet für mich, mehr Kontrolle über meinen Körper zu haben, ob bei Handball, Fußball oder beim Hip Hop tanzen.“ Die drei machen anderen jungen Menschen mit Diabetes Mut – wer ihre Geschichten genauer kennenlernen möchte, sie sind nur einen „Klick“ entfernt: www.diabetes.bayer.de/finestars

 

Gesellschaftliches Engagement bei Bayer Diabetes Care
Kindern mit Diabetes Mut zu machen, ist für Bayer Diabetes Care eine Herzensangelegenheit. Neben dem Fine Star-Modelcasting unterstützt Bayer Diabetes Care auch Erwachsene und steht dem Diabetes Programm Deutschland als Hauptpartner zur Seite. Das Programm vermittelt Jugendlichen und Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ I und II in ganz Deutschland mithilfe eines speziell entwickelten Lauftrainings nachhaltig Freude am Sport und gibt ihnen dadurch Kraft für das Leben mit der Erkrankung. Dieser 360-Grad-Ansatz, der in enger Zusammenarbeit mit Diabetes-Beratern, Sportwissenschaftlern, Krankenkassen und Ärzten durchgeführt wird, setzt Sport bewusst als Therapie gegen Diabetes ein.

 

Auch telefonisch können Informationen angefordert werden: Kostenlose Hotline 0800 5088822.

 

Über Bayer HealthCare Deutschland
Bayer HealthCare Deutschland vertreibt die Produkte der in der Bayer HealthCare AG zusammengeführten Divisionen Animal Health, Consumer Care, Medical Care (Diabetes Care und Radiology & Interventional) und Pharmaceuticals. Das Unternehmen konzentriert sich auf das Ziel, in Deutschland innovative Produkte in Zusammenarbeit mit den Partnern im Gesundheitswesen zu erforschen und Ärzten, Apothekern und Patienten anzubieten. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin. Damit will Bayer HealthCare Deutschland einen nachhaltigen Beitrag leisten, die Gesundheit von Mensch und Tier zu verbessern.

 

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Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

 

01.10.2013: Quelle: Pressemitteilung Bayer Vital GmbH


Kalorienfalle Pausensnack

 

Umfrage: Deutsche kritisieren, dass viele Eltern ihren Kindern anstatt gesunder Pausenbrote Geld für den Schulkiosk mit in die Schule geben

 

Kaum hat in allen Bundesländern das neue Schuljahr wieder begonnen, erhitzt die Diskussion um das richtige Pausenbrot die Gemüter: Die große Mehrheit der Deutschen (84,9%) bemängelt laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Apothekenmagazins "Diabetes Ratgeber", dass viele Eltern ihre Kinder lieber Süßigkeiten oder Chips am Schulkiosk einkaufen lassen würden, anstatt dem Nachwuchs gesunde Pausenbrote mitzugeben.


Und tatsächlich gibt jeder Achte (12,3%) mit einem oder mehreren minderjährigen Schulkindern offen zu, dass sich sein Kind meist selbst etwas beim schuleigenen Kiosk, in einer nahegelegenen Bäckerei oder in einem Supermarkt kauft. Der Großteil der Eltern jedoch wehrt sich gegen den Pausensnack-Vorwurf. 82,9 Prozent betonen: „Wir geben unserem Kind für die Pause immer Obst, Gemüse oder Vollkornprodukte mit.“

 

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins „Diabetes Ratgeber“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.931 Männern und Frauen ab 14 Jahren, darunter 318 Befragte mit minderjährigen Schulkindern. 

 

30.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Herzinsuffizienz bei Diabetes bisher zu wenig beachtet: Relevanz bei der Therapiewahl

 

Die Herzinsuffizienz ist bei Diabetespatienten eine häufigere Folgeerkrankung als die koronaren und cerebrovaskulären Komplikationen. Sie wird zu wenig beachtet, auch nicht bei der Therapiewahl (1,2,3).

 

Die Amerikanische Arzneibehörde FDA fordert bei ihren kardio- cerebrovaskulären Sicherheitsstudien für neue Antidiabetika als Endpunkte die kardiovaskuläre Mortalität, Herzinfarkt und Schlaganfall und an zweiter Stelle Hospitalisierungen aufgrund von Koronarereignissen wie instabiler Angina pectoris und Notfall-Revaskularisierungen („MACE´s oder MACCE´s“), nicht aber Daten über die Herzinsuffizienz. Nun zeigte sich in der SAVOR-TIMI53 – Studie mit Saxagliptin eine signifikante Zunahme der Krankenhausaufnahmen (3.5% vs. 2.8% bei Plazebo, p=0.007), ebenso tendenziell auch bei einer post-hoc-Analyse der EXAMINE-Studie mit Alogliptin. Ursache dafür war eine Herzinsuffizienz (1). Galt diese schon als Kontraindikation für Glitazone, so spricht jetzt einiges dafür, bei Herzinsuffizienz mit DPP-4-Hemmern zurückhaltend zu sein. Zumindest sollte an sie gedacht werden.

 

Kommentar

J.J. MacMurray aus Glasgow sagte in der Sitzung am 26. 9. 2013: „We need to make heart failure a much more prominent component of our clinical trials and major journals….must not publish cardiovascular (cv.) outcome trials which do not mention heart failure as one of the most important cv. complication of diabetes”. Er wolle in seinem Vortrag demonstrieren, dass die Herzinsuffizienz…. „is a much more disabling cv. outcome disorder than myocardial infarction and even stroke”. Der Kardiologe D. MacGuire aus Dallas sagte, er hätte die Herzinsuffizienz-Problematik auch erst spät erkannt, weil er „a myopic focus on atherosclerosis for far too long“ gehabt hätte. Schliesslich besprach der Diabetologe B. Fisher aus Glasgow die derzeit verfügbaren Antidiabetika-Therapien. Bezüglich der Herzinsuffizienz sei nur Metformin als sicher einzustufen. Die frühere Kontraindikation „Herzinsuffizienz“ gelte nicht mehr. Glitazone schieden aus, hinter die anderen sei ein Fragezeichen zu setzen. Dies treffe insbesondere auch für die DPP-4-Hemmer zu, solange nicht neue Daten vorlägen.

 

Zur Frage des Wirkmechanismus zeigte er eine Tabelle, wie viele andere Enzyme die DPP-4-Hemmer beeinflussen können, etwa GIP und PYY, aber auch BNP (1). Zum Abschluss der parallelen Sitzung über die SAVOR-Timi53- und EXAMINE-Studie unterstrich N. Sattar, UK als studienunabhängiger Kommentator, dass DPP-4-Hemmer wohl als Substanzklasse zur Zeit vorsichtig eingesetzt werden sollten und die Herzinsuffizienz zu beachten sei (4).

 

Helmut Schatz


Literatur

(1) EASD/ESC Symposium: Heart failure and diabetes: a deadly intersection.
September 26, 2013, 49th EASD Congress, Barcelona 2013
(2) B.M. Scirica et al.: N. Engl. J. Med. 2013, online first.
http://dx.doi.org/10.1056/NEJMoa1307684
(3) W.B. White et al.: N. Engl. J. Med. 2013, online first.
http://dx.doi.org/10.1056/NEJMoa1305889
(4) Symposium: DPP-4 inhibitors and CVD.
September 26, 2013, 49th EASD Congress, Barcelona 2013

 

27.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie


Menschen mit Diabetes sollten rechtlich vorsorgen

 

Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung unmissverständlich formulieren

 

Schlaganfall, Herzinfarkt oder Demenz - von all dem sind Menschen mit Diabetes mellitus häufiger betroffen als Gesunde. Aufgrund des damit verbundenen erhöhten Risikos, seine Selbstständigkeit zu verlieren, rät Rechtsanwalt und Fachjournalist Oliver Ebert Diabetes-Patienten, sich frühzeitig rechtlich abzusichern. Im nächsten Experten-Chat von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe am 26. September 2013 erklärt er, wie Betroffene ihren Willen bezüglich Art und Weise einer ärztlichen Behandlung im Ernstfall eindeutig und unmissverständlich festhalten. Fragen können ab sofort gestellt werden.

 

Herz- und Kreislauferkrankungen treffen Menschen mit Diabetes zwei- bis viermal häufiger als jene ohne die Stoffwechselerkrankung. Drei von vier Menschen mit Diabetes sterben an akuten Gefäßverschlüssen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Auch an Demenz erkranken Menschen mit Diabetes früher und häufiger. Im Vergleich zu Gesunden unterliegen Menschen mit Diabetes Typ 2 einem zwei- bis vierfach erhöhten Risiko für eine gefäßbedingte Demenz. Das Risiko für eine Alzheimerdemenz ist 1,5- bis zweimal so hoch. Ursache ist unter anderem ein langfristig erhöhter Blutzuckerspiegel.

 

Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Demenz können Pflegebedürftigkeit oder auch ein Koma nach sich ziehen, so dass wichtige Entscheidungen von Dritten getroffen werden müssen. „Ein häufiger Irrglaube ist, dass Ehepartner oder nächste Angehörige den Betroffenen im Ernstfall automatisch vertreten können“, warnt Ebert. Dies sei nicht so. Liegt keine Vollmacht vor, mit der der Betroffene im Vorfeld eine Person damit betraut hat, seine Interessen wahrzunehmen, so muss im schlimmsten Fall über das Vormundschaftsgericht ein Betreuer bestellt werden. „Gerade Menschen mit Diabetes rate ich, aufgrund ihres erhöhten Risikos für Demenz und Schlaganfall rechtzeitig vorzusorgen“, so der diabetesDE-Experte. Sie sollten frühzeitig die Antworten auf folgende Fragen schriftlich festhalten: Wer übernimmt die

 

Betreuung im Ernstfall, wer trifft wichtige Entscheidungen?

Häufig als Tabuthema gehandelt, können gerade Vollmachten oder Betreuungsverfügungen diese Fragen beantworten und Angehörige entlasten. „Mit einer Patientenverfügung kann der Patient trotz aktueller Entscheidungsunfähigkeit Einfluss nehmen auf die Behandlung“, so Ebert. Sie legt fest, ob und in welcher Form der Arzt eine medizinische Behandlung durchführt. Eine Vollmacht klärt, wer etwa im Fall der eigenen Geschäftsunfähigkeit Zugriff auf Konten und Vermögenswerte hat. Was sie bei einer Vollmacht oder Patientenverfügung beachten müssen, erklärt der Vorsitzende des Ausschusses Soziales der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) am 26. September im diabetesDE-Experten-Chat.

 

Mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland haben Diabetes Typ 1 oder Typ 2. Daher fordert diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe in der Kampagne „Diabetes STOPPEN – jetzt!“ die bestmögliche Versorgung für Betroffene und einen Ausbau der Früherkennung, nicht zuletzt, um Folgeerkrankungen rechtzeitig begegnen zu können. Weitere Informationen zur Kampagne unter www.diabetes-stoppen.de

 

Terminhinweis:
Experten-Chat auf http://www.diabetesde.org/
Fragen an den Experten können ab sofort online gesendet werden.
zum Kontaktformular

Experte: Rechtsanwalt Oliver Ebert
Thema: Von Schlaganfall bis Demenz: Wie können Menschen mit Diabetes rechtlich vorsorgen können

Termin: Die Fragen werden live beantwortet am 26. September 2013 von 17.00 bis 19.00 Uhr.

 

24.09.2013; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe


Neue Zwischenbilanz bei LIFE-Gesundheitsstudie

 

 Auf der Basis von inzwischen gut 4.200 erwachsenen und knapp 2.700 nicht erwachsenen Studienteilnehmern veröffentlicht das Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen (LIFE) der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig aktualisierte Zwischenergebnisse. Dabei ist auffällig, dass unter den Erwachsenen Allergien und starkes Übergewicht stetig zunehmen. In der teilnehmenden Leipziger Bevölkerung ist Bluthochdruck der häufigste Grund für eine medikamentöse Behandlung, im Alter über 60 sind vier von fünf davon betroffen. Alarmierend ist, dass sich ungünstige Gesundheitsmerkmale besonders in unteren sozioökonomischen Schichten abzeichnen. Bei Kindern und Jugendlichen sind Depressionen ein unterschätztes Problem. Von 500 weisen knapp zehn Prozent eine depressive Störung auf.

 

Ergebnisse der Erwachsenen-Gruppe (LIFE ADULT)

Seit Erhebungsbeginn konnten zwischen November 2011 und September 2013 rund 4.240 erwachsene Studienteilnehmer untersucht werden. Die jetzt veröffentlichten Zwischenergebnisse beruhen auf den Auswertungen ihrer Daten. Danach zeichnet sich ab, dass einige sogenannte Alterserkrankungen schon in weit jüngeren Lebensjahren beginnen, als bisher gedacht. Bei Personen unter 50 Jahren wurden nachweisbare Veränderungen an den Gefäßen (Plaques) gefunden, die als Vorboten einer späteren koronaren Herzkrankheit eingestuft werden. Aufgrund eines neuen Messverfahrens konnten bei den unter 50-Jährigen außerdem Netzhautveränderungen (Makuladegneration) aufgedeckt werden, die bislang ebenfalls als eine Alterserkrankung galt. Die Wissenschaftler vermuten, dass diese frühen Veränderungen späteren Sehverlusten um viele Jahre voraus laufen.

 

Ein großes Gesundheitsproblem stellt der erhöhte Blutdruck dar. Bereits im Alter unter 40 Jahren wurde bei ungefähr einem Viertel der Studienteilnehmer ein abzuklärendes Messergebnis gefunden. Im Alter über 60 Jahre sind vier von fünf Leipziger Bürgern vom Bluthochdruck betroffen. Bluthochdruck ist die häufigste Indikation für medikamentöse Behandlung in Leipzig.


Die Wissenschaftler haben außerdem festgestellt, dass Allergien tendenziell weiter zunehmen und in hohem Maße auch Erwachsene betreffen. Bemerkenswert ist dabei besonders die Sensibilisierung durch die aus Amerika eingewanderte Ambrosia (beifußblättriges Traubenkraut).

 

Auch das krankhafte Übergewicht (Adipositas) ist auf dem Vormarsch. Mit zunehmendem Alter wächst der Anteil an übergewichtigen Personen (BMI >25) auf 80 Prozent und der Anteil an adipösen Personen (BMI >30) auf 30 Prozent. Dabei wurde ein markanter Wechsel im Fettverteilungsmuster festgestellt. Während Personen im mittleren Alter eine gesäß- und beinbetonte Fettverteilung aufweisen (Birnenform), verschieben sich die Verteilungsmuster mit dem Alter zu einem mehr bauchbetonten Muster (Apfelform). Mittels der bei den Untersuchungen eingesetzten innovativen 3D-Bodyscan-Technik und ausgefeilter bioinformatischer Methoden werden genaue Analysen von Körpergestalten erzielt.


Diabetes wurde bei über 20 Prozent der Personen über 60 Jahren vorgefunden. Bei jedem 4. Diabetiker war er bislang nicht bekannt. Auffällig ist, dass der Diabetes unter Personen mit Adipositas nochmals deutlich häufiger anzutreffen ist, in Teilgruppen bis 40 Prozent.

 

Verhalten: Über ein Drittel der Studienteilnehmer bewegt sich zu wenig. Einwöchige Messungen über die zurückgelegte Schrittzahl zeigen, dass die von der WHO empfohlene tägliche Schrittzahl von 10.000 deutlich unterschritten wird. Eine Auswertung des Essverhaltens zeigt deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Jede 4. Frau aber nur jeder 8. Mann reguliert die Nahrungsaufnahme bewusst, um das Gewicht zu halten.


Erstmals liegt eine Untersuchung zum Schlafverhalten vor. Männer haben im Durchschnitt eine Netto-Schlafdauer von sechs Stunden und Frauen von 6,5 Stunden, Einschlafzeiten und Unterbrechungszeiten nicht mitgerechnet.


Eine depressive Symptomatik wiesen sechs Prozent aller Studienteilnehmer auf. Sie betrifft Frauen häufiger als Männern. Auffallend ist, dass die Häufigkeit depressiver Symptome stark von einer niedrigen sozialökonomischen Schicht abhängt.


Erwartungsgemäß gemessen wurden mit dem Alter zunehmende moderate Einschränkungen in der kognitiven Leistung. Bei vier Prozent der Studienteilnehmer über 65 Jahre sind diese allerdings erheblich.

 

Mit der zweiten Zwischenauswertung wird das große Forschungspotenzial der LIFE-Studie deutlich. Sie erweist sich auch als ein Instrument, den Gesundheitszustand der Leipziger Bevölkerung tiefgehend zu erfassen und daraus Hinweise für dringenden, gesundheitspolitischen Handlungsbedarf zu erhalten. Beispielsweise zeichnet sich eine Häufung von ungünstigen Gesundheitsmerkmalen in unteren sozioökonomischen Schichten ab, in denen Adipositas, Diabetes und depressive Symptome bereits im mittleren Lebensalter verstärkt auftreten.


Die Bevölkerung hat die Studie gut angenommen, jeder 50. Leipziger hat das Studienzentrum inzwischen besucht. Die Untersuchungen sind umfangreich. Sie dauern für alle Probanden fünfeinhalb Stunden, für einzelne Teilgruppen stehen zwei weitere Tage von jeweils drei Stunden an. Das vorgesehen Programm bewältigen über 95 Prozent der Teilnehmer. Das Ziel ist, bis Ende 2014 insgesamt 10.000 Personen im Alter zwischen 40 und 80 Jahren, die zufällig aus der Leipziger Bevölkerung ausgewählt werden, in die Studie einzubeziehen.

 

Ergebnisse der Kinder-Gruppe (LIFE CHILD)

Seit dem Startpunkt vor zwei Jahren sind bis heute knapp 2.700 Kinder und Jugendliche in die LIFE CHILD-Studie aufgenommen worden. Da sie als Langzeitstudie mit jährlichen Wiederholungen angelegt ist, hat ein Großteil der Kinder, Eltern und Schwangeren den Untersuchungsparcours bereits zwei oder mehrmals absolviert.


Ein wichtiger Forschungsbereich betrifft Referenzwerte, die behandelnden Ärzten in der Gesundheitsversorgung zur Einschätzung dienen, ob ein Untersuchungswert normal oder krankhaft ist. Zum großen Teil fehlen solche Maßstäbe im Kindesalter noch. LIFE CHILD erstellt aktuell Referenzwerte für Schilddrüsen, Nieren- und Knochenparameter. In den Auswertungen ist zu erkennen, dass die Blutkonzentration von dem für den Knochenaufbau bedeutendem Vitamin D bei den meisten Kindern und Jugendlichen nach dem zweiten Lebensjahr deutlich unter der empfohlenen Blutkonzentration liegt. Die Ursache und Auswirkungen für Erkrankungen wie Osteoporose im Erwachsenenalter, werden noch untersucht. Dass eine Verbindung zum veränderten Freizeitverhalten mit intensiver Mediennutzung in geschlossenen Räumen besteht, ist wahrscheinlich.


In Bezug auf die Früherkennung von Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus Typ II oder von Herz-/Kreislauferkrankungen zeigt sich, dass der sogenannte Body-Maß-Index (BMI), das Verhältnis aus Größe und Gewicht im Kindesalter nicht wie bei Erwachsenen taugt. Die LIFE-Wissenschaftler greifen vielmehr auf die 3D-Körpervermessung und Volumenmessungen mittels Bodyscanner zurück und sehen darin auch die Zukunft für die Arztpraxis.


Bei Kindern sind Depressionen ein unterschätztes Problem. Im Teilprojekt "Psychische Entwicklung/Depression" unter Leitung von Prof. Kai von Klitzing werden Menschen im Alter von acht bis 14 Jahren im Hinblick auf Risiko- und Schutzfaktoren für psychische Erkrankungen, insbesondere Depressionen, untersucht. Bisher wurden über 500 Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern in die Studien aufgenommen, vermittelt über die beiden Leipziger Kinderpsychiatrischen Kliniken am Universitätsklinikum und im Parkkrankenhaus, über die LIFE CHILD Gesundheitsstudie sowie über eine Gruppenauskunft des Meldeamts. Knapp zehn Prozent aller bisher untersuchten Kinder und Jugendlichen weisen alle Kriterien einer aktuellen depressiven Störung auf. Jedes 5. Kind, das über die Kliniken einbezogen wurde, hat oder hatte eine depressive Störung. Viele der Kinder leiden außerdem an anderen psychischen Problemen. Depressionen, Ängste aber auch Verhaltensauffälligkeiten treten bei ihnen besonders häufig gleichzeitig auf. Dabei weisen Kinder mit psychischen Störungen deutlich mehr psychosoziale Belastungsfaktoren innerhalb der Familie und mit Gleichaltrigen auf als gesunde Kinder. Allein 35 Prozent der Studienteilnehmer mit einer depressiven Störung haben Eltern, die selbst mit einer solchen Problematik leben. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Wissenschaftler, die auslösenden und aufrechterhaltenden Bedingungen für psychische Störungen langfristig und umfassend zu erfassen. Familien sollten über zehn Jahre hinweg alle zwei Jahre untersucht werden.

 

Hintergrundinformation zur LIFE-Gesundheitsstudie

LIFE ist ein Großforschungsprojekt der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und steht für "Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen". Das Wissenschaftsnetzwerk ist den Ursachen wichtiger Volkskrankheiten auf der Spur. Im Zentrum der Forschung stehen Gefäßerkrankungen und Herzinfarkt, Diabetes mellitus und Adipositas, Depression, Demenz, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Kopf- und Halstumore sowie Allergien und Stoffwechselstörungen. Bis 2014 sollen rund 26.500 Leipziger Kinder und Erwachsene in die Studie aufgenommen und dafür klinisch wie bioanalytisch untersucht sowie zu ihren persönlichen Lebensbedingungen befragt werden. LIFE will in großem Umfang das Zusammenspiel von genetischen Anlagen, Stoffwechsel, Umweltbedingungen und individuellem Lebensstil an einem Standort ergründen. Die so identifizierten neuen Faktoren dienen als Basis für innovative Diagnostik und gezielte Therapie- und Präventionsansätze. Das Forschungsprojekt wird mit insgesamt rund 40 Millionen Euro von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen gefördert. LIFE ist das größte wissenschaftliche Vorhaben der sächsischen Landesexzellenzinitiative.

 

Epidemiologen-Tagung

Vom 24. bis zum 27. September findet die 8. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi) zusammen mit dem 1. Internationalen LIFE-Symposium in Leipzig statt. Mehr als 450 Teilnehmer werden sich auf dem Campus Augustusplatz der Universität über aktuelle Ergebnisse epidemiologischer Forschung austauschen. Die Fragen "Was hält uns gesund, was macht uns krank?" spannen den Rahmen um das breit gefächerte wissenschaftliche Programm.

 

24.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Universität Leipzig


Neueste Phase-III-Ergebnisse zeigen Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil von INVOKANA® (Canagliflozin) als Begleittherapie bei der Behandlung von erwachsenen Patienten mit Typ-2-Diabetes

 

Janssen Research & Development, LLC (Janssen) gab heute die Ergebnisse einer neuen 52-wöchigen Analyse der Phase-III-Ergebnisse bekannt, die zeigen, dass INVOKANA® (Canagliflozin) nennenswerte Verbesserungen bei der glykämischen Kontrolle in Patienten mit Typ-2-Diabetes mit unzureichend eingestelltem Metformin und einem Sulfonylharnstoff erzielt, zwei der am häufigsten eingesetzten antihyperglykämischen Therapien. Diese Ergebnisse stammen aus den insgesamt 12 Abstracts über Canagliflozin, die auf der 49. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) [Europäische Gesellschaft zum Studium der Diabetes] in Barcelona, Spanien, vorgestellt werden.

 

„Patienten sind oft mit dem Problem konfrontiert, die von ihren Ärzten empfohlenen Blutzuckerwerte erreichen und aufrechterhalten zu können, obwohl sie mit den üblichen und verfügbaren Mitteln behandelt werden. Diese Ergebnisse bieten den Nachweis, dass Canagliflozin eine effektive und im Allgemeinen gut verträgliche Option ist, die zu glykämischen Verbesserungen führt, wenn es mit Metformin und einem Sulfonylharnstoff verwendet wird", sagt Dr. Guillame Charpentier, Leiter der Diabetesabteilung am Sud-Francilien Hospital in Frankreich und einer Autoren der auf der EASD präsentierten Resultate.

 

Die Ergebnisse der 52-wöchigen Studie (mit der Bezeichnung DIA3002) zeigen, dass Canagliflozin sowohl bei Dosen von 100 mg und 300 mg im Vergleich mit Placebos das Blutzuckerniveau reduzierte und zu grösseren Reduktionen in den sekundären Endpunkten Körpergewicht und Blutdruck führte.

 

„Wir sind froh, dass wir die Daten dieser 52-wöchigen zulassungsrelevanten Phase-III-Studie präsentieren können, die zusätzliche Einblicke in das anhaltende Ansprechen von Patienten mit Typ-2-Diabetes bieten, besonders in Patienten, die unzureichend kontrolliert sind", sagt Dr. Norman Rosenthal, FACE, FACP, Leiter des Entwicklungsteams für Canagliflozin bei Janssen. „Diese und andere auf der EASD präsentierten Daten unterstützen die erkennbare Sicherheit, Wirksamkeit und das Verträglichkeitsprofil von Canagliflozin."

 

Canagliflozin wird derzeit von verschiedenen Zulassungsbehörden überprüft. Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur gab eine befürwortende Stellungnahme ab, in der die Verwendung von Canagliflozin für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit Typ-2-Diabetes empfohlen wird. In den Vereinigten Staaten wurde Canagliflozin im März 2013 von der U.S. Food and Drug Administration für die Behandlung erwachsener Patienten mit Typ-2-Diabetes unter der Marke INVOKANA® zugelassen und es ist das erste einer neuen Klasse von Medikamenten mit der Bezeichnung selektive Natrium/Glucose-Cotransporter 2 (SGLT2) Hemmer, die in den USA verfügbar ist.

 

Einzelheiten und Erkenntnisse der Studie

DIA3002 ist eine 52 Wochen dauernde, randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte Phase-III-Studie mit 469 erwachsenen Patienten mit unzureichender glykämischer Kontrolle bei maximal wirksamen Dosen von Metformin und einem Sulfonylharnstoff. Während der 26-wöchigen Kernzeit erhielten Patienten, die nach dem Zufallsprinzip einem der drei Studienbereiche zugeordnet wurden, einmal täglich Dosen von 100 mg oder 300 mg Canagliflozin, bzw. ein Placebo verabreicht. Darauf folgte eine Verlängerung um weitere 26 Wochen, in der die Patienten die entsprechende Therapie fortsetzten.

 

Die Auswirkungen auf das Blutzuckerniveau wurden mithilfe der Veränderungen des Baseline-Hämoglobins A1c (A1C) gemessen, einem Indikator für den durchschnittlichen Blutzucker während der vorangegangenen zwei bis drei Monate. Sekundäre Wirksamkeitsendpunkte schlossen die Veränderung bei der Nüchternplasmaglukose, des systolischen Blutdrucks, des Körpergewichts und der Nüchternplasmalipide, sowie den Anteil der Patienten mit A1C-Niveaus unter 7 Prozent ein.

 

In Patienten, die mit 100 mg und 300 mg Canagliflozin behandelt wurden, war im Vergleich mit Placebos nach 52 Wochen ein statistisch relevanter und klinisch bedeutender Rückgang der A1C-Werte festzustellen (prozentuale Veränderung -0,74 und -0,96 ggü. 0,01).

 

Canagliflozin 100 mg und 300 mg führten im Vergleich mit Placebos zu einem nennenswerten Rückgang bei der Nüchternplasmaglukose (-1,1 und -1,5 mmol/l ggü. 0.6 mmol/l) und des Körpergewichts (prozentuale Veränderung -2,2 und -3,2 ggü. -0,9). Der systolische Blutdruck ging mit Canagliflozin 100 mg und 300 mg (-3,7 und -2,9 mmHg ggü. 0,1 mmHg) zurück. Bei dem High-Density-Lipoprotein-Cholesterin (HDL-C) konnten mit Canagliflozin 100 mg und 300 mg im Vergleich mit Placebos Steigerungen erzielt werden (prozentuale Veränderung 6,6 und 8,2 ggü. 3,3); ebenso war mit Canagliflozin 300 mg eine Erhöhung des Low-Density-Lipoprotein-Cholesterins (LDL-C) festzustellen (prozentuale Veränderung 13,3), während die Resultate mit 100 mg denen der Placebos glichen (prozentuale Veränderung 4,8 ggü. 5,4).

 

Das Auftreten von therapiebedingten Nebenwirkungen (AEs) war bei Canagliflozin 100 mg (67,5 Prozent) leicht niedriger als bei Canagliflozin 300 mg und Placebos (73,1 Prozent bzw. 71,2 Prozent). Das Auftreten schwerer AEs war bei Canagliflozin 100 mg und 300 mg niedriger als bei Placebos (4,5 Prozent und 5,1 Prozent ggü. 8,3 Prozent); Therapieabbrüche wegen AEs waren bei den Gruppen mit Canagliflozin 100 mg und 300 mg höher als in den Placebogruppen (7,0 Prozent und 7,7 Prozent ggü. 4,5 Prozent).

 

Die nachstehenden AEs traten in den Gruppen mit Canagliflozin 100 mg und 300 mg im Vergleich mit Placebos häufiger auf: AEs in Zusammenhang mit mykotischen Infektionen der Genitalien bei Männern (7,9 Prozent und 5,7 Prozent ggü. 1,3 Prozent) und bei Frauen (18,5 Prozent und 18,8 Prozent ggü. 5,0 Prozent); AEs in Zusammenhang mit osmotischer Diurese (vermehrtes Wasserlassen) 5,7 Prozent und 7,1 Prozent ggü. 1,9 Prozent; und AEs in Zusammenhang mit reduziertem intravaskulärem Volumen 0,6 Prozent und 3,8 Prozent ggü. 1,9 Prozent. Die in Zusammenhang mit genitalen Infektionen und osmotischer Diurese stehenden AEs waren im Allgemeinen mild bis mässig intensiv und führten nur selten zu Therapieabbrüchen, und die meisten genitalen Infektionen sprachen auf topische oder orale antimykotische Behandlung an. Die Rate der Harnwegsinfektion war bei Canagliflozin 100 mg und 300 mg höher als bei Placebos (beide 8,3 Prozent ggü. 7,7 Prozent). Die dokumentierte Rate von Hypoglykämie erreichte mit Canagliflozin 100 mg und 300 mg sowie mit Placebos 33,8 Prozent, 36,5 Prozent bzw. 17,9 Prozent.

 

Das entsprechende Abstract können Sie sich auf EASD Virtual Meeting bei Eingabe der Suchnummer 934 ansehen.

 

Die Resultate der Phase-III-Studien über Canagliflozin wurden wahrend der American Diabetes Association (ADA) Annual Scientific Sessions im Juni 2012 und Juni 2013, auf der Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) im Oktober 2012, und auf dem World Congress on Controversies to Consensus in Diabetes, Obesity, and Hypertension (CODHy) im November 2012 veröffentlicht (1, 2, 3) und präsentiert.

 

Janssen und seine angeschlossenen Unternehmen besitzen die Rechte an Canagliflozin über eine Lizenzvereinbarung mit der Mitsubishi Tanabe Pharma Corporation. Janssen Pharmaceuticals, Inc. verfügt über Vermarktungsrechte in Nordamerika, Südamerika, Europa, dem Mittleren Osten, in Afrika, Australien, Neuseeland und Teilen Asiens.

 

Über Typ-2-Diabetes

Die International Diabetes Federation schätzt die Zahl der Diabetes-Kranken auf 371 Millionen Menschen.(4). In Europa leiden etwas 55 Millionen Menschen an Diabetes, wovon 36,8 Prozent nicht diagnostiziert sind.(4) Etwa 25,8 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten - ca. 8,3 Prozent der Bevölkerung - haben Diabetes und man geht davon aus, dass hier die Krankheit die siebthäufigste Todesursache ist.(5) Die Weltgesundheitsorganisation erwartet, dass Diabetes bis 2030 weltweit die siebthäufigste Todesursache sein wird.(6)

 

Das zentrale Problem bei Diabetes ist das hohe Blutzuckerniveau. Das Blutzuckerniveau ist das Ergebnis der Wechselwirkung verschiedener Hormone, darunter Insulin, Inkretine, Glukagon und weiterer, sowie von Organen, wie der Bauchspeicheldrüse, der Leber, der Nieren, der Muskeln und des Fettgewebes. (7) Die Rolle der Nieren bei der Regulierung des Blutzuckers wird oft übersehen, sie ist jedoch einzigartig, das sie, anders als andere Organe, Blutzucker synthetisieren, ihn als Treibstoff verwenden, in den Blutkreislauf zurückführen und ausscheiden können.(8)

 

Der Typ-2-Diabetes schließt 90 Prozent der Menschen mit chronischem Diabetes(9) ein, die sich auf die Fähigkeit des Körpers auswirkt, Zucker (Glukose) umzuwandeln, und die sich in der Unfähigkeit der Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse ausdrückt, den Bedarf des Körpers an Insulin zu decken.

 

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass 44 Prozent der weltweiten Diabeteserkrankungen auf Übergewicht und Fettleibigkeit zurückzuführen sind.(10) Man schätzt, dass weltweit etwa eine Milliarde Menschen übergewichtig und weitere 475 Millionen fettleibig sind.(11)

 

Bei den meisten Menschen, die ein hohes Risiko haben, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, führt Fettleibigkeit dazu, dass der Körper der Funktion des Insulins widersteht, und wenn die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend Insulin produzieren können, entwickeln sich Hyperglykämie und Typ-2-Diabetes.

 

Fast die Hälfte aller Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes erreichen die empfohlenen Werte bei der Blutzuckerkontrolle nicht.(12,13) Wenn Typ-2-Diabetes nicht kontrolliert wird, kann dies zu ernsthaften Komplikationen führen.(14) Es wurde nachgewiesen, dass verbesserte glykämische Kontrolle das Eintreten und den Fortschritt dieser Komplikationen reduzieren kann.(15)

 

Über INVOKANA® (Canagliflozin)

Canagliflozin ist ein in Entwicklung befindliches, oral einzunehmendes Medikament für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit Typ-2-Diabetes. Die Nieren von Menschen mit Typ-2-Diabetes reabsorbieren im Vergleich mit Menschen ohne Diabetes grössere Mengen an Glukose in den Körper, was wiederum zu einem höheren Glukoseniveau im Blut beitragen kann.(16) Canagliflozin, ein selektiver Natrium/Glucose-Cotransporter 2 (SGLT2) Hemmer, blockiert die Reabsorption von Glukose durch die Niere, steigert den Glukoseausstoss und reduziert das Blutzuckerniveau.(17)

 

Über Janssen Research & Development, LLC

Wir bei Janssen haben uns dem Ziel verschrieben, einige der wichtigsten, bisher unerfüllten medizinischen Bedürfnisse unserer Zeit bei Onkologie, Immunologie, Neurowissenschaft, Infektionskrankheiten und Impfstoffen, sowie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen zu konfrontieren. Den Patienten verpflichtet, entwickeln wir innovative Produkte, Dienstleistungen und Lösungen für das Gesundheitswesen, die Patienten auf der ganzen Welt helfen sollen. Janssen Research & Development, LLC und Janssen Pharmaceuticals, Inc. sind Teil der Janssen Pharmaceuticals Companies von Johnson & Johnson. Bitte besuchen Sie http://www.janssenrnd.com für weiterführende Informationen.

 

Verweise

1.     Schernthaner G et al. Diabetes Care. 5. April 2013 [Epub vor Druckausgabe verfügbar]
2.     Yale JF et al. Diabetes Obes Metab. 2013 Mai; 15(5):463-73.
3.     Stenlöf K et al. Diabetes Obes Metab. 2013 April;15(4):372-82.
4.     International Diabetes Federation, Diabetes Atlas 5th Edition 2012 Update, New estimates for 2012 of diabetes prevalence, mortality, and healthcare expenditures [Diabetes Atlas 5. Ausgabe 2012 Aktualisierung, neue Schätzungen für 2012 über Diabetesverbreitung,
Sterblichkeit und Behandlungsausgaben]. Verfügbar unter: http://www.idf.org/worlddiabetesday/toolkit/gp/facts-figures?language=ru. Zugriff am 4. April 2013.
5.     Centers for Disease Control and Prevention. National diabetes fact sheet: national estimates and general information on diabetes and prediabetes in the United States, 2011. [Nationales Diabetes-Datenblatt: Nationale Schätzungen und allgemeine Informationen über

Diabetes und Prädiabetes in den Vereinigten Staaten, 2011]. Atlanta, GA: U.S. Department of Health and Human Services, Centers for Disease Control and Prevention, 2011.
6.     Weltgesundheitsorganisation. Medienzentrum. Diabetes. Datenblatt 312, März 2013. Verfügbar unter:
http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs312/en/index.html. Zugriff am 31. Mai 2013.
7.     Defronzo RA. Med Clin N Am 2004; 88(4):787-835.
8.     Gerich JE. Diabet Med. 2010; 27(2):136-42.
9.     Definition, diagnosis and classification of diabetes mellitus and its complications [Definition, Diagnose und Klassifizierung von Diabetes mellitus und damit verbundenen Komplikationen]. Teil 1: Diagnosis and classification of diabetes mellitus [Diagnose und
Klassifizierung von Diabetes mellitus]. Genf, Weltgesundheitsorganisation, 1999 (WHO/NCD/NCS/99.2).
10.   Weltgesundheitsorganisation, Medienzentrum, Obesity and overweight [Fettleibigkeit und Übergewicht], Datenblatt Nummer 311. Verfügbar unter:
http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs311/en/. Zugriff am 1. April 2013.
11.   International Obesity Taskforce, Obesity & Research, Obesity the Global Epidemic [Internationale Taskforce für Fettleibigkeit, Fettleibigkeit & Forschung, Fettleibigkeit, die globale Epidemie]. Verfügbar unter:
http://www.iaso.org/iotf/obesity/obesitytheglobalepidemic/. Zugriff am 1. April 2013.
12.   Bailey CJ. Trends Pharmacol Sci. 2011;32(2):63-71.
13.   Casagrande SS et al. Diabetes Care. 15. Februar 2013 Epub vor Druckausgabe verfügbar
14.   Weltgesundheitsorganisation, Medienzentrum, Diabetes, Datenblatt Nummer 312. Verfügbar unter:
http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs312/en/. Zugriff am 1. April 2013.
15.   Centers for Disease Control and Prevention. National diabetes fact sheet: national estimates and general information on diabetes and prediabetes in the United States, 2011. [Nationales Diabetes-Datenblatt: Nationale Schätzungen und allgemeine Informationen über
Diabetes und Prädiabetes in den Vereinigten Staaten, 2011]. Atlanta, GA: U.S. Department of Health and Human Services, Centers for Disease Control and Prevention, 2011.
16.   Gerich J. Diabetes Med. 2010; 27: 136-42.
17.   Rosenstock et al. Diabetes Care. 2012 Juni; 35(6):1232-8. doi: 10.2337/dc11-1926. Epub 9. April 2012

 

24.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Janssen Research & Development, LLC


Zuckerfalle für Diabetiker

 

Pumpernickel liefern mehr Zucker als andere Vollkornbrote

 

Vollkornprodukte fördern nicht nur die Verdauung. Sie verzögern auch die Aufnahme von Zucker und Fett ins Blut. Diesen Effekt wissen vor allem Menschen mit Diabetes zu schätzen - denn auf einer Unterlage aus Roggen- oder Weizenvollkornbrot lässt ein süßer Brotaufstrich den Blutzucker längst nicht so schnell in die Höhe schießen, wie etwa auf Weißbrot.

 

Vorsicht geboten ist allerdings bei Pumpernickel. Die westfälische Vollkornbrot-Spezialität aus Roggenschrot enthält nämlich mit sechs Gramm Zucker pro hundert Gramm doppelt so viel wie normales Brot. „Dennoch würde ich eher zu Pumpernickel raten als zu Weißbrot“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Astrid Tombeck vom Diabetes Zentrum Mergentheim, im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Ideal seien aber normale Roggen- oder Weizenvollkornbrote.     

 

Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 9/2013 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

23.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


"Diabetologie im interdisziplinären Dialog"

 

Diabetes mellitus fachübergreifend behandeln

 

Etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland sind an Diabetes mellitus erkrankt. Jeden Tag kommen fast tausend neue hinzu. Insbesondere die Zahl der Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 steigt kontinuierlich an. Dennoch wird die Dimension dieser Stoffwechselerkrankung und ihrer möglichen Folgekomplikationen wie zum Beispiel Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Erblinden oder Amputation politisch und gesellschaftlich nach wie vor ungenügend wahrgenommen. Außerdem fehlt es für eine bestmögliche Versorgung aller Menschen mit Diabetes hierzulande an flächendeckender diabetesspezifischer Kompetenz. Um diese zu erreichen und der Vielschichtigkeit der Erkrankung gerecht zu werden, muss die Diabetologie oft intensiv mit anderen Fachdisziplinen zusammenarbeiten. Es ist das Anliegen der 7. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) detailliert auf die Zusammenarbeit der Diabetologie mit anderen Fachrichtungen einzugehen. Die Veranstaltung findet vom 15. bis 16. November 2013 im ICC Berlin statt.

 

„Traditionell ist die Herbsttagung der DDG klinisch ausgelegt. In den Mittelpunkt stellen wir in diesem Jahr, wie eng die Diabetologie als eigenständige Subspezialisierung mit zahlreichen anderen Gebieten der Inneren Medizin, aber auch der Pädiatrie, der Neurologie oder beispielsweise der Urologie verbunden ist“, betont der Präsident der 7. DDG-Herbsttagung, Professor Dr. med. Klaus-Dieter Palitzsch, Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes Gesellschaft und Chefarzt der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie, Angiologie und Innere Medizin, Notfallzentrum am Klinikum Neuperlach, Städt. Klinikum München GmbH. „Wir lassen bewusst auch Nichtdiabetologen zu Wort kommen, die von einem anderen Fach in die Diabetologie ‚hineinschauen‘, um zu verdeutlichen, wie wichtig diese Thematik ist.“

 

Daher sind die thematischen Schwerpunkte der Herbsttagung unter dem Oberbegriff „Diabetologie trifft ...“ gegliedert. In Vorträgen, Workshops und Symposien bietet die Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft Ärzten, Wissenschaftlern, Diabetesberatern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen ein breites Themenspektrum von der experimentellen Forschung bis hin zur klinischen Praxis. Die Tagungsteilnehmer können sich aktuelles Wissen zu benachbarten Fachdisziplinen aneignen und sind damit für Klinik und Praxis auf neuestem Stand: Im Symposium „Diabetologie trifft Kardiologie“ diskutieren die   Referenten z. B. unter anderem Neues zur Pathogenese der Atherosklerose sowie zur individualisierten Blutdruckeinstellung bei Diabetes mellitus. Das Symposium „Diabetologie trifft Gastroenterologie“ thematisiert Darm- und Lebererkrankungen bei Diabetes mellitus. Die Vorbeugung und Behandlung von Diabetes Typ 1 im Kindesalter erörtern Referenten in „Diabetologie trifft Pädiatrie“.

 

Workshops zu den Themen „Kontinuierliche Glukosemessung“, „Insulinpumpentherapie bei Diabetes mellitus Typ 1 für Beginner und Fortgeschrittene“ sowie „Duplexsonografische Diagnostik im Bereich der supraaortalen und peripheren Gefäße“ runden das Programm ab.

 

Eröffnet wird die Herbsttagung am Freitag, den 15. November 2013, um 10:45 Uhr im Saal 2 des ICC, die Vorträge beginnen jedoch schon um 8.30 Uhr! Die Fort- und Weiterbildung aller mit Diabetes befassten Berufsgruppen ist ein wichtiges Anliegen der DDG. Das Tagungsprogramm der DDG Herbsttagung vom 15. bis 16. November 2013 im ICC Berlin ist im Internet unter http://www.herbsttagung-ddg.de/ abrufbar. Interessierte können sich dort direkt online anmelden. Bis Donnerstag, den 17. Oktober 2013, zahlen Mitglieder der DDG und diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe Säule I 110 Euro Kongressgebühren, assoziierte Mitglieder der DDG und diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe Säule II entrichten 100 Euro. Für Nichtmitglieder beträgt die Gebühr bis zu diesem Stichtag 235 Euro.

 

20.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft


Aktionstag Gesundheit OÖ 2013: Diabetes

 

Früherkennung, Prävention und strukturierte Betreuung in interdisziplinärer Zusammenarbeit als wichtigste Maßnahmen. Gesundheitsminister Alois Stöger und Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer besuchten den Aktionstag und sprachen sich für eine integrierte Gesundheitsversorgung aus.

 

Der Aktionstag Gesundheit OÖ 2013: Diabetes, eine Initiative der Apothekerkammer Oberösterreich gemeinsam mit AM Plus, Land OÖ und ORF OÖ, informierte Interessierte sowie Betroffene und deren Angehörige umfassend zum besseren Verständnis und zum Umgang mit Diabetes, die damit einhergehenden Krankheiten sowie über alles, was Österreich und im speziellen Oberösterreich in diesem Bereich an Früherkennung, Therapie und therapiebegleitenden Maßnahmen für die Patienten leisten kann. Knapp 1.000 Besucher nutzten trotz schlechter Witterung das Angebot der 35 Aussteller sowie die vielfältigen fachkundigen Informationen aus den Expertentalks, moderiert von Klaus Stecher, ORF Radio Oberösterreich.

 

Initiatoren Aktionstag - Apothekerkammer Oberösterreich und AM PLUS

Derzeit gibt es rund 600.000 diagnostizierte Diabetiker, davon 74.000 in Oberösterreich. Besonders ab dem 40. Lebensjahr sowie unter Kindern und Jugendlichen steigt die Prävalenz an Typ 2 Diabetes zu erkranken. Die steigende Zahl an Betroffenen zeigt, wie wichtig eine frühzeitige Diagnostik, die rechtzeitige Behandlung und eine strukturierte Betreuung sind. Durch das breite Informationsangebot, wie es der Aktionstag Gesundheit OÖ bietet, sollen Wege in die Früherkennung aufgezeigt und Spätfolgen der Diabetes Erkrankung reduziert werden. "Ziel der Veranstaltung war es, allen Oberösterreichern zu ermöglichen, sich über Vorsorge, Früherkennung, Therapie und therapiebegleitende Maßnahmen zu informieren. Zahlreiche Experten - Ärzte, Apotheker, Psychologen und Ernährungswissenschafter - standen vor Ort für die individuelle Beratung zur Verfügung. Mit unserer Initiative wollen wir die Kooperation zwischen den vorhandenen Gesundheitsprogrammen fördern, um die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten", erklärt Mag.pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Oberösterreichischen Apothekerkammer.

 

Dr. Erwin Rebhandl, Allgemeinmediziner und Präsident der Initiative AM PLUS, erläutert die Wichtigkeit einer Vernetzung: "Diabetes wird fast immer zu spät diagnostiziert, mitunter ziehen zehn Jahre ins Land bis die erste Diabetes Diagnose im Raum steht. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits Folgeschäden entstanden und aufgetreten. Ab dem 45. Lebensjahr steigt das Risiko Diabetes zu entwickeln deutlich an. Über verschiedene Initiativen, wie das Betreuungsprogramm "Therapie Aktiv" mit Einbindung der Apotheken, versuchen wir aktiv, Risikopatienten frühzeitig in eine strukturierte Betreuung zu überweisen, um Folgeschäden hintan zu halten. Künftig sollen Modelle für die integrative Gesundheitsversorgung ein Netzwerk rund um den Patienten und die Erkrankung aufbauen, und eine interdisziplinäre Versorgung der Patienten ermöglichen."

 

Aus internistischer Sicht beleuchtete Prim. Univ.-Prof. Dr. Martin Clodi, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin, Barmherzige Brüder in Linz, das Thema Diabetes: "Diabetes mellitus ist eine gefährliche Erkrankung, die ein Menschenleben durchschnittlich um fünf bis sieben Jahre verkürzt, wenn die Therapie nicht rechtzeitig startet. Wesentlich in der Diabetes Prävention ist also eine rechtzeitige Diagnose und der rechtzeitige Start der adäquaten Therapie, die die Bereiche Ernährung, Bewegung und Gewichtsreduktion umfaßt. Ab dem 40. Lebensjahr fällt den Patienten eine Veränderung ihrer Lebensgewohnheiten zunehmend schwerer. Ab diesem Zeitpunkt sollten Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerte regelmäßig gemessen werden. Liegt einer der Werte über dem kritischen Punkt, ist eine medikamentöse Therapie notwendig. Die großen Komplikationen des Diabetes, also Schlaganfall und Herzinfarkt, könnten weiter reduziert werden. Dies ist nicht nur für die Patienten ein Vorteil, sondern auch für das Gesundheitssystem und die Kosten.

 

Das Auge ermöglicht den direkten Blick in den menschlichen Körper und eine Beurteilung des Zustandes der Blutgefäße. Den Zusammenhang erklärt MR Dr. Karl Riedler, Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie: "Diabetes mellitus ist die häufigste Erblindungsursache in den Industrieländern. Diabetes zerstört die Blutgefäße im Körper und dadurch auch die Netzhaut. Durch eine Untersuchung des Augenhintergrundes, die einzige Stelle des Körpers an der man die Blutgefäße gut sehen und pathologische Veränderungen erkennen kann, stellt eine sehr einfache Möglichkeit der Diabetes Diagnose dar. Bei Vorliegen von diabetischen Gefäßschäden ergeht vom Augenarzt, der die Augenhintergrunduntersuchung durchführt, eine Überweisung an den Hausarzt und den Diabetologen. Das Auge kann bei diabetischen Gefäßschäden gut behandelt werden - durch Lasertherapie, einer Injektion ins Auge oder eine Operation an der Netzhaut.

 

Da von den jährlich rund 1.200 neuen Dialysefällen ein Drittel Diabetiker sind, gilt es künftig auch die strukturierte Versorgung der Niere zu fördern. Prim. Univ.-Prof. Dr. Erich Pohanka, Präsident der ÖGN und Leiter der II. Medizinischen Abteilung, AKH Linz erklärt: "Eine Erkrankung der Niere erhöht das Risiko für eine Herz- und Gefäßerkrankung bis zum Zehnfachen, besonders unerkannter Diabetes und Bluthochdruck sind hierfür Risikofaktoren. Diabetes ist nachgewiesenermaßen die häufigste Ursache für Blindheit bei Erwerbstätigen und eine Dialyse. Neben einem breiten Therapieangebot in spezialisierten Zentren müssen wir vermehrt Bewusstsein für die Erkrankung schaffen und Personen mit hohem Risiko oder gar einer manifesten Erkrankung frühzeitig herausfiltern." Das Anliegen der ÖGN ist die systematische Früherkennung durch Patienten-Screenings in den Risikogruppen - das sind geschätzte 400.000 Personen mit Diabetes, Hypertonie und/oder Adipositas in einem Netzwerk aus Allgemeinmedizinern und Experten.

 

Großer Erfolg für den Aktionstag Gesundheit OÖ 2013: Diabetes

Die beiden Initiatoren ziehen nach einem langen Tag voller Information, Beratung und Wissensaustausch zum Thema Diabetes ein positives Resümee: "Wir freuen uns über die vielen Besucher, die sich im Lauf des Aktionstages Gesundheit heute in Linz über Diabetes informiert haben. Mit unserer Initiative wollen wir die Kooperation zwischen den vorhandenen Gesundheitsprogrammen fördern, um die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Bedanken möchten wir uns in diesem Zusammenhang beim Land Oberösterreich, der OÖGKK und dem ORF OÖ sowie vielen weiteren Kooperationspartnern, die diesen Tag des Wissensaustausches und der niederschwelligen Beratung unterstützt und gemeinsam mit AM PLUS und der Apothekerkammer Oberösterreich umgesetzt haben," so Mursch-Edlmayr. Rebhandl erläutert abschließend: "Dass auch Gesundheitsminister Alois Stöger und Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer den Aktionstag besucht haben, ehrt uns ganz besonders. Wir bedanken uns herzlich für ihr Engagement, mit dem sie zu den Themen Früherkennung, Prävention, einer strukturierten Betreuung und dem Miteinander der Gesundheitsberufe Stellung beziehen. Das große Interesse der Besucher an fachkundiger Information und Beratung freut uns sehr. Wir sind überzeugt, mit dem Aktionstag Gesundheit OÖ einen wesentlichen Beitrag zur Früherkennung und Prävention im Bereich Diabetes leisten zu können."

 

Die in diesem Pressetext verwendeten Personen- und Berufsbezeichnungen treten der besseren Lesbarkeit halber nur in einer Form auf, sind aber natürlich gleichwertig auf beide Geschlechter bezogen.

 

19.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Apothekerkammer Oberösterreich


DGParo: Neue Behandlungschancen bei Parodontitis und Diabetes

 

Bei der Früherkennung und Prävention des Diabetes mellitus kann der Zahnarzt eine wichtige Schnittstellenaufgabe übernehmen

 

Sowohl bei der Parodontitis als auch beim Diabetes mellitus Typ 2 handelt es sich um chronische Volkskrankheiten mit steigender Prävalenz, deren schwerwiegende Folgen bei frühzeitiger Diagnose verhindert bzw. gemindert werden könnten.

 

Angesichts vorliegender Evidenz, dass eine manifeste Parodontitis die glykämische Situation verschlechtert und sich eine unzureichende Blutzuckereinstellung negativ auf parodontale Erkrankungen auswirkt, ist für die optimale Behandlung ein interdisziplinärer Ansatz erforderlich, der Zahnmedizin und Diabetologie einschließt. Die Behandlung von Parodontopathien muss integraler Bestandteil des Diabetesmanagements werden, wie auch eine gute glykämische Kontrolle eine erfolgreiche Parodontitistherapie sichert. Hier sind die Zahnärzte als regelmäßige Ansprechpartner der Patienten gefordert, die hohe Kontaktrate für eine Verbesserung der medizinischen Versorgung zu nutzen und damit zur Senkung des allgemeinen Erkrankungsrisikos beizutragen. Infolgedessen werden zunehmend höhere Anforderungen an die medizinischen Kompetenzen des Zahnarztes sowie des zahnärztlichen Teams gestellt, die vor diesem Hintergrund deutlich gestärkt werden müssen.


Parodontalerkrankungen (Parodontitis u. Gingivitis) gehören zu den häufigsten oralen Manifestationen des Diabetes. Deshalb wird heute auch von der Parodontitis als einer weiteren wichtigen Diabetesfolgeerkrankung gesprochen [1]. Aufgrund der Erkenntnisse über die folgenschweren Wechselwirkungen zwischen Diabetes und Parodontitis stellen die Parodontitisprävention, -therapie und -nachsorge ein wichtiges Bindeglied zwischen der Zahnheilkunde und der Diabetologie dar.

 

Eindeutige Evidenz für bidirektionalen Zusammenhang

Prävalenz, Schweregrad und Progression der Parodontitis sind mit Diabetes mellitus assoziiert [2,3]. Unabhängig vom Diabetestyp sind die durchschnittliche Sondierungstiefe und der durchschnittliche klinische Attachmentverlust bei Diabetes mellitus signifikant erhöht [4]. Die Progression von Parodontitiden ist bei Typ 1 und 2 Diabetikern beschleunigt [5], was sich auch in stärkerem Zahnverlust [6] manifestiert. Das erhöhte Risiko, bei Vorliegen eines Diabetes mellitus an Parodontitis zu erkranken, hängt von der glykämischen Einstellung ab. Mit besserer Einstellung ähnelt der Parodontalzustand von Diabetikern dem von Nichtdiabetikern, wohingegen mit schlechterer glykämischer Kontrolle das Risiko für eine parodontale Destruktion zunimmt [5,7,8]. Zudem sprechen metabolisch gut eingestellte Diabetiker ähnlich gut auf eine Parodontitistherapie wie Nichtdiabetiker an und die Ergebnisse können gleichermaßen erfolgreich aufrechterhalten werden [9-11].

 

Die Parodontitis wiederum erschwert bei Diabetikern die Stoffwechselkontrolle und verschlechtert ihre glykämische Einstellung [12], da mit Zunahme der Sondierungstiefe oder des entzündeten parodontalen Gewebes der HbA1c-Wert ansteigt [13,14]. Aber auch bei Nicht-Diabetikern ist der Blutglukosespiegel mit Parodontitis bzw. deren Schweregrad assoziiert [15-18] und das Risiko für die Entstehung einer gestörten Glukosetoleranz bzw. eines Diabetes mellitus als Folge der parodontalen Erkrankung erhöht [19-22].


Darüber hinaus zeigen Studien bei Pima-Indianern, die unter einer hohen Prävalenz des Typ 2 Diabetes leiden, dass parodontale Erkrankungen das Risiko für Diabetes-assoziierte Komplikationen steigern [20,23-25]. Bei diesen Typ 2 Diabetikern mit schwerer Parodontitis ist im Vergleich mit parodontal-gesunden oder parodontal leicht erkrankten Patienten die Sterblichkeit aufgrund einer ischämischen Herzkrankheit 2,3-fach und einer diabetischen Nephropathie 8,5-fach [23] sowie die Inzidenz von Makroalbuminurie 2,1-fach und die einer terminalen Niereninsuffizienz 3,5-fach erhöht [24].


In diesem Zusammenhang und angesichts dieser Zahlen sollten künftig parodontale Prävention bzw. eine rechtzeitige Parodontitistherapie einen höheren Stellenwert als bisher einnehmen. In einer Reihe von Meta-Analysen wurde nachgewiesen, dass durch eine effektive Parodontitistherapie die glykämische Einstellung bei parodontal erkrankten Typ 2 Diabetikern verbessert werden kann [26-30]. Die Senkung des HbA1c-Wertes bei Typ-2-Diabetes lag drei Monate nach nicht-chirurgischer Parodontitistherapie zwischen 0,4 und 0,5 Prozent, was von der klinischen Bedeutung dem Hinzufügen eines zweiten Medikaments zu einer pharmakologischen Therapie bei Diabetes entspricht.

 

Diagnostik-, Präventions- und Therapieempfehlungen

Bei ihrer zahnärztlichen Erstbefundung sollten Patienten mit Typ 1, Typ 2 und Gestationsdiabetes einer gründlichen oralen Untersuchung mit einer umfassenden parodontalen Befundung unterzogen werden. Im Rahmen der Anamneseerhebung sollte erfragt werden, an welchem Diabetestyp der Patient leidet, seit wann der Diabetes mellitus besteht, ob und welche Diabetes-assoziierten Komplikationen vorliegen, wie der Diabetes augenblicklich therapiert wird und wie er eingestellt ist (HbA1c-Wert). Für parodontal erkrankte Diabetiker sind ein effektives subgingivales Debridement sowie regelmäßige zahnärztliche Kontrolluntersuchungen und professionelle Zahnreinigungen besonders wichtig. Abhängig von der glykämischen Einstellung sollten diese mindestens halbjährlich erfolgen, gegebenenfalls sind auch kürzere Kontrolltermine zu vereinbaren. Wichtig ist, dass die parodontalen Taschen regelmäßig gemessen und tiefere Taschen subgingival instrumentiert werden. Diabetespatienten müssen im Zusammenhang mit ihrem erhöhten parodontalen Erkrankungsrisiko und den damit verbundenen Komplikationen besonders über die Bedeutung der täglichen häuslichen Mundhygiene wie auch über die notwendige lebenslange Betreuung durch ihren Zahnarzt aufgeklärt werden. Aber auch Patienten, die sich ohne Diabetesdiagnose, aber mit offensichtlichen Risikofaktoren für einen Typ 2 Diabetes (Übergewicht, Bluthochdruck, positive Diabetes-Familienanamnese) und Zeichen einer Parodontitis beim Zahnarzt vorstellen, sollten über ihr Diabetesrisiko informiert und anhand eines am Behandlungsstuhl durchgeführten Blutzuckertests gescreent werden, und/oder zu ihrem Hausarzt für eine entsprechende Diabetesdiagnostik überwiesen werden [31].

 

Fazit für die tägliche Praxis

Die erfolgreiche Therapie sowohl der Parodontitis als auch des Diabetes mellitus setzt eine enge und vertrauensvolle interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen behandelndem Hausarzt bzw. Diabetologen und dem Zahnarzt sowie eine sehr gute Patientencompliance voraus.

 

Im Rahmen der zahnärztlichen Anamnese und Diagnostik gilt es, mögliche Auswirkungen eines Diabetes auf die Mundgesundheit zu erkennen sowie entsprechende präventive und therapeutische Maßnahmen zu treffen. Wenn die Kooperation zwischen zahnärztlich,

hausärztlich oder internistisch tätigen Medizinern gelingt, werden Patienten hinsichtlich verbesserter Früherkennung, Behandlung und Prognose ihres Diabetes profitieren. Daher kann die praktische Empfehlung von heute nur lauten: “Jeder Diabetiker sollte zum Zahnarzt überwiesen werden, wie auch umgekehrt die Zahnarztpraxis ein Screeningort für Diabetes sein könnte”.

 

Literatur

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[31] Lalla E, Cheng B, Kunzel C, Burkett S, Lamster IB. Dental Findings and Identification of Undiagnosed Hyperglycemia. J Dent Res 2013 Aug 26. [Epub ahead of print]

 

Zur Aufklärungskampagne der EFP/DGParo für bessere Mundgesundheit:
Die European Federation of Periodontology (EFP) und die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DGParo) haben auf der Grundlage von neuen Forschungsergebnissen zu Wechselwirkungen zwischen parodontalen und systemischen Erkrankungen eine umfangreiche Aufklärungskampagne für ein besseres Mundgesundheitsbewusstsein eingeleitet. Unterstützt wird die Kampagne, die sich an Zahnärzte und Dentalhygieniker in ganz Europa sowie die breite Öffentlichkeit richtet, von Colgate-Palmolive und GABA.


Die DGParo hat die EFP-Aufklärungskampagne zum Anlass genommen, in den kommenden Monaten über diese Wechselwirkungen in den Medien und auf ihrer Website zu berichten. Ziel ist es, die Zahnärzteschaft und die Humanmediziner für dieses interdisziplinäre Thema zu sensibilisieren und darüber hinaus in Richtung Patienten aufzuklären. Aktuelle Informationen und Pressemitteilungen zur Kampagne finden sich auf der Website der DGParo - Gesellschaft.


Die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V. (DGParo) nimmt wissenschaftliche und fachliche Aufgaben auf dem Gebiet der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, insbesondere der Parodontologie wahr. Für ihre fast 4.400 Mitglieder sowie zahnärztliche Organisationen ist sie als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis seit nahezu 90 Jahren beratend und unterstützend in parodontologischen Fragen tätig. Zu den Aufgaben der DGParo gehört u.a. die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Parodontologie sowie die Auswertung, Verbreitung und Vertretung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in Richtung zahnärztliche Praxis. Wesentliche Tätigkeitsschwerpunkte neben der Durchführung von wissenschaftlichen Tagungen, sind die Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Parodontologie sowie die Ausrichtung entsprechender Veranstaltungen. Zudem arbeitet die zahnärztliche Fachgesellschaft interdisziplinär, etwa mit allgemeinmedizinischen und anderen wissenschaftlichen Gesellschaften, Arbeitsgemeinschaften und Institutionen des In- und Auslandes zusammen. Sie ist wichtiger Förderer von Forschung und Wissenschaft im Bereich Parodontologie und vergibt jährlich Wissenschaftspreise wie den Eugen-Fröhlich-Preis. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

 

18.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V.


Accu-Chek®: Neue Erlebniswelt "Eltern" online

 

Die Diagnose „Diabetes“ bei Kindern stellt Eltern vor zahlreiche Herausforderungen: Nicht nur der Alltag der Kinder verändert sich maßgeblich, auch Bereiche wie Partnerschaft und Familie werden stark davon beeinflusst. Die neue Erlebniswelt "Eltern" unter www.accu-chek.de/eltern bietet zu diesem Thema zahlreiche Informationen und Wissenswertes an – auch zum Download. Auf der interaktiven Seite werden anhand dreier virtueller Kinderzimmer die unterschiedlichen Entwicklungsphasen Kleinkind, Schulkind und Jugendlicher symbolisiert, da jede Altersstufe unterschiedliche Ansprüche hat. Ein Ziel der Erlebniswelt ist es, Eltern Antworten auf ihre Fragen zu geben und sie dadurch im Umgang mit der Erkrankung zu unterstützen. Außerdem steht anschauliches und altersgerechtes Material für Gespräche mit den Kindern zur Verfügung.

 

Zu Beginn einer Diabetestherapie ist es wichtig, Eltern und Kinder umfassend über die Erkrankung aufzuklären, denn die ganze Familie ist von heute auf morgen mit vielen Fragen, häufig auch Ängsten und einem auf den Kopf gestellten Alltag kon-frontiert. Vom ersten Moment an müssen Blutzuckerwerte gemessen, Insulin ge-spritzt und die Ernährung angepasst werden. Zudem stehen Eltern vor der Entscheidung, ob eine Insulinpumpe für ihr Kind gegebenenfalls die richtige Wahl ist. Auch der Umgang mit Hypo- oder Hyperglykämien bedarf einer sorgfältigen Schulung. Für diese neue Lebenssituation bietet das Erlebnisportal – ergänzend zu den Gesprächen mit dem behandelnden Arzt – einen besonderen Service: Die virtuellen Protagonisten, Kerstin und Jan, klären am Beispiel ihres Sohnes Jonas detailliert über die verschiedenen Aspekte einer Diabetestherapie im Alltag auf. Für die jeweiligen Bedürfnisse der Entwicklungsphasen werden kindgerechte Servicematerialien wie Leitfäden oder die Accu-Chek® Bilderbuchreihe „Kleiner DiabeTiger“ angeboten. Zu den Themen Diagnose, Hypoglykämie, Ernährung und Insulinpumpe kann jeweils ein Vorlesetext abgerufen werden. Für ältere Kinder und Jugendliche sind ebenfalls Themen wie „Sport und Spiel“ aufbereitet. In diesen Bereichen wird insbesondere über den Einfluss von Alltagsaktivitäten auf den Blutzuckerspiegel aufgeklärt. Auch für die besonderen Situationen des Teenageralters, wie „Erste Liebe“ oder „Party“ stehen Informationen und Tipps bereit.

 

Insulinpumpentherapie bei Kindern
Wenn Kinder neu auf eine Insulinpumpentherapie eingestellt werden sollen, haben Eltern viele Fragen zum Alltag mit der Pumpe, zur Technik, Sicherheit oder der Handhabung. Deshalb stellt die Insulinpumpentherapie im Kindesalter einen großen Themenbereich der Erlebniswelt dar. Für Eltern, bei deren Kindern eine Insulinpumpentherapie bereits indiziert ist, gibt es eine Online-Broschüre sowohl zu technischen Details als auch zum Beantragungsprozess. Zusätzlich zu den Informationen des Arztes erhalten Besucher eine detaillierte Übersicht zu den Voraussetzungen für eine Insulinpumpentherapie sowie zu möglichen Hürden bei der Beantragung. In diesem Zusammenhang wird außerdem ausführlich über Schulungen informiert.


Gerade für den Einsatz bei (Klein-)Kindern eignet sich das Accu-Chek® Combo System: Die Insulingaben können von Eltern oder Betreuern via Fernbedienung mit Bluetooth-Technologie von Anfang an einfach und diskret verabreicht oder geändert werden. Der integrierte Bolusrechner ermöglicht eine zuverlässige Insulingabe, die sowohl auf den Gesundheitszustand als auch die körperliche Aktivität des Kindes abgestimmt werden kann.

 

Accu-Chek Erlebniswelt  „Eltern“: www.accu-chek.de/eltern

 

Über Roche Diabetes Care
Roche Diabetes Care ist ein Pionier in der Entwicklung von Blutzuckermessgeräten und weltweit führend in den Bereichen Diabetes Management Systeme und Services. Es Menschen mit Diabetes zu ermöglichen, ein fast normales und aktives Leben zu führen – dafür setzt sich die Marke Accu-Chek® seit mehr als 35 Jahren engagiert ein. Zudem unterstützt sie Ärzte und andere medizinische Fachkräfte darin, ihre Patienten optimal zu betreuen. Accu-Chek® bietet Menschen mit Diabetes und ihren Versorgern innovative Produkte und umfassende Lösungen für ein komfortables, effizientes und effektives Diabetes Management – von der Blutzuckermessung über die Dokumentation und Interpretation der Daten bis hin zur Insulingabe. Das Accu-Chek®-Portfolio umfasst Blutzuckermessgeräte, Insulinpumpen-Systeme, Stechhilfen sowie Lösungen im Bereich Informations-Management und Schulungsprogramme für Ärzte, Diabetesberaterinnen und Menschen mit Diabetes – die zu einem verbesserten Therapieergebnis beitragen können. Nähere Informationen finden Sie unter http://www.accu-chek.de/. Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

 

17.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Roche Diabetes Care


Insulinabbau in der Leber lässt auf das Risiko für Stoffwechselerkrankungen schließen
 
Das metabolische Syndrom ist durch Übergewicht, Bluthochdruck, einen gestörten Fettstoffwechsel und eine Insulinunempfindlichkeit der Körperzellen charakterisiert. Menschen, die an dem "tödlichen Quartett" leiden, erkranken häufiger an Diabetes, Herz-Kreislauf- sowie bestimmten Krebs-Erkrankungen. Wie Wissenschaftler um Natalia Rudovich und Andreas F. H. Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung nun zeigen, lässt die Geschwindigkeit, mit der die Leber Insulin abbaut, sehr frühzeitig auf das Risiko für ein metabolisches Syndrom schließen - und zwar unabhängig von anderen Faktoren. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift Diabetes Care*.

  Das metabolische Syndrom ist durch Übergewicht, Bluthochdruck, einen gestörten Fettstoffwechsel und eine Insulinunempfindlichkeit der Körperzellen charakterisiert. Menschen, die an dem "tödlichen Quartett" leiden, erkranken häufiger an Diabetes, Herz-Kreislauf- sowie bestimmten Krebs-Erkrankungen. Wie Wissenschaftler um Natalia Rudovich und Andreas F. H. Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung nun zeigen, lässt die Geschwindigkeit, mit der die Leber Insulin abbaut, sehr frühzeitig auf das Risiko für ein metabolisches Syndrom schließen - und zwar unabhängig von anderen Faktoren. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift Diabetes Care*.

 

Um mehr über die Stoffwechselprozesse zu erfahren, die dem metabolischen Syndrom und seiner wohl wichtigsten Folgeerkrankung, dem Typ-2-Diabetes, zu Grunde liegen, führten die Potsdamer Wissenschaftler eine große Bevölkerungsstudie** in der Region

Berlin/Potsdam durch. Die Forscher untersuchten die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen, den Insulinabbau in der Leber sowie die Insulinsekretion der Probanden. Darüber hinaus erhoben sie Daten zum Alter, Geschlecht, Taillenumfang, Blutdruck, Blutzuckerspiegel und Fettstoffwechsel.

 

Übereinstimmend mit früheren Untersuchungen belegen die Studienergebnisse, dass ein verminderter Insulinabbau in der Leber in engem Zusammenhang mit verschiedenen Komponenten des metabolischen Syndroms steht, wie beispielsweise der Insulinausschüttung. Wie

die Potsdamer Forscher zudem zeigen, weist ein verringerter Insulinabbau in der Leber unabhängig von Übergewicht und Alter der Probanden sehr vorzeitig auf ein beginnendes metabolisches Syndrom sowie eine beginnende Störung des Zuckerstoffwechsels hin.

 

„Es ist daher zu überlegen, ob eine Messung des Insulinabbaus zukünftig genutzt werden könnte, um Hochrisiko-Personen sehr früh zu identifizieren, ehe es zum Ausbruch eines Typ-2-Diabetes kommt“, sagt Natalia Rudovich, Leiterin der wissenschaftlichen Untersuchung. „Vorbeugende und therapeutische Maßnahmen könnten so rechtzeitig und sehr gezielt eingeleitet werden“.

 

„Die von uns erhobenen Stoffwechseldaten geben darüber hinaus einen Einblick in die Mechanismen, die an der Entstehung des Typ-2-Diabetes beteiligt sind“, ergänzt Professor Pfeiffer. „Wie wir in unserer Studie beobachteten, baute die Leber umso weniger Insulin ab, je stärker die Insulinausschüttung war. Dies legt die Vermutung nahe, dass die Insulinsekretion den Insulinabbau direkt reguliert und eine hohe Insulinausschüttung den Insulinspiegel in der Leber durch eine Hemmung des Insulinabbaus noch weiter erhöht. Ein solcher Mechanismus könnte zum Beispiel erklären, warum ein hoher Konsum von zuckerhaltigen Getränken, der mit einer starken Ausschüttung von Insulin verbunden ist, die Ausbildung einer nichtalkoholischen Fettleber und damit Typ-2-Diabetes begünstigt. Denn Insulin stimuliert in

der Leber u. a. die Fettsynthese.“

 

Hintergrundinformationen:
*Pivovarova, O., Wolfgang Bernigau et al.; Diabetes Care 36:1–7, 2013; doi: 10.2337/dc12-1203

 

Typ-2-Diabetes (früher auch als Alterszucker bezeichnet) ist nicht nur durch hohe Blutzuckerwerte charakterisiert, sondern auch durch eine Insulinunempfindlichkeit der Körperzellen, erhöhte Insulinspiegel im Blut sowie einen verminderten Insulinabbau in der Leber. Ein Typ-2-Diabetes entwickelt sich schleichend über Jahre, wobei Gefäße und Augen bereits frühzeitig geschädigt werden können. Schwere Folgeschäden sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Blindheit oder Nierenversagen.

 

**Die Studienteilnehmer wurden aus der MESYBEPO (Metabolisches Syndrom Berlin Potsdam)-Studie rekrutiert, an der 2.500 Berliner und Potsdamer Bürger teilnahmen. Zu Beginn der Untersuchung litten 325 von den 800 rekrutierten Studienteilnehmern an einem metabolischen Syndrom, waren aber noch nicht an Diabetes erkrankt. Nach einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von fünf Jahren untersuchten die Forscher 189 der Studienteilnehmer erneut. Von diesen waren 47 während der Nachbeobachtungszeit erstmalig am metabolischen Syndrom erkrankt, bei 33 der Studienteilnehmer trat zum ersten Mal eine Störung des Zuckerstoffwechsels auf.

 

Das DIfE ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es erforscht die Ursachen ernährungsbedingter Erkrankungen, um neue Strategien für Prävention, Therapie und Ernährungsempfehlungen zu entwickeln. Forschungsschwerpunkte sind dabei Adipositas (Fettsucht), Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Näheres unter http://www.dife.de. Das DIfE ist zudem ein Partner des 2009 vom BMBF geförderten DZD. Näheres unter http://www.dzd-ev.de.

 

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Wissenschaftscampi –, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 16.500 Personen, darunter 7.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,4 Milliarden Euro. Näheres unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de.

 

17.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)


Neue Untersuchung für diabetische Neuropathie

 

Hornhaut des Auges verrät frühzeitig Nervenschäden

 

Die Hornhaut des Auges gibt Auskunft über Schäden am gesamten Nervensystem. Auf Basis dieser Erkenntnis haben Augenärzte aus Rostock eine neue Untersuchungsmethode für diabetesbedingte Nervenschäden entwickelt. Das „Rostock Laser Scanning Mikroskop“ bietet damit erstmals ein schonendes Diagnoseverfahren für die diabetische Neuropathie, unter der jeder vierte Diabetiker leidet. Die neue Diagnostik könnte auch die Entwicklung eines Neuropathie-Medikaments entscheidend voranbringen, erklärten die Wissenschaftler am 12. September 2013 auf der Vorab-Pressekonferenz des 111. Kongresses der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Die Jahrestagung findet vom 19. bis 22. September 2013 in Berlin statt.

 

Neuropathie ist eine gefürchtete Spätfolge des Diabetes, unter der in Deutschland rund 1,5 Millionen Betroffene leiden. Die dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerte schädigen das Nervensystem, häufig die unter der Haut liegenden Empfindungs- und Bewegungsnerven.

 

Schmerzen und Taubheitsgefühle sind die Folge. Weil die Betroffenen kleinere Fußverletzungen nicht mehr spüren, kommt es zu chronischen Entzündungen, die schließlich in einigen Fällen sogar eine Amputation einzelner Zehen oder des gesamten Fußes erfordern.

 

Bislang gab es jedoch keine Möglichkeit, eine Neuropathie früh und zuverlässig zu diagnostizieren. „Gewebeproben aus betroffenen Gebieten des Beines waren bisher als invasive, aber trotzdem nicht immer zuverlässige Methode notwendig“, erläutert Professor Dr. med. Rudolf Guthoff, Direktor der Universitätsaugenklinik Rostock. Sein Wissenschaftler-Team suchte daher nach einem neuen und schonenderen Verfahren, das an der Hornhaut des Auges ansetzt. „Wir wissen, dass das Auge Nervenschädigungen am gesamten Körper widerspiegelt“, so Guthoff.

 

In Zusammenarbeit mit der Firma Heidelberg Engineering entwickelten die Universitätsmediziner das „Rostock Laser Scanning Mikroskop“ (RLSM). Mit einem speziellen Aufsatzmodul vermessen die Ophthalmologen das Nervenfasergeflecht der Hornhaut und ziehen dadurch Rückschlüsse auf das Nervensystem des Körpers. „Parameter wie Nervenfaserlänge, Nervenfaserdichte und Anzahl der Verzweigungen sind ein direkter Gradmesser für das Ausmaß der Neuropathie“, erklärt DOG-Experte Guthoff. Für die Untersuchung erhält der Patient lediglich Augentropfen. Dann berührt das Mikroskop kurz die Augenoberfläche, und es baut sich ein Bild der Nervenfaserstruktur auf.

 

„Mit dem Mikroskop können wir die diabetische Neuropathie frühzeitig diagnostizieren, bevor es zu schweren Schäden kommt“, so Guthoff. Eine wirksame Behandlung der diabetesbedingten Neuropathie gibt es bislang nicht. „Aber man kann vorbeugen, indem der Patient auf einen gut eingestellten Blutzucker achtet, Bagatellverletzungen am Fuß meidet und regelmäßig zur Fußpflege geht“, erläutert Guthoff.

 

Die neue Diagnostik dürfte auch die Entwicklung neuer Medikamente voranbringen, hofft der DOG-Experte. Die US-amerikanische „Food and Drug Administration“ (FDA) denkt bereits darüber nach, das Rostocker Mikroskop als einen diagnostischen Marker für künftige Studien einzuführen. So könnten Pharmafirmen die Wirksamkeit eines Neuropathie-Präparats erstmals eindeutig und frühzeitig nachweisen.

 

Bisher bieten erst wenige spezialisierte Universitätsaugenkliniken die neue Nervenfaseranalyse an. „Hoffentlich bald wird jedoch eine komfortable Analysesoftware zur Verfügung stehen, die eine breite klinische Anwendung ermöglicht“, erklärt Rudolf Guthoff.

 

DOG: Forschung – Lehre – Krankenversorgung

Die DOG ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland. Sie vereint unter ihrem Dach mehr als 6000 Ärzte und Wissenschaftler, die augenheilkundlich forschen, lehren und behandeln. Wesentliches Anliegen der DOG ist es, die Forschung in der Augenheilkunde zu fördern: Sie unterstützt wissenschaftliche Projekte und Studien, veranstaltet Kongresse und gibt wissenschaftliche Fachzeitschriften heraus. Darüber hinaus setzt sich die DOG für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Augenheilkunde ein, indem sie zum Beispiel Stipendien vor allem für junge Forscher vergibt. Gegründet im Jahr 1857 in Heidelberg ist die DOG die älteste medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft der Welt.

 

12.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft


Insulet Corp. mit neuer Generation der Insulin-Pumpe

 

Diabetes & Geld, Deutschlands führender Informationsdienst zu den Themen Diabetes, Geld und Börse, berichtet in seinem neuesten Update vom durchschlagenden Erfolg seines Musterdepotwertes Insulet Corp. aus den USA: Am 11. September präsentierte sich Insulet Corp. gleich auf zwei Gesundheits-Konferenzen – und schon erreichte die Aktie des Unternehmens ein neues Allzeit-Hoch!

Die Geschichte der Insulet Corp. beginnt beinahe wie ein Märchen: 1992 wurde bei einem kleinen Jungen Diabetes diagnostiziert. Sein Vater suchte nach der bestmöglichen Behandlung und gründete gemeinsam mit Experten die Insulet Corp., die inzwischen zum Marktführer bei Insulinpumpen avancierte.


Im Frühjahr brachte Insulet die zweite Generation seiner Insulinpumpe auf den Markt und die gegenüber der ersten Generation leichtere, kleinere und leistungsstärkere Insulinpumpe avanciert zu einem wahren Kassenschlager. Das zeigten auch die Zahlen zum 2. Quartal 2013; mit diesen konnte Insulet die Erwartungen des Marktes weit übertreffen. Und auch der Ausblick auf das Gesamtjahr wurde bei Bekanntgabe der Zahlen kräftig angehoben.

 

Der Umsatz kletterte um 18% auf 60,1 Millionen US-Dollar (nach 51,0 Millionen US-Dollar im Vorjahr). Auch gegenüber dem 1. Quartal 2013, in dem der Umsatz bei 57,4 Millionen US-Dollar lag, konnte Insulet beim Umsatz kräftig zulegen.

 

Das Bruttoergebnis legte gegenüber den 22,3 Millionen US-Dollar im 2. Quartal 2012 um 20% auf 26,8 Millionen US-Dollar zu. Der operative Verlust betrug 5,8 Millionen US-Dollar gegenüber 10,5 Millionen US-Dollar im Vorjahr, ein Plus von 45%. Das Ergebnis je Aktie lag bei -0,20 US-Dollar nach -0,30 US-Dollar im Vorjahr, ein Plus von 33%.


„Das war ein hervorragendes Quartal für Insulet, wobei die Nachfrage nach der neuen OmniPod-Insulinpumpe unsere Erwartungen übertroffen hat“, sagte Duane DeSisto, Vorstand von Insulet. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen nun einen Umsatz von 242 bis 252 Millionen US-Dollar.


Die Leser von Diabetes & Geld, die das Diabetes-Strategie-Musterdepot 1:1 nachbilden, konnten mit der Insulet-Aktie inzwischen einen Kursgewinn von stolzen 74% verbuchen.


Mehr zu den Unternehmen im Diabetes-Strategie-Musterdepot erfahren Sie in einer kostenlosen Probeausgabe von Diabetes & Geld, die Sie unter www.diabetesundgeld.de anfordern können.

 

12.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Diabetes & Geld


Melatonin und Diabetes mellitus - wie das "Schlafhormon" Melatonin und die Zuckerkrankheit zusammenhängen

 

Mit derzeit nahezu 10 Millionen Erkrankten in Deutschland gehört der Diabetes mellitus zu den gefährlichsten Stoffwechselkrankheiten. An Behandlungsmöglichkeiten wird derzeit intensiv geforscht. Bereits seit Jahren befasst sich das Akademie-Projekt "Zeitstrukturen endokriner Systeme" der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig intensiv mit den Wechselbeziehungen zwischen dem Hormon der Zirbeldrüse, Melatonin, und den Hormonen der Bauchspeicheldrüse, Insulin und Glukagon.

 

Im Rahmen der Projektarbeit konnte nachgewiesen werden, dass es wichtige Wechselbeziehungen zwischen diesen Hormonen gibt. Unter der wissenschaftlichen Leitung des Akademie-Mitgliedes und Projektleiters, Prof. Dr. med. Elmar Peschke, findet am Freitag, dem 13. September 2013, dazu in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften das Symposium "Melatonin und Diabetes mellitus" statt. Unter Beteiligung namhafter Wissenschaftler wird in Vorträgen, Poster-Präsentationen und Diskussionen der aktuelle Forschungsstand widergespiegelt und ein Überblick über die Pathophysiologie von Typ1- und Typ2-Diabetes mit klinischen Folgen gegeben. Die Bedeutung des für die "Innere Uhr" wichtigen Hormons Melatonin im Zusammenhang mit Diabetes findet dabei besondere Beachtung.


Die Veranstaltung beginnt um 9.00 Uhr im Akademiegebäude, Karl-Tauchnitz-Strasse 1, 04107 Leipzig, der Eintritt ist frei.

 

Programm und weitere Informationen unter www.saw-leipzig.de/aktuelles/melatonin-und-diabetes-mellitus

 

10.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig


Weiß macht süß

 

Der Geschmack ist von mehr abhängig als von Zucker, Salz oder Gewürzen

 

Rätselhafter Geschmack: Mit einem weißen Löffel gegessen, erscheint uns Joghurt süßer. Ist der Löffel auch noch aus Plastik, schmeckt die Milchspeise überhaupt intensiver - und teurer. Das berichtet das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" unter Berufung auf Forscher von der Universität Oxford (England). Die Wissenschaftler testeten, wie sich die Art des Bestecks auf den Geschmack auswirkt. 

 

Das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" 9/2013 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

09.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Impfung gegen Typ-1-Diabetes?

 

Impfstoff bremst Immunzellen, die die eigene Bauchspeicheldrüse angreifen

 

US-Forscher haben einen Impfstoff entwickelt, der bei neu diagnostiziertem Typ-1-Diabetes möglicherweise einen Teil der Insulinproduktion erhalten kann, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber".

 

Beim Typ-1-Diabetes zerstört das eigene Immunsystem Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die das für den Zuckerstoffwechsel unverzichtbare Hormon Insulin produzieren.

 

Der Impfstoff bremst die zerstörerischen Immunzellen, wie Tests mit 80 Patienten gezeigt haben. Weitere Studien müssen zeigen, ob dies den Krankheitsverlauf tatsächlich günstig beeinflusst.

 

Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" 9/2013 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

08.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Diabetes per Skalpell behandeln: Magenoperation nicht erst bei extremem Übergewicht

 

Fettleibigen Menschen hilft oft nur eine Magenoperation, um ihr Übergewicht zu reduzieren. Studien zeigen, dass Betroffene nach dem Eingriff nicht nur an Gewicht verlieren, sondern dass sich dadurch auch ein bestehender Typ-2-Diabetes mellitus bessert. Dieser positive Effekt zeigt sich jedoch nicht nur bei stark fettleibigen Diabetikern, sondern auch bei weniger Übergewichtigen, so ein Experte im Vorfeld des Kongresses „Viszeralmedizin 2013“. Gemäß einer neuen Europäischen Leitlinie sind diese Operationen, die sogenannte metabolische Chirurgie, bereits für übergewichtige Diabetiker mit einem Body-Mass-Index (BMI) ab 30 eine Option.

 

In einer schwedischen Langzeitstudie an über 4000 Patienten, dem „Swedish Obese Subjects trial (SOS)“, zeigte sich, dass bei 72 Prozent der übergewichtigen Diabetiker der Diabetes zwei Jahre nach der Operation vollständig oder teilweise zurückgegangen war. In vielen Fällen normalisierte sich der Blutzucker schon wenige Tage nach dem Eingriff, noch bevor die Gewichtsabnahme einsetzte. „SOS und weitere Studien deuten außerdem darauf hin, dass sich die Operation auch auf andere Folgeerkrankungen des Übergewichts günstig auswirkt – auch Blutdruck und Fettstoffwechsel normalisieren sich dadurch in vielen Fällen“, erklärt Professor Dr. med. Rudolf Weiner, Chefarzt der Chirurgischen Klinik des Krankenhauses Sachsenhausen in Frankfurt/Main und Vorsitzender der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Adipositastherapie und metabolische Chirurgie der DGAV.

 

Für eine operative Behandlung von Übergewicht und Diabetes kommen in Deutschland stark Adipöse mit einem BMI von 35 und mehr infrage. „Hierzulande liegt der Fokus bei der Indikationsstellung immer noch auf einem sehr hohen BMI“, sagt Weiner. „Dabei könnten auch mäßig adipöse Menschen, die an Diabetes leiden, von chirurgischen Verfahren profitieren.“ Inzwischen gebe es Studien, die zeigten, dass die Magenoperation auch bei ihnen die Symptome der Erkrankung bessern. „Gerade für Betroffene, deren Diabetes medikamentös nur schwer zu kontrollieren oder aber mit Komplikationen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist, kann metabolische Chirurgie auch bei einem niedrigeren BMI eine Option sein“, so Weiner. Dies legt auch die Europäische Leitlinie zur Indikation der metabolischen Chirurgie nahe, die aktuell veröffentlicht wird: Die European Association for Study of Obesity (EASO) und die International Federation for Surgery of Obesity and Metabolic Disorders (IFSO) sind sich einig, dass bereits Adipöse mit einem BMI ab 30 operiert werden könnten.

 

Auch das Studienzentrum der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie in Heidelberg forscht derzeit daran. Die Wissenschaftler gehen der Frage nach, ob eine Operation auch bei nur mäßig übergewichtigen Diabetikern, ab einem BMI von 25, den Blutzuckerspiegel und die Stoffwechselsituation normalisieren und vor allem Spätschäden des Diabetes verhindern kann.

 

Weiner, ab 2014 Präsident der IFSO, betont jedoch auch: „Ein solcher Eingriff ist keine Lifestyle-Operation, nach der die Patienten ihr früheres Leben unverändert fortsetzen können.“ In spezialisierten Zentren müsse deshalb sichergestellt sein, dass Patienten nach der Operation von Ernährungs- und Sportmedizinern sowie Psychologen betreut werden.

 

Über neue Erkenntnisse zu chirurgischen Eingriffen bei Übergewicht und Diabetes referiert Professor Weiner im Rahmen der Kongress-Pressekonferenz am Freitag, den 13. September 2013 in Nürnberg.

 

Literatur:
- Sjöström L et al. Effects of bariatric surgery on mortality in Swedish obese subjects. N Engl J Med 2007 Aug 23; 357:741-52.
- Fried M1, Yumuk V2, Oppert JM3, Scopinaro N4, Torres A5, Weiner R6, Yashkov Y7, Frühbeck G8, on behalf of International Federation for the Surgery of Obesity and Metabolic Disorders – European Chapter (IFSO-EC) and European Association for the Study of Obesity (EASO). Interdisciplinary European Guidelines on Metabolic and Bariatric Surgery. Obes Surg 2013, in Druck.
- Cohen RV, Pinheiro JC, Schiavon CA, et al. Effects of gastric bypass surgery in patients with type 2 diabetes and only mild obesity. Diabetes Care 2012; 35: 1420-1428.
- Lee WJ, Wang W, Lee YC, et al. Effect of laparoscopic mini-gastric bypass for type 2 diabetes mellitus: comparison of BMI > 35 and < 35. J Gastrointest Surg 2008; 12: 945-952.
- Fried M, Ribaric G, Buchwald JN, et al. Metabolic surgery for the treatment of type 2 diabetes in patients with BMI < 35 kg/M2: an integrative review of early studies. Obes Surg 2010; 20: 776-790.

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Terminhinweise:
Viszeralmedizin 2013

11. bis 14. September 2013, NCC Ost Nürnberg

Eröffnungs-Pressekonferenz
Termin: Mittwoch, 11. September 2013, 11.00 bis 12.00 Uhr
Ort: NCC Nürnberg (NCC-Ost), Raum Prag, Messezentrum, 90471 Nürnberg

 

Kongress-Pressekonferenz
Termin: Freitag, 13. September 2013, 10.45 bis 11.45 Uhr
Ort: NCC Nürnberg (NCC-Ost), Raum Prag, Messezentrum, 90471 Nürnberg

Eines der Themen auf der Kongress-Pressekonferenz:
Abnehmen und Diabetes behandeln per Operation?
Neue Erkenntnisse zur Adipositaschirurgie
Professor Dr. med. Rudolf. A. Weiner,
Chefarzt der Chirurgie des Krankenhaus Sachsenhausen, Frankfurt am Main

 

05.09.2013; Quelle: Pressemitteilung AWMF


Körpergewicht beeinflusst sowohl körperliche als auch psychische Lebensqualität

 

Das Körpergewicht hat großen Einfluss auf unsere Lebensqualität. Während eine Gewichtszunahme meist mit einem verschlechterten körperlichen Gesundheitszustand einhergeht, verbessert sich das psychische Befinden jedoch häufig, insbesondere bei Frauen. Dies berichten Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München im ‚International Journal of Public Health‘. Diese Ergebnisse liefern wertvolle Informationen für präventive Strategien im Kampf gegen Übergewicht und Adipositas.


Die Wissenschaftler vom Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen (IGM) und vom Institut für Epidemiologie II (EPI II) fanden heraus, dass sich der körperliche Gesundheitszustand durch eine deutliche Gewichtszunahme verschlechtert.

 

Insbesondere bei weiblichen Studienteilnehmern zeigte sich dahingegen mit zunehmendem Gewicht ein verbessertes psychisches Befinden – auch bei bereits zu Studienbeginn übergewichtigen Personen. Dazu wertete das Team um Professor Dr. Rolf Holle und Michael Laxy Daten der bevölkerungsbasierten KORA-Längsschnittstudie zum Zusammenhang von Körpergewicht und gesundheitsbezogener Lebensqualität aus. Über einen Zeitraum von sieben Jahren wurde bei über 3000 Personen das Gewicht gemessen, der Body-Mass-Index (BMI, Maß für die Relation von Körpergewicht zu Körpergröße) berechnet und die gesundheitsbezogene Lebensqualität anhand eines standardisierten Fragebogens erfasst.

 

„Die Ergebnisse zeigen, dass der Einfluss des Körpergewichts auf den körperlichen und psychischen Gesundheitszustand äußerst komplex ist“, erklärt Holle, „das Verständnis dieser Zusammenhänge ist entscheidend, um wirksame und kosteneffektive Präventionsstrategien gegen Übergewicht zu entwickeln. Die Herausforderung solcher vorbeugender Maßnahmen besteht darin, zum einen Übergewicht und seine schädlichen gesundheitlichen Folgen, wie Diabetes, zu verhindern, zum anderen müssen die Programme so gestaltet sein, dass sie einer Verschlechterung des psychischen Befindens entgegen wirken. Auch geschlechtsspezifische Ansätze müssen in Betracht gezogen werden“, so der Leiter der Arbeitsgruppe Ökonomische Evaluation am IGM.


Von Übergewicht und Adipositas sind in Deutschland etwa sechzig Prozent der erwachsenen Bevölkerung betroffen. Ziel des Helmholtz Zentrums München ist es, neue Ansätze für Diagnose, Therapie und Prävention der großen Volkskrankheiten zu entwickeln.

 

Weitere Informationen


Original-Publikation:
Laxy, M. et al. (2013), The longitudinal association between weight-change and health-related quality of life: The KORA S4/F4 cohort study, International Journal of Public Health, doi: 10.1007/s00038-013-0506-x

 

Link zur Fachpublikation

 

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.100 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 34.000 Beschäftigten angehören.

 

www.helmholtz-muenchen.de

 

Das Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen (IGM) untersucht Ansätze zur Verbesserung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung. Das Gesundheitssystem steht vor der Herausforderung, allen Bürgern eine qualitativ hochwertige und finanziell tragbare medizinische Versorgung zu gewährleisten. Der rasche medizinisch-technische Fortschritt und die demographischen Veränderungen verschärfen das beschriebene Spannungsverhältnis. Eine fundierte Evaluation der Strukturen und Prozesse der gesundheitlichen Versorgung unter den Gesichtspunkten von Effektivität und Effizienz ist eine unabdingbare Voraussetzung für rationales Handeln.

 

Das Institut für Epidemiologie II (EPI II) erforscht die Zusammenhänge von Umwelt, Lebensstil und Genetik bei der Entstehung von Diabetes, Erkrankungen des Herzens und der Erhaltung der Gesundheit im Alter. Die Forschung stützt sich auf die einzigartigen bevölkerungsbasierten KORA-Ressourcen (Kohorte, Herzinfarktregister, Aerosol-Messstation). Folgestudien innerhalb der Kohorte ermöglichen die Untersuchung von Frühformen und Komplikationen ausgewählter chronischer Erkrankungen und deren Verbreitung in der Bevölkerung.

 

Die Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg (KORA) untersucht seit über 20 Jahren die Gesundheit tausender Bürger aus dem Raum Augsburg. Ziel ist es, die Auswirkungen von Umweltfaktoren, Verhalten und Genen zu verstehen. Kernthemen der KORA-Studien sind Fragen zu Entstehung und Verlauf von chronischen Erkrankungen, insbesondere Herzinfarkt und Diabetes mellitus. Hierzu werden Risikofaktoren aus dem Bereich des Gesundheitsverhaltens (u.a. Rauchen, Ernährung, Bewegung), der Umweltfaktoren (u.a. Luftverschmutzung, Lärm) und der Genetik erforscht. Aus Sicht der Versorgungsforschung werden Fragen der Inanspruchnahme und Kosten der Gesundheitsversorgung untersucht. www.helmholtz-muenchen.de/kora

 

03.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Helmholtz-Zentrum München


"Kein Witz!": Neuer Kino- und TV-Spot zum Thema Organspende

 

Derzeit warten in Deutschland rund 11.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Täglich sterben durchschnittlich drei Menschen auf Grund des Mangels an gespendeten Organen. Um dies zu ändern, möchte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Bürgerinnen und Bürger dazu motivieren, sich mit dem sensiblen Thema Organspende auseinanderzusetzen. Hierzu hat die BZgA im Rahmen ihrer Aufklärungskampagne den Kino- und TV-Spot „Kein Witz!“ neu entwickelt, der heute in Berlin zusammen mit Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und dem Protagonisten des Spots, dem Comedian Ralf Schmitz, vorgestellt wird.

 

Anlässlich der heutigen Spot-Präsentation erklärt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr: „Organspende kann Leben retten. Deshalb ist es wichtig, dass jeder sich mit dem Thema auseinander setzt und seine persönliche Entscheidung trifft. Mit dem neuen Spot und seiner Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit werden wir Menschen ansprechen, die sich bisher noch nicht für das Thema Organspende geöffnet haben. Doch egal ob humorvoll oder ernsthaft: Das Wichtigste ist, dass man sich mit dem Thema beschäftigt und seine Entscheidung in einem Organspendeausweis festhält. Mein besonderer Dank gilt Ralf Schmitz für sein Engagement!“

 

Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA, betont: „Fast drei Viertel der Bevölkerung (70 Prozent)  wären zu einer Organ- und Gewebespende bereit, wie unsere Repräsen-tativerhebung 2012 zeigt. Aber nur 22 Prozent haben ihre persönliche Entscheidung in einem Organspendeausweis dokumentiert. Umso wichtiger ist es, auf den Organspendeausweis und die damit verbundenen Möglichkeiten, die eigene Entscheidung festzuhalten, aufmerksam zu machen. Aus unseren Studien wissen wir außerdem, dass sich die Mehrzahl der Bevölkerung bei dem Thema Organspende neben Sachinformationen auch eine emotionale Ansprache wünscht. Auf diesen Wunsch geht die BZgA unter anderem mit Lebensgeschichten und Erfahrungen von Betroffenen ein. “

 

Und Ralf Schmitz ergänzt: „Humor ist oft ein Hürdennehmer und ein Transportmittel ins Herz. Er hilft, einen leichteren Zugang zu einem Thema zu finden und sich Dingen zu nähern, die einem vielleicht schwierig  erscheinen. Bei einem eher ernsten Thema zu lachen heißt aber nicht, den Respekt zu verlieren.“

 

Der Spot „Kein Witz!“ wird ab dem 5.September bundesweit im Kino zu sehen sein und kann unter www.bzga-avmedien.de oder www.organspende-info.de angeklickt werden. Unter www.bzga-avmedien.de steht außerdem ein Making-of und ein Interview mit Ralf Schmitz. Der Spot und Auszüge des Interviews können auf Anfrage von der BZgA in TV-Qualität  zur Verfügung gestellt werden.

 

Alle Informationsmaterialien sowie der Organspendeausweis stehen zum Download auf dem BZgA-Internetportal http://www.organspende-info.de

 

Ergebnisse der Studie „Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organspende 2012“ erhalten Sie unter http://www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/organ-und-gewebespende/

 

Für ein persönliches Gespräch zum Thema Organspende stehen Mitarbeiterinnen des Infotelefons Organspende unter der kostenlosen Rufnummer 0800/90 40 400 montags bis freitags von 9.00 bis 18.00 Uhr zur Verfügung.


Informationsmaterialien können wie folgt bestellt werden: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, E-mail: order@bzga.de

 

03.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Gesundheit


Plötzlicher Herztod: Auch wer nicht fit ist, profitiert von Bewegung

 

Bewegung senkt das Risiko für einen plötzlichen Herztod bei Männern, und dies auch bei Personen mit einer schlechten kardiorespiratorischen Fitness. Das zeigt eine finnische Studie, die von Dr. Jari Laukkanen und Dr. Hagnas Magnus (University of Eastern, Kuopio, Finnland) auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Amsterdam präsentiert wurde. „Plötzlicher Herztod ist für etwa die Hälfte der Todesfälle bei koronaren Herzerkrankungen verantwortlich“, so Dr. Laukkanen. „Er tritt sehr rasch nach dem Auftreten erster Symptome auf und lässt daher kaum Spielraum für wirksame medizinische Interventionen.“

 

Die Studie untersuchte den Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität, kardiorespiratorischer Fitness (CRF) und dem Auftreten eines plötzlichen Herztodes. Die kardiorespiratorische Fitness, gemessen anhand der maximalen Sauerstoff-Transportkapazität gibt an, wie gut Atmung und Blutkreislauf in der Lage sind, den Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Analysiert wurden die Daten von 2.656 Männern zwischen 42 und 60 Jahren.

 

Das Aktivitätsniveau (LTPA) wurde per Fragebogen ermittelt: Ein Drittel der Untersuchten bewegte sich wenig (Kalorienverbrauch von weniger als 191 pro Tag im Jahresschnitt) auf. Ebenfalls ein Drittel der Männer hatte niedrige CRF-Werte.

 

Für die Datenanalyse wurden die Studienteilnehmer in vier Gruppen unterteilt: Gruppe 1 wies hohe CRF und hohe LTPA auf, Gruppe 2 hohe CRF und niedrige LTPA, Gruppe 3 niedrige CRF und hohe LTPA und Gruppe 4 niedrige CRF und niedrige LTPA.

 

Im Beobachtungszeitraum von 19 Jahren traten 193 Fälle von plötzlichem Herztod auf. In der Gruppe 4 mit schlechter Fitness und wenig Bewegung war das Risiko für einen plötzlichen Herztod zweimal höher als in der Gruppe 1 mit guter Fitness und viel Bewegung. Männer mit schlechter Fitness, aber einem hohen Niveau körperlicher Aktivität (Gruppe 3) zeigten keine signifikante Risikoerhöhung. „Das zeigt, dass mehr Bewegung bei Männern mit einer eingeschränkten kardiorespiratorischen Fitness das Risiko für einen plötzlichen Herztod verringern könnte“, so Dr. Laukkanen.

 

„Das ist ein weiterer von zahlreichen Belegen, die die Bedeutung von Bewegung als präventive Maßnahme unterstreichen“, so der Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Prof. Dr. Eckart Fleck (Deutsches Herzzentrum Berlin).

 

Quelle: ESC Abstract 3750 – High leisure-time physical activity reduces the risk of sudden cardiac death among men with low cardiorespiratory Fitness

 

03.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK)


Diabetes Programm Deutschland beim Internationalen Stadionfest in Berlin vertreten

 

Vor rund 55.000 begeisterten Zuschauern liefen am Sonntag, den 01.09.2013 rund 80 der 200 Teilnehmer des Diabetes Programm Deutschland (DPD) gemeinsam mit Top-Athleten wie Robert Harting und Björn Otto bei der Eröffnung des Internationalen Stadionfestes (ISTAF) ins Berliner Olympiastadion ein. Die Männer und Frauen mit Diabetes nutzten die Gelegenheit und machten mit ihrem Auftritt beim traditionsreichsten und berühmtesten deutschen Leichtathletik-Meeting auf das Lauf-Programm und die positive Wirkung von Sport auf die Krankheit aufmerksam. Die Teilnahme am ISTAF und das Zusammentreffen mit den Athleten war nicht nur ein unvergessliches Erlebnis für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des DPD, sondern ist auch eine große Motivation weiterhin regelmäßig Sport zu treiben.

 

Das Diabetes Programm Deutschland, unter sportwissenschaftlicher Federführung der Deutschen Sporthochschule Köln und medizinischer Leitung des Diabeteszentrums am Ev. Krankenhaus Köln-Weyertal sowie der Berliner Charité, ist das deutschlandweit größte Laufprogramm für Menschen mit Diabetes. Idee und Motivation des professionellen Lauftrainings für Diabetiker ist es, Sport bewusst als Therapie, insbesondere gegen den Diabetes Typ 2, einzusetzen. Denn durch regelmäßigen Sport kann der Blutzucker gesenkt, Blutdruck und Blutfettwerte verbessert und das Herz-Kreislaufsystem angekurbelt werden.

 

Ins Leben gerufen wurde das Programm Anfang 2011 von Dr. Michael Rosenbaum, selbst Diabetiker und leidenschaftlicher Läufer, in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln. Inzwischen sind über 200 Frauen und Männer mit Diabetes an insgesamt neun Standorten in ganz Deutschland aktiv. Die Teilnehmer trainieren zweimal wöchentlich mit ausgebildeten Lauftrainern in kleinen Gruppen unter fachärztlicher Begleitung. Höhepunkt ist die Teilnahme an einem großen Laufevent, wie dem Marathon in Köln.

 

Blutzuckermessgeräte inklusive Teststreifen für die Trainingseinheiten sowie zahlreiche Informationsveranstaltungen zum Thema Diabetes und Sport gehören zum Paket dazu.

 

Die von der Sporthochschule ausgewerteten Daten der Teilnehmer aus den vergangen zwei Jahren ergaben, dass insbesondere die Männer und Frauen, die an Diabetes Typ 2 erkrankt sind, in der sechsmonatigen Trainingszeit deutlich an Gewicht verloren haben. Viele der Teilnehmer mit Diabetes Typ 2 haben Ihren Langzeitzuckerwert nachhaltig reduziert, kamen mit weniger Medikamenten aus oder konnten diese sogar vollständig absetzen. Professionell unterstützt wird das Diabetes Programm von der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Bayer HealthCare Deutschland, der Techniker Krankenkasse und dem Biopharma-Unternehmen UCB.

 

Weitere Informationen zu den Inhalten und Hintergründen des Diabetes Programm Deutschland sowie die Möglichkeit zur Anmeldung, Unterstützung und Mitarbeit für das Lauf-Programm für Menschen mit Diabetes finden Sie unter http://www.diabetes-programm-deutschland.de/.

 

02.09.2013; Quelle: Pressemitteilung Diabetes Programm Deutschland


Diabetes vorhersagbar

 

Träger bestimmter Autoantikörper erkranken später mit hoher Sicherheit

 

Ob ein Kind später an Typ-1-Diabetes erkranken wird, lässt sich früh am Vorhandensein bestimmter Eiweiße, die den eigenen Körper angreifen (Autoantikörper), abschätzen, berichtet die "Apotheken Umschau"“. In einer Studie waren fast alle von 585 jungen Erwachsenen an Diabetes erkrankt, bei denen 20 Jahre zuvor derartige Antikörper gefunden wurden. Bei Teilnehmern ohne diese Eiweiße betrug die Erkrankungsquote in zehn Jahren nur 0,4 Prozent.  

 

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 8/2013 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

29.08.2013; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Kranke Gesellschaft? Laut TK-Bewegungsstudie hält sich jeder Dritte für chronisch krank

 

Ein Drittel der Menschen in Deutschland sieht sich selbst als chronisch krank an. Dies geht aus der aktuellen Bewegungsumfrage "Beweg Dich, Deutschland!" hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) durchgeführt hat. Am häufigsten genannte Beschwerden unter den Befragten: Herz-Kreislauf-Erkrankungen (90 Prozent), Stoffwechselstörungen wie Diabetes (85 Prozent) und Übergewicht (41 Prozent) - Zivilisationskrankheiten, die vor allem durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel entstehen.

 

Genau das ist laut TK ein Problem: Mehr als jeder vierte Chroniker (26 Prozent) bezeichnet sich als Antisportler, ein weiteres Drittel als Sportmuffel (33 Prozent). Und: 45 Prozent der Patienten meinen, dass es ihnen aufgrund ihrer Erkrankungen auch im Alltag nicht möglich ist, sich mehr zu bewegen.

 

"Medizinisch gesehen ist das Unsinn", erklärt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK), und ergänzt: "Viele Krankheiten entstehen überhaupt erst durch eine ungesunde Lebensweise. Aber selbst wenn zum Beispiel Diabetes oder Bluthochdruck bereits vorliegen, wirkt sich die richtige Bewegung fast immer positiv auf den Krankheitsverlauf aus."

 

Ebenfalls auffällig: Der Anteil derer, die besonders viel Zeit vor TV, Computer oder Spielkonsole verbringen, ist bei den Chronikern deutlich höher. Knapp jeder Fünfte (18 Prozent) sitzt täglich 5-7 Stunden vor dem Bildschirm, weitere zehn Prozent sogar acht Stunden oder mehr. Bei den gesunden Befragten lag der Anteil nur bei elf bzw. vier Prozent.

 

Mit einem umfangreichen Angebot an Gesundheitskursen und E-Coaching-Programmen möchte der TK-Chef auch Chroniker in Bewegung bringen: "Sport ist Therapie und sollte ebenso wie die medizinische und medikamentöse Versorgung in die Behandlung integriert werden. Es geht hier nicht um Leistungssport. Auf unserer Website tk.de halten wir derzeit über 40.000 Kursangebote vor. Es gibt viele Sportarten wie Walking, die sich auch für Menschen mit Übergewicht oder Rückenproblemen eignen."

 

Mehr Informationen zum Thema bietet die Broschüre "Sport als Therapie" unter http://www.tk.de/ (Webcode: 233604). Bewegungskurse bietet die TK auf ihrer Website unter dem Webocode 134876 an und der Online-FitnessCoach ist unter dem Webcode 038526  abrufbar.

 

28.08.2013; Quelle: Pressemitteilung Techniker Krankenkasse


Nationale VersorgungsLeitlinie "Therapie des Typ-2-Diabetes" veröffentlicht

 

Die Finalversion der sechsten NVL rund um den Diabetes und seine Folgeerkrankungen steht nun online zur Verfügung.

 

Die Nationale VersorgungsLeitlinie "Therapie des Typ-2-Diabetes" beschreibt neben Empfehlungen zur Diagnostik und nichtmedikamentösen Behandlung insbesondere die Pharmakotherapie des Typ-2-Diabetes. Ziel der NVL ist die Verbreitung evidenzbasierter Empfehlungen, um die Qualität von Diagnostik und Therapie und damit die Versorgung von Menschen mit Typ-2-Diabetes zu verbessern.

 

Modulares Konzept

Die NVL "Therapie des Typ-2-Diabetes " ist Bestandteil eines umfangreichen NVL-Konzepts zum Thema Diabetes. Sie wird die bisher veröffentlichten Module zu Fuß-, Netzhaut-, Nieren- und Nervenkomplikationen sowie zur Schulung bei Diabetes ergänzen. Auf www.versorgungsleitlinien.de/themen/diabetes2 finden Interessierte eine Übersicht über alle Diabetesleitlinien des NVL-Programms.

 

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mit der Durchführung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin beauftragt. Zu ausgewählten Krankheitsbildern arbeiten Expertengruppen verschiedener Organisationen zusammen, um im Rahmen der strukturierten Versorgung chronisch kranker Menschen die angemessene und evidenzbasierte ärztliche Versorgung darzustellen.

 

28.08.2013; Quelle: Pressemitteilung Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin


Tagespflege entlastet Familien

 

Bessere Stimmung und weniger Stress für pflegende Angehörige

 

Tagsüber von Fachkräften betreut, abends wieder daheim: Eine Tagespflege für demenzkranke Menschen ist eine gute Möglichkeit, pflegende Angehörige zu entlasten, berichtet das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. Das bestätige eine US-Studie an 173 Familien. Die Teilnehmer berichteten über eine bessere Stimmung und weniger Stress.   

 

Das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" 8/2013 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

25.08.2013; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in Balance

 

Gemüse, Fische und die Wahl des richtigen Öles unterstützen durch ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-3- und-Omega-6-Fettsäuren Entzündungen vorzubeugen.

 

Nachdem Fette viele Jahre verteufelt wurden, rehabilitiert sich ihr Ruf seit einigen Jahren. Im Hinblick auf eine bewusste Ernährung fokussieren sich Empfehlungen heute vorrangig auf die Fettqualität und weniger auf die Fettmenge. Anstatt Fett weitestgehend einzusparen, raten viele Ernährungsexperten mittlerweile, pflanzliche Fette gegenüber tierischen zu bevorzugen. Ein wichtiger Aspekt bleibt hingegen häufig unberücksichtigt: das Omega-3-zu-Omega-6-Fettsäureverhältnis. Unter den mehrfach ungesättigten Fettsäuren spielen die Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren eine wichtige Rolle. Vertreter beider Gruppen sind essenziell für den Körper. Omega-6-Fettsäuren wie die Linolsäure sind Teil der Hautbarriere. Omega-3-Fettsäuren wie Linolensäure, DHA und EPA sind ein wichtiger Bestandteil der Nervenzellen.

 

Beide Gruppen liefern zudem Vorstufen für verschiedene Botenstoffe, die an Entzündungsprozessen beteiligt sind. Doch während Omega-3-Fettsäuren ausschließlich entzündungshemmend wirken, bilden sich bei einem Überangebot von Omega-6-Fettsäuren verstärkt auch entzündungsfördernde Stoffe. Da Entzündungen im Krankheitsprozess vieler Zivilisationskrankheiten eine zentrale Rolle spielen, wirkt sich eine übermäßige Aufnahme von Omega-6-Fetten ungünstig aus.

 

Während das Verhältnis beider Fettsäuregruppen zu Urzeiten noch weitgehend ausgeglichen war, liefert die moderne Ernährungsweise überwiegend Omega-6-Fettsäuren. Getreideprodukte wie Brot, Nudeln oder Reis sind für viele fester Bestandteil fast jeder Mahlzeit. Diese liefern vor allem die Omega-6-Fettsäure Linolsäure. Fleisch- und Wurstwaren stammen größtenteils von Masttieren, deren Fleisch aufgrund des getreidereichen Kraftfutters ebenfalls reich an Omega-6-Fetten ist. Wer in der Küche vor allem Sonnenblumen-, Maiskeim- oder Distelöl verwendet, nimmt zudem reichlich Linolsäure zu sich. Hinzu kommt, dass Hersteller in vielen Lebensmittelprodukten das preiswerte, linolsäurereiche Sonnenblumenöl verwenden.

 

Um das Verhältnis auszugleichen, empfiehlt es sich zur Abwechslung zu omega-3-fettsäurereichen Seefischen wie Lachs, Makrele, Hering oder Thunfisch zu greifen und in der Küche Raps- oder Nussöle zu verwenden. Weide- und Wildtiere nehmen über Gras und Wiesenblumen vermehrt Omega-3-Fettsäuren auf, so dass deren Fleisch höhere Gehalte entzündungshemmender Fette aufweist. Wer zudem öfters auf vorgefertigte Gerichte aus dem Supermarkt verzichtet, seinen Getreideproduktkonsum reduziert und dafür öfter grünes Gemüse wie Spinat, Feldsalat, Grünkohl und Kräuter wählt, unterstützt entzündungshemmende Prozesse im Körper.

 

Weitere wichtige Aspekte der entzündungshemmenden Fette beleuchten die in unserem Onlineshop erhältliche Fachinformation „Omega-3-Fettsäuren“ sowie der Fachvortrag "Omega-3-Fettsäuren".

 

22.08.2013; Quelle: Pressemitteilung Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention e.V.


Diabetes in der Familie erhöht das Risiko für Prädiabetes

 

Wenn nahe Verwandte an Typ-2-Diabetes leiden, erhöht sich das Risiko für Prädiabetes um 26%, wie von einer Gruppe von Wissenschaftlern vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) festgestellt wurde. Einen besonders deutlichen Zusammenhang konnten die Forscher bei schlanken Personen messen. Prof. Dr. Andreas Fritsche und seine DZD-Kollegen veröffentlichten die Ergebnisse der mehr als 8000 Teilnehmer umfassenden Studie jetzt in der Fachzeitschrift „Diabetologia“.

 

Prädiabetes ist als Vorstufe des Diabetes ein Zustand, bei dem es im Blutzuckerstoffwechsel zu Abweichungen kommt, aber noch keine voll entwickelte Erkrankung vorliegt. Bei bis zu 20% der Betroffenen entwickelt sich aber innerhalb eines Jahres der Prädiabetes zu einem manifesten Diabetes. Während bekannt ist, dass ein Vorkommen von Typ-2-Diabetes in der Familie das Risiko für einen voll ausgebildeten Diabetes erhöht, hat die Forschung bisher noch nicht geklärt, ob eine solche Familiengeschichte auch das Risiko für Prädiabetes erhöht.


Den Einfluss von Diabetes bei Verwandten ersten Grades auf die Entstehung eines Prädiabetes bei weiteren Familienmitgliedern untersuchte Prof. Andreas Fritsche gemeinsam mit Kollegen des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung. Die Studie wurde mit etwa 8100 diabetischen Personen an den Studienzentren des DZD an der Universität Tübingen, am Helmholtz Zentrum München, am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) in Düsseldorf, sowie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und an der Universität Dresden durchgeführt.


Es zeigte sich, dass ein Vorkommen von Diabetes in der Familie das allgemeine Risiko für Prädiabetes um 40% erhöhte. Sobald die Untersuchung die Faktoren Alter, Geschlecht und BMI der Studienteilnehmer berücksichtigte, war das Risiko immerhin noch um 26% gesteigert. Wurde jedoch auf den Body-Mass-Index (BMI) adjustiert, stellten die Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen Vererbung und Prädiabetes nur in nicht adipösen Personen (BMI<30 kg/m2) fest. Fritsche erklärt dies so: „Unsere Daten deuten darauf hin, dass ein Vorkommen von Diabetes in der Familie eher bei schlanken oder leicht übergewichtigen Personen mit dem Auftreten von Prädiabetes verbunden ist. Eine Erklärung könnte sein, dass die Wirkung der Familiengeschichte auf die Entstehung von Prädiabetes nur dann gut messbar ist, wenn sie nicht durch erhebliche andere Risikofaktoren wie Übergewicht überlagert wird.“

 

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An der Studie waren beteiligt: Wissenschaftler der Universität Tübingen (A. Böhm, A. Fritsche, H.-U. Häring, H. Staiger, N. Stefan), des Helmholtz Zentrums München (B. Thorand, C. Meisinger, G. Müller), des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (M.A. Osterhoff, A.F.H. Pfeiffer), des Deutschen Diabetes-Zentrums in Düsseldorf (B. Kowall, W. Rathmann, M. Roden) und der Technischen Universität Dresden (P. Schwarz), sämtlich Verbundpartner des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD), sowie der Universität Innsbruck (F. Kronenberger).

 

Originalpublikation:
Wagner R., Thorand B., Osterhoff M.A., Müller G., Böhm A., Meisinger C., Kowall B., Rathmann W., Kronenberg F., Staiger H., Stefan N., Roden M., Schwarz P.E., Pfeiffer A.F., Häring HU., Fritsche A. Diabetologia. DOI 10.1007/s00125-013-3002-1
http://www.diabetologia-journal.org/files/Wagner.zip

 

Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Fritsche
Eberhard-Karls-Universität Tübingen und Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD)
Tel. 07071/2980590
E-Mail: andreas.fritsche@med.uni-tuebingen.de

Dr. Astrid Glaser
Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD)
Tel. 089/3187-1619
E-Mail: glaser@dzd-ev.de

Weitere Informationen:

http://www.dzd-ev.de

 

22.08.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (Dr. Astrid Glaser)


Bewegung, Kinder!

 

Umfrage: Die meisten Mütter und Väter achten darauf, dass sich ihre Kinder ausreichend bewegen und auspowern

 

Deutschlands Eltern machen mobil: Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Apothekenmagazins „Baby und Familie“ herausfand, hält die große Mehrheit der Mütter und Väter ihre Kinder dazu an, sich ausreichend zu bewegen. So ist es vier von fünf Eltern (82,4 %) wichtig, dass sich ihr Nachwuchs nach der Schule erst einmal austoben kann, bevor es an das Hausaufgabenmachen oder Lernen geht. Drei Viertel der Mütter und Väter (73,6 %) schicken ihr Kind regelmäßig in den Sportverein, damit es fit bleibt und einen Ausgleich zur Schule hat. Und fast ebenso viele (67,3 %) gehen mit ihren Kindern selbst viel an die frische Luft und treiben gemeinsam Sport, um einen Ausgleich zur Schule zu schaffen.


Wissenschaftler können diesen Bewegungsdrang vieler Eltern nur gutheißen: „Aktivität regt die Herz-Kreislauf-Tätigkeit an, fördert die Fettverbrennung, stärkt die Knochen und beugt Haltungsschäden vor“, betont die Leiterin des Forschungszentrums für den Schulsport und Sport von Kindern und Jugendlichen in Karlsruhe, Swantje Scharenberg, in der aktuellen Ausgabe von „Baby und Familie“. Kinder bräuchten motorische Herausforderungen, um sich positiv zu entwickeln, um Koordination und Gleichgewicht, Ausdauer und Kraft zu trainieren. Zudem ist Aktivität wie Futter für das Gehirn: Der Direktor der prämierten Fridtjof-Nansen-Grundschule in Hannover und Leiter des Projekts „Bewegte Schule“ sagt: „Bewegung und Lernen sind untrennbar miteinander verbunden.“

 

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins „Baby und Familie“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.931 Männern und Frauen ab 14 Jahren, darunter 318 Befragte mit minderjährigen Schulkindern. 

 

21.08.2013; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Vor dem Sport zum Arzt

 

„Sport-Check“ kann bei Diabetes lebensrettend sein

 

Regelmäßige Bewegung verbessert den Blutzucker. Daher sollten vor allem Menschen mit Typ-2-Diabetes möglichst oft Sport treiben. "Wer allerdings jahrelang inaktiv war, ist gut beraten, wenn er vorher zum Arzt geht und eine Sport-Tauglichkeitsuntersuchung machen lässt", rät Professor Bernhard Schwaab, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen, im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Denn die ungewohnte Anstrengung kann das Herz rasch überfordern. Dazu kommt, dass Diabetiker mitunter die Warnzeichen eines Herzinfarktes nicht spüren, weil die hohen Zuckerwerte die Nerven geschädigt haben.

 

Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" 8/2013 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

20.08.2013; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Fit am Arbeitsplatz

 

Gesundheitliche Vorbeugeprogramme in Betrieben sind sehr wirksam

 

Bietet eine Firma spezielle Wellness-, Fitness- und Informationsangebote zur Vorbeugung gegen Rückschmerzen an, kann sie mit positiven Effekten rechnen: In einer kanadischen Studie, die über vier Jahre lief, sank der Anteil der Mitarbeiter mit Rückenbeschwerden von 83 auf 46 Prozent, berichtet die „Apotheken Umschau“. Auch in einer mehrjährigen Studie der Heidelberger Universität fruchteten vergleichbare Fitnessprogramme: Die durchschnittliche Dauer von Arbeitsunfähigkeit wegen Rückenschmerzen sank von 13,6 auf 9,1 Tage.   

 

Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 8/2013 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

18.08.2013; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


DDH-M fordert: Selbsthilfe bei Diabetes mellitus finanziell stärken

 

In Deutschland leiden circa sechs Millionen Menschen an der Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus. Regelmäßiges Blutzuckermessen und eine strikte Einhaltung der medikamentösen Therapie sind Voraussetzung, um langfristig ohne Folgeschäden mit der Erkrankung leben zu können. Dies erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin: 99 Prozent der Therapiezeit sind die Betroffenen selbst verantwortlich und auf sich gestellt.

 

Selbsthilfe und Selbstorganisation ist daher für viele Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 zur Bewältigung von Krankheit, Behinderung und psychosozialen Problemen eine wichtige Stütze. Deutsche Diabetes-Hilfe - Menschen mit Diabetes (DDH-M) fordert daher im Rahmen der Kampagne „Diabetes STOPPEN – jetzt!“, die Selbsthilfe stärker finanziell zu fördern.

 

Diabetes mellitus ist eine chronische Erkrankung, bei der das aktive Mitwirken der Betroffenen den Verlauf entscheidend beeinflusst. Menschen mit Diabetes tragen eine hohe Verantwortung für ihre Versorgung: So müssen sie in Absprache mit ihrem behandelnden Arzt und ihrem Diabetesberater lebenslang ihre Therapie gewissenhaft steuern und durchführen. „Im Jahr hat ein an Diabetes Erkrankter circa zwei Stunden ambulante Behandlung, ein Patient mit Typ-1-Diabetes etwa zwölf Stunden ambulante Schulung. Das bedeutet, dass in mehr als 99 Prozent der Therapiezeit die Betroffenen selbst verantwortlich sind, und zwar für 2190 Blutzuckermessungen und 1825 Injektionen Insulin pro Jahr: Dies entspricht etwa sechsmal täglich Blutzucker messen und fünfmal Insulin spritzen“, erläutert Professor Dr. rer. nat. Karin Lange, 2. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Psychologie der DDG und Leiterin der Forschungs- und Lehreinheit Medizinische Psychologie an der Medizinischen Hochschule Hannover.

 

Ernährungsumstellung, Blutzuckerkontrollen und regelmäßige Medikamenteneinnahme beziehungsweise Insulingaben stellen Betroffene gerade zu Beginn der Erkrankung vor große Herausforderungen. „Dieses Selbstmanagement zu erlernen und über viele Lebensjahrzehnte täglich durchzuhalten, ist nicht einfach“, sagt Jan Twachtmann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M). Ein schlecht eingestellter Diabetes kann zu schweren Folgeerkrankungen führen, von Gefäß- und Herzkrankheiten bis zu Nierenversagen, Erblinden und Amputation. „Gerade in solchen Lebensphasen ist die Selbsthilfe als Ergänzung zur medizinischen Betreuung ein wichtiger unterstützender Pfeiler für Betroffene”, betont Jan Twachtmann.

 

Die Selbsthilfe bietet zielgerichtete Unterstützung zu selbstbewusstem Handeln, punktuelle Hilfe und erleichtert sowohl Betroffenen als auch Angehörigen den Informationsaustausch. Selbsthilfeorganisationen und -gruppen geben darüber hinaus Hinweise auf Lücken und notwendige Verbesserungen der medizinischen Versorgung und tragen damit zur Weiterentwicklung des Gesundheitssystems bei. Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) fordert daher im Rahmen der Kampagne „Diabetes STOPPEN – jetzt!“, die Selbsthilfe stärker finanziell zu fördern. Chronisch kranke Menschen, die sich einer Selbsthilfeorganisation anschließen oder in eine Selbsthilfegruppe vor Ort gehen, erzielen nachweislich bessere Therapieergebnisse. Ehrenamtliche Mitarbeiter stehen den Hilfesuchenden mit ihrem Erfahrungswissen kostenlos fast rund um die Uhr zur Verfügung. Durch persönlichen Austausch tragen Menschen in der Selbsthilfe so nicht unerheblich zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen bei. „Selbsthilfegruppen und -verbände sollten auch öffentlich stärker als kompetente Ansprechpartner für Hilfesuchende anerkannt werden, denn sie schließen eine Versorgungslücke“, fordert Jan Twachtmann. Politik und Leistungserbringer in der Versorgung von Menschen mit Diabetes sollten die Gesundheitsselbsthilfe mehr wertschätzen und sich öffentlich dazu bekennen.

 

14.08.2013; Quelle: Pressemitteilung diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe


1. Halbjahr 2013: Boehringer Ingelheim weiterhin auf Wachstumskurs

 

•    Umsatz währungsbereinigt um 3,1 Prozent auf rund 7,1 Milliarden Euro
     gesteigert
•    Wachstumstreiber PRADAXA®, TRAJENTA® und SPIRIVA®
•    Weiteres Wachstum für das laufende Geschäftsjahr geplant

 

Das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim ist im ersten Halbjahr 2013 trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiter gewachsen. So stieg der Umsatz währungsbereinigt um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 7,1 Milliarden Euro (auf Euro-Basis: -0,7 Prozent). Wachstumstreiber waren vor allem der orale Gerinnungshemmer PRADAXA®, TRAJENTA® gegen Typ-2-Diabetes und SPIRIVA® zur Behandlung der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung.

 

„Das erste Halbjahr war von zahlreichen Herausforderungen geprägt wie beispielsweise von einem kontinuierlich steigenden Kostendruck in den Gesundheitssystemen, nicht nur in Europa. So hat der globale Markt für verschreibungspflichtige Medikamente– der relevanteste für Boehringer Ingelheim – im ersten Quartal nahezu stagniert1 “, erklärte Prof. Dr. Andreas Barner, Vorsitzender der Unternehmensleitung, bei der Vorlage der Geschäftszahlen für die ersten sechs Monate des Jahres 2013. Dies erfordere, kontinuierlich weltweit alle Strukturen und Prozesse zu überprüfen und anzupassen, um flexibel auf die sich rapide verändernden Markt- und Rahmenbedingungen reagieren zu können. „Um unsere Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich auszubauen, investieren wir weiterhin in die zukunftsbestimmenden Bereiche unseres Unternehmensverbandes: Über unsere erneut gestiegenen Ausgaben in Forschung und Entwicklung hinaus verbessern wir weiter unsere Produktionsanlagen und Qualitätsprozesse. Außerdem bereiten wir uns auf weitere Neueinführungen vor. So soll unter anderem im Bereich Humanpharma noch in diesem Herbst Afatinib, ein neues Medikament für die zielgerichtete Therapie von Lungenkrebs, in den ersten Ländern auf den Markt kommen“, sagte Andreas Barner. Die Zulassung der US-Gesundheitsbehörde FDA für das neue Medikament unter dem Namen GILOTRIF® für Patienten mit einer bestimmten Art von Lungenkrebs wurde im Juli erteilt. Für den europäischen Markt hat die zuständige Behörde bereits die Zulassung befürwortet, sodass diese für die kommenden Wochen erwartet wird. Neben Diabetes soll die Onkologie ein zweites neues Indikationsgebiet des Unternehmens werden.

 

Gesamtjahr 2013: Weiteres Wachstum geplant
Hubertus von Baumbach, Mitglied der Unternehmensleitung und verantwortlich für den Bereich Finanzen, erklärte: „Auch unter den schwierigen Umständen gehen wir davon aus, im Gesamtjahr 2013 weiter zu wachsen. Bei einem stagnierenden Weltpharmamarkt erwarten wir, ein Umsatzwachstum im unteren einstelligen Bereich zu realisieren. Dies entspricht einem Wert, der gemäß unserer langfristigen Ausrichtung über Markt liegen wird.“

 

Hohe Investitionen
Boehringer Ingelheim plant auch 2013 hohe Investitionen in Sachanlagen. „Alleine in Deutschland werden wir im Jahr 2013 rund 360 Millionen Euro investieren, das werden rund 50 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens weltweit sein“, sagte Hubertus von Baumbach.

 

Boehringer Ingelheim tut sich in Deutschland – wie andere Unternehmen auch – mit dem Marktzugang für neue Medikamente besonders schwer. So hat Boehringer Ingelheim im ersten Halbjahr in Deutschland mit verschreibungspflichtigen Medikamenten nur rund 5,6 Prozent des globalen Gesamtumsatzes in diesem Bereich erwirtschaftet.

 

Großteil des Umsatzes mit verschreibungspflichtigen Medikamenten
Der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, dem wichtigsten Geschäftsfeld von Boehringer Ingelheim, stieg währungsbereinigt um 3,5 Prozent auf 5.341 Millionen Euro an und machte damit rund 75 Prozent des Konzernumsatzes aus. Das umsatzstärkste Präparat war nach wie vor SPIRIVA® - der Umsatz erhöhte sich von hohem Niveau um währungsbereinigt 3,9 Prozent auf 1.826 Millionen Euro. Das neu im Markt eingeführte Diabetesmedikament TRAJENTA® wächst weiter stark. Im Rahmen des AMNOG-Verfahren wurde dem Präparat kein Zusatznutzen zugesprochen. Daher ist TRAJENTA® in Deutschland nicht erhältlich – eine Entscheidung, die sowohl Ärzte als auch Fachverbände im Hinblick auf die Patientenversorgung kritisch sehen. Hingegen erfährt das Präparat auf Märkten außerhalb Deutschlands zunehmende Anerkennung. So erzielte Boehringer Ingelheim mit TRAJENTA® im ersten Halbjahr 2013 Umsatzerlöse von rund 200 Millionen Euro. Mit PRADAXA® zur Verhinderung des Schlaganfalls bei Patienten mit Vorhofflimmern und zur Verhinderung von Venenthrombosen nach Knie- oder Hüftgelenksoperationen erwirtschaftete Boehringer Ingelheim im ersten Halbjahr 2013 einen Umsatz von 612 Millionen Euro. Währungsbereinigt bedeutet dies einen Anstieg um 27,9 Prozent. Mittlerweile liegen für PRADAXA® Zulassungen aus mehr als 100 Ländern vor.

 

Der Umsatz mit frei verkäuflichen Arzneimitteln hat im ersten Halbjahr 2013 währungsbereinigt um 8,3 Prozent auf 712 Millionen Euro zugenommen. Dies entspricht rund zehn Prozent des Gesamtumsatzes. Internationale Kernmarken sind BUSCOPAN®, DULCOLAX®, MUCOSOLVAN®, PHARMATON® und BISOLVON®. Im Juni hat Boehringer Ingelheim das Präparat VAPRINO® zur Behandlung von akutem Durchfall in Deutschland auf den Markt gebracht. Einen Monat später folgte die deutschlandweite Einführung von BOXAGRIPPAL® zur Behandlung von Erkältungssymptomen. Boehringer Ingelheim belegt weltweit Platz sieben der größten Unternehmen der Selbstmedikation.

 

Im Geschäftsbereich Tiergesundheit hat Boehringer Ingelheim im Berichtszeitraum 526 Millionen Euro erlöst, das sind währungsbereinigt 1,5 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Die Impfstoffe für Schweine aus der Produktfamilie INGELVAC waren erneut der Hauptwachstumstreiber. Seit dem Frühjahr ist das Präparat PEXION® zur Behandlung von Epilepsie bei Hunden in Europa auf dem Markt.

 

Im Geschäftsbereich Biopharmazeutika ging der Umsatz in der ersten Jahreshälfte währungsbereinigt um 21,2 Prozent zurück auf 168 Millionen Euro. Im Berichtszeitraum waren plangemäß Lieferverträge mit Drittkunden ausgelaufen.

 

Boehringer Ingelheim
Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den 20 führenden Pharmaunternehmen. Mit Hauptsitz in Ingelheim, Deutschland, ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 140 verbundenen Unternehmen vertreten und beschäftigt insgesamt mehr als 46.000 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in Familienbesitz liegen in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie im Marketing neuer Medikamente mit hohem therapeutischem Nutzen für die Humanmedizin sowie die Tiergesundheit.

 

Für Boehringer Ingelheim ist die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur. Dazu zählt das weltweite Engagement in sozialen Projekten ebenso wie der sorgsame Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Respekt, Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bilden dabei die Basis des Miteinanders. Bei allen Aktivitäten des Unternehmens stehen zudem der Schutz und Erhalt der Umwelt im Fokus.

 

Im Jahr 2012 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Umsatzerlöse von rund 14,7 Mrd. Euro. Die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung im Geschäftsfeld der verschreibungspflichtigen Medikamente entsprechen 22,5 Prozent der dort erzielten Umsatzerlöse.

 

14.08.2013; Quelle: Pressemitteilung Boehringer Ingelheim


Erster leberselektiver Glykokinase-Aktivator für Typ-2-Diabetes erbringt bei klinischer Studie normalisierten HbA1c -Wert und keine Hypoglykämie

 

Die Firma TransTech Pharma, Inc. hat heute wichtige Daten aus einer klinischen Studie für ihr neues Diabetes-Medikament veröffentlicht. Mit TTP399, einem neuartigen, leberselektiven Glucokinase-Aktivator (GKA), wurde der klinische Beweis der Normalisierung des HbA1c-Wertes ohne Induzierung von Hypoglykämie bei Personen mit Typ-2-Diabetes erbracht, die stabile Dosen Metformin einnahmen. TTP399 ist der erste leberselektive GKA, bei dem keine GKA-Aktivierung im Pankreas zu beobachten ist und der die Bindung von Glykokinase (GK) mit dem GK-Regulatorprotein (GKRP) nicht unterbricht.

 

TTP399 wurde in einer sechswöchigen multizentrischen Studie der Phase 2a bei Personen mit Typ-2-Diabetes untersucht, die stabile Dosen Metformin einnahmen. TTP399-Behandlung führte zu einer Reduzierung des HbA1c -Werts um 0,92 (p< 0.001) und 0,53 (p< 0.001) placebokorrigiert. Außerdem erreichten 100 Prozent der Personen, die das Medikament einnahmen und vor Behandlungsbeginn einen HbA1c -Wert von 7,5 Prozent oder weniger aufwiesen, das Ziel der American Diabetes Association, dass ihre HbA1c-Werte auf 7 Prozent oder weniger sanken, und bis zu 85 Prozent dieser Personen erreichten das Ziel von 6,5 Prozent oder weniger, das die American Association of Clinical Endocrinologists (AACE) gesetzt hat. Keine der mit Placebo behandelten Personen erreichte das AACE-Ziel. Die Normalisierung des HbA1c -Wertes wurde ohne Induzierung von Hypoglykämie und nach nur sechswöchiger Behandlung erreicht.

 

„Vielen Patienten fällt es schwer, ihren Typ-2-Diabetes Mellitus unter Kontrolle zu bekommen, obwohl verschiedene Behandlungsmöglichkeiten verfügbar sind”, sagte Dr. Adnan Mjalli, Präsident und CEO von TransTech Pharma. „Ich bin begeistert von den Ergebnissen dieser Studie, mit denen die Hinweise darauf untermauert werden, dass GK als ‘Torwächter’ der Glukose-Homöostase gelten kann. Diese Ergebnisse legen nahe, dass eine TTP399-Dosierung über mehr als sechs Wochen zur Normalisierung der HbA1c-Werte bei Personen führt, unabhängig von ihrem anfänglichen HbA1c-Wert.” TTP399 wirkt nur, wenn der Plasmaglukosespiegel höher als normal ist. Mit dem Medikament hat sich keine Wirkung auf die Plasmaglukose gezeigt, wenn der Wert sich innerhalb des normalen Bereichs befindet, weshalb TTP399 als Glukosesensor und -regler betrachtet wird. TTP399 ist der erste bekannte leberselektive GKA, der über einen spezifischen Bindungsmodus an GK und physiochemische Eigenschaften verfügt, die nur in der Leber zu wirken scheinen, ohne die physiologische Regulierung der GK durch das die GK regulierende Protein zu unterbrechen.

 

Über TTP399

TransTech Pharma hat unter Verwendung der unternehmenseigenen Wirkstofferforschungsplattform TTP Translational Technology® eine Reihe neuartiger, niedermolekularer, leberselektiver GKAs entdeckt und entwickelt, die den Körper offenbar zur Regulierung des Glukosespiegels anregen, ohne Hypoglykämie zu induzieren, Medikamente, die das Unternehmen „Glukosesensoren und -regler” nennt. TransTech Pharma untersucht diese Wirkstoffe, um nachzuweisen, dass leberselektive GKAs gegenüber momentan verfügbaren antidiabetischen Therapieformen deutliche Vorteile bieten.

 

Das Unternehmen TransTech Pharma erhielt kürzlich von Forest Laboratories die weltweiten Entwicklungsrechte an seinem GKA-Programm zurück, unter anderem für TTP399.

 

Über Typ-2-Diabetes

Typ-2-Diabetes stellt mit jährlichen Kosten von über 370 Milliarden US-Dollar weltweit eine zunehmende Belastung für die Gesundheitssysteme dar. Das Ziel, den HbA1c-Spiegel auf unter 7,0 Prozent zu bringen, ist für Patienten mit dieser lebenslangen Erkrankung schwer zu erreichen. Zusätzlich zum schlecht regulierten Glukosespiegel weisen Diabetiker häufig eine Reihe von Komorbiditäten wie Herzerkrankungen, Schlaganfälle, hohen Blutdruck, Erblindung, Nierenerkrankungen, Amputationen, Zahnprobleme sowie Störungen des zentralen und des peripheren Nervensystems auf.

 

Über TransTech Pharma

TransTech Pharma ist ein privat geführtes Unternehmen für Pharmazeutika in der klinischen Entwicklungsphase mit Schwerpunkt auf Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung von Humantherapeutika für ungedeckten medizinischen Bedarf. Über die Plattform des Unternehmens für Hochdurchsatzverfahren zur Erforschung von Medikamenten, TTP Translational Technology®, wird die funktionale Modulation von Humanproteinen in klinische Medikamente umgesetzt. TransTech Pharma hat einige niedermolekulare Kandidaten für klinische und präklinische Arzneimittel für die Behandlung einer Vielfalt menschlicher Krankheiten in Vorbereitung, darunter Störungen des zentralen Nervensystems, Diabetes, Obesitas, kardiovaskuläre Erkrankungen, Entzündungen und Krebs. Weitere Informationen über das Unternehmen erhalten Sie unter http://www.ttpharma.com.

 

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

 

14.08.2013; Quelle: Pressemitteilung TransTech Pharma Inc.


Mit Sport und gesunder Ernährung Diabetes vorbeugen?

 

Das Institut für Ernährungsmedizin des Klinikums rechts der Isar der TU München untersucht in einer neuen Studie des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) die Möglichkeiten, durch eine gesunde Lebensweise das Erkrankungsrisiko an Typ-2-Diabetes zu vermindern. An der Studie teilnehmen können Menschen, die ein Risiko haben, an Diabetes zu erkranken. Die Teilnehmer erhalten Beratung zu Sport und Ernährung.

 

Typ-2-Diabetes gilt in Deutschland als eine der häufigsten Erkrankungen. Unter den sieben Millionen Deutschen, die an Diabetes leiden, sind fast 90 Prozent Typ-2-Diabetiker. Die Neigung zu dieser Form der chronischen Blutzuckerkrankheit lässt sich auf genetische Ursachen zurückführen. Dennoch entscheidet auch der Lebensstil gefährdeter Menschen darüber, ob sich die Erkrankung tatsächlich entwickelt.

 

Das Institut für Ernährungsmedizin ist dabei eines von sieben Studienzentren der Deutschen Prädiabetes-Lebensstil-Interventionsstudie (PLIS). Im Rahmen dieser Studie untersucht das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD), inwieweit ein gesunder Lebensstil mit einer ausgewogenen, vollwertigen Ernährung und ausreichender Bewegung einer Diabeteserkrankung vom Typ 2 effektiv vorbeugen kann.

 

In der Studie wird analysiert, inwiefern eine Umstellung des Lebensstils das Risiko für eine spätere Diabeteserkrankung positiv beeinflussen kann. Sie zielt darauf ab, Personen mit erhöhtem Risiko für Diabetes auf sie zugeschnittene Vorbeugungsmaßnahmen anzubieten, um beispielsweise durch eine individuell angepasste Ernährungsberatung das persönliche Erkrankungsrisiko zu vermindern.

 

Die Zielgruppe der PLIS-Studie sind Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 75 Jahren mit erhöhtem Risiko für eine spätere Diabeteserkrankung, ohne dass sie bereits an Diabetes leiden. Dazu zählen Menschen, die an Übergewicht (insbesondere mit großem Bauchumfang) leiden, bei früheren Untersuchungen bereits erhöhte Blutzuckerwerte aufwiesen oder bei denen bereits in der Familie Diabetesfälle bekannt sind.

 

Bei einem ersten Screening-Besuch wird die Eignung der Teilnehmer überprüft sowie ein oraler Zuckerbelastungstest (oGTT) und eine Magnet-Resonanz-Tomographie der Leber (MRT) durchgeführt. Aus den Screening-Tests wird die Höhe des Risikos der Teilnehmer für eine spätere Erkrankung an Typ-2-Diabetes ermittelt.

 

Eine auf das Ergebnis des Tests abgestimmte Ernährungsberatung erstreckt sich dabei jeweils über ein ganzes Jahr und umfasst drei bis 16 Termine. Sie beinhaltet die Besprechung von Ernährungsprotokollen und Empfehlungen zu gesunder Ernährung, Tipps zum Abnehmen sowie eine individuelle Anleitung zu mehr Sport und Bewegung. Die Eingangsuntersuchungen werden sechs Monate nach Studienbeginn, sowie nach einem, zwei und drei Jahren wiederholt. Im Rahmen von ärztlichen Untersuchungen, Körpervermessungen, Blutabnahmen und dem MRT wird somit die Risikoentwicklung der Teilnehmer über einen Zeitraum von drei Jahren beobachtet.

 

12.08.2013; Quelle: Pressemitteilung Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München


Adipositas: Grünes Licht für low-carb Therapie

 

Die überarbeitete Leitlinie „Prävention und Therapie der Adipositas“ der DAG lässt Therapeuten zukünftig die Wahl zwischen fettarmer oder low-carb Therapie.

 

Bislang galt eine fettreduzierte, kohlenhydratbetonte Ernährung als Goldstandard für die Behandlung von Übergewicht. Dies soll sich nun ändern, wie der seit Juni 2013 vorliegende Entwurf der überarbeiteten Leitlinie zur „Prävention und Therapie der Adipositas“ verheißt. Die unter der Federführung der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) e.V. aktualisierten Richtlinien revidieren demnach erstmals die seit Jahrzehnten bestehenden Vorurteile gegenüber Nahrungsfetten. Wenn auch die tierischen Fette weiterhin als ausnahmslos problematisch gelten, wird der bisherige Grundsatz „fett macht fett“ entkräftet. Während die bisherige Leitlinie lediglich empfiehlt, kalorienarm zu essen und die Fettaufnahme zu beschränken, gibt der aktuelle Entwurf praktische Tipps für den Alltag. Diese gehen auch auf die Fettqualität ein und unterscheiden zwischen günstigen sowie ungünstigen fettreichen Lebensmitteln.

 

Für viele Ernährungsberater verspricht der Entwurf zudem eine kleine Revolution. Nachdem zahlreiche Studien die Effektivität kohlenhydratarmer Diäten bestätigten, wird die Ernährungsform nun erstmals in einer Leitlinie gewürdigt. Die Entscheidung, ob der Weg zum Idealgewicht fettarm oder low-carb sein soll, liegt fortan im Ermessen des Therapeuten. So kann sich die Behandlungsstrategie zukünftig individueller am Risikoprofil des Patienten orientieren. Daneben gehören die Bewegungs- und Verhaltenstherapie weiterhin zum Basisprogramm. Die Adipositaschirurgie bleibt nach wie vor die letzte Option zur Gewichtsabnahme.

 

Zusätzlich schlägt die Kommission vor, Adipositas als eigenständiges Krankheitsbild zu definieren. Neben dem Body Mass Index (BMI) entscheidet besonders die Fettverteilung über das individuelle Gesundheitsrisiko. Konzentriert sich das Fettgewebe vorwiegend am Bauch, ist es erforderlicher abzunehmen als bei Hüftspeck. Bei leichtem Übergewicht ab einem BMI über 25 entscheidet der Taillenumfang, ob eine Diät medizinisch notwendig ist. Das in den letzten Jahren beobachtete Gewichtsparadoxon, wonach ältere Menschen mit ein paar Zusatzkilos länger leben, fand hingegen keine Beachtung in der Überarbeitung. Ab wann die neue Leitlinie offiziell gilt, ist noch unbekannt.

 

08.08.2013; Quelle: Pressemitteilung Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.


Diabetes-Fußzentrum im Bergmannsheil erneut zertifiziert - Spezialambulanz setzt auch auf innovative Eigenbluttherapie

 

Schlecht heilende chronische Wunden an den Füßen sind häufig auftretende Komplikationen bei Patienten mit Diabetes. Eine umfassende, fachübergreifende Versorgung dieser Patienten leistet das Diabetes-Fußzentrum am Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum

 

Bergmannsheil: Es wurde jetzt erneut von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) geprüft und zertifiziert. Die Spezialambulanz der Medizinischen Klinik I (Direktor: Prof. Dr. Harald Klein) hat im Qualitätstest nachgewiesen, dass sie alle fachlichen, personellen und organisatorischen Anforderungen erfüllt, um eine hohe Behandlungsqualität nach anerkannten Standards sicherzustellen. Die erneute Zertifizierung ist gültig bis Mai 2015.

 

Rund 1.600 Patientenkontakte pro Jahr

Die Spezialambulanz im Bergmannsheil besteht seit fünfzehn Jahren und ist im Raum Bochum die erste ihrer Art. Pro Jahr gibt es hier rund 1.600 Behandlungen von Patienten mit diabetischem Fußsyndrom. Diabetologen, Chirurgen, Gefäßchirurgen, Radiologen, Kardiologen, Labormediziner, Podologen und orthopädische Schuhmachermeister arbeiten zusammen und stellen eine fachübergreifende, stadiengerechte Wundversorgung sicher. Neben Maßnahmen des modernen Wundmanagements und der Infektionsbekämpfung werden auch spezielle Therapien angeboten. Dazu zählt zum Beispiel die Maden-Therapie: Dabei werden Maden der Goldfliege in geschlossenen Stoffsäckchen auf die Wunden aufgebracht, die als eine Art „Wundpolizei“ abgestorbenes Gewebe schonend abtragen. Ein weiterer Ansatz, der in Bochum verfolgt wird, ist der Einsatz von humanen Wachstumsfaktoren. Sie werden aus Eigenblut der Patienten gewonnen und zur Förderung der Wundheilung und Granulation genutzt.

 

Dank der engen Zusammenarbeit des Fußzentrums mit dem Qualitätsnetz Diabetes Bochum-Wattenscheid-Hattingen, den diabetologischen Schwerpunktpraxen und weiteren Kooperationspartnern wurde die Versorgungssituation für Patienten mit diabetischem Fußsyndrom im Raum Bochum und Umgebung in den letzten Jahren erheblich verbessert.

 

DDG: 40.000 Amputationen wegen Diabetes

Nach Angaben der DDG erleidet etwa ein Viertel der über sechs Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland im Laufe der Erkrankung ein diabetisches Fußsyndrom. Entstehungsursachen sind unter Anderem  Nervenschädigungen (diabetische Neuropathie) oder Durchblutungsstörungen (periphere arterielle Verschlusskrankheit), die durch die Diabetes-Erkrankung hervorgerufen werden können. In der Folge kommt es zu Wunden an den Füßen, die sich, sofern sie nicht frühzeitig und sachgerecht versorgt werden, weiter ausbreiten können. Schlimmstenfalls droht eine Amputation. Laut der DDG sind ca. 40.000 Amputationen pro Jahr, die in Deutschland vorgenommen werden, auf Diabetes zurück zu führen.

 

Weitere Informationen:
http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/ - Website der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)

 

Über das Bergmannsheil

Das Berufsgenossenschaftliche Universitätsklinikum Bergmannsheil repräsentiert den Strukturwandel im Ruhrgebiet wie kein anderes Krankenhaus: 1890 als erste Unfallklinik der Welt zur Versorgung von verunglückten Bergleuten gegründet, zählt es heute zu den modernsten und leistungsfähigsten Akutkliniken der Maximalversorgung und gehört zum Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (UK RUB). In 23 Kliniken und Fachabteilungen mit insgesamt 622 Betten werden jährlich rund 20.000 Patienten stationär und 63.000 Patienten ambulant behandelt. Mehr als die Hälfte der Patienten kommen aus dem überregionalen Einzugsbereich. Weitere Informationen im Internet unter: http://www.bergmannsheil.de/.

 

Weitere Informationen:

Dr. Marianne Ehren
Oberärztin der Medizinischen Klinik I
Allgemeine innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum
Tel.: 0234 / 302-6400 (Sekretariat)
E-Mail: marianne.ehren­(at)bergmannsheil.de

 

25.07.2013; Quelle: Pressemitteilung Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil


Bei Infarktverdacht nicht erst zum Hausarzt

 

Plötzliche Brustschmerzen sind ein Fall für den Notruf

 

Plötzliche Brustschmerzen, Druck- und Engegefühl oder Atemnot – das sind Hinweise auf einen Herzinfarkt. Wer solche Symptome spürt, sollte sofort den Notarzt (112) alarmieren - und nicht erst den Hausarzt anrufen oder gar selbst in die Klinik fahren, Darauf weist das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ hin. Angehörige können helfen, indem sie den Patienten beruhigen, mit erhöhtem Oberkörper lagern und für Frischluftzufuhr sorgen. Falls er ein Notfallmedikament für Herzbeschwerden besitzt, zum Beispiel Nitrospray, soll man ihm bei der Anwendung helfen. Der Notarzt kann sofort ein EKG ableiten und eine gezielte Behandlung einleiten.

 

Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 8/2013 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

07.08.2013; Quelle: Pressemitteilung Wort und Bild Verlag


Leitfaden für Betriebsärzte und Arbeitgeber: Sicher umgehen mit Diabetes im Job

 

Ob Pilot oder Büroangestellter: In allen Berufen wächst die Anzahl der Arbeitnehmer, die an Diabetes mellitus leiden. Experten schätzen, dass im Jahr 2020 etwa 2,8 Millionen Menschen mit Diabetes im erwerbsfähigen Alter sein werden. Wie die Arbeitsfähigkeit von Diabetespatienten erhalten werden kann, welche Berufe besondere Risiken bergen können und wie Arbeitgeber zu einer sachgerechten Bewertung kommen, schildert der „Leitfaden für Betriebsärzte zu Diabetes und Beruf“. Die Broschüre ist in Zusammenarbeit von Deutscher Diabetes Gesellschaft (DDG) und Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung e. V. (DGUV) entstanden. Damit liegt eine konkrete Orientierungshilfe für Arbeitgeber vor, erklärt die DDG.

 

Generell gilt: Menschen mit Diabetes dürfen bei ihrer Berufswahl nicht benachteiligt werden, zumal ihre Leistungsfähigkeit in der Regel nicht eingeschränkt ist. „Nur wenige Tätigkeiten, bei denen die Betroffenen sich möglicherweise selbst oder andere besonders gefährden, können vorübergehend oder auf Dauer nicht ausgeübt werden“, betont Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel, Präsident der DDG. Dies kann der Fall sein, wenn eine Neigung zu schweren Unterzuckerungen besteht, bei denen sich der Arbeitnehmer nicht mehr selbst helfen kann. „Pro Jahr erleiden aber nur etwa zehn Prozent der insulinbehandelten Patienten solche schweren Hypoglykämien, die durch Angehörige oder einen Arzt behandelt werden müssen“, so Professor Dr. med. Andreas Fritsche, Pressesprecher der DDG. Und nur selten treten diese dann am Arbeitsplatz auf.

 

Eine Gefährdung kann eine ausgeprägte Hypoglykämieneigung in Berufen darstellen, die mit einer Überwachungsfunktion oder Gefahrensituationen verbunden sind – zum Beispiel bei Chirurgen, Krankenpflegepersonal, pädagogischen Berufen mit Aufsichtsfunktion, Kranführern, Berufstauchern, Polizisten oder Feuerwehrmännern im Angriffstrupp. Das Unterzuckerungsrisiko ist auch bei solchen Berufen größer, die eine jederzeitige Nahrungsaufnahme verhindern, etwa bedingt durch Schutzkleidung oder großen Zeitdruck wie bei Rettungseinsätzen oder Paketauslieferungsfahrern. In vielen Fällen ist aber durch entsprechende Anpassung der Therapie, Schulung und Selbstkontrolle eine gute Kompensation möglich.

 

Doch allein die Möglichkeit, eine Unterzuckerung erleiden zu können, ist noch kein Grund, die Arbeitsfähigkeit infrage zu stellen. So können Betroffene das Risiko minimieren, indem sie ihre Therapie an die berufliche Situation anpassen, systematisch den Blutzucker kontrollieren und lernen, frühe Symptome einer Unterzuckerung wie Schwäche oder Schwitzen klar zu erkennen. Diese Fähigkeit kann durch ein Wahrnehmungstraining gefördert werden. Dennoch ist immer wieder zu beobachten, dass Betriebsärzte die Eignung von Bewerbern mit Diabetes pauschal und vorschnell verneinen. „In solchen Fällen kann der Leitfaden auf eine verantwortungsvollere Begutachtungspraxis hinwirken“, so der Vorsitzende des Ausschusses Soziales der DDG, Rechtsanwalt Oliver Ebert. „Denn ein Betriebsarzt, der diese fachlich abgesicherten Empfehlungen außer Acht lässt, handelt im Zweifel nicht (mehr) lege artis und muss mit Schadensersatzforderungen rechnen.“

 

„Bei der Beurteilung, ob ein Diabetespatient für einen Arbeitsplatz geeignet ist, geht es letztlich um eine Risikoabschätzung, die für jeden Einzelfall vorzunehmen ist“, betont der Arbeitsmediziner Kurt Rinnert, der maßgeblich an dem Leitfaden mitgewirkt hat. Beurteilungskriterien sind u. a.: nachweisbare Zusammenarbeit von Patient, Hausarzt bzw. Diabetologe und Betriebsarzt, die Einhaltung vereinbarter Zielwerte in der Stoffwechseleinstellung, ein Blutzuckertagebuch, die Möglichkeit, sich am Arbeitsplatz Insulin zu spritzen oder die Arbeit zu unterbrechen, Besuch einer Diabetesschulung und eines Hypoglykämiewahrnehmung-Trainings, Ausschluss schwerer Unterzuckerungen und Folgeschäden sowie Kollegen, die im Notfall helfen können.

 

„Arbeitgeber sollten es ermöglichen, am Arbeitsplatz oder in Pausenräumen den Blutzucker zu messen oder bei Bedarf unkompliziert eine Zwischenmahlzeit einzunehmen“, rät Siegel. Wichtig sei zudem, die Betroffenen nicht zu diskriminieren. Dies kann ansonsten zu einem „Insulinvermeidungszwang“ führen - die Betroffenen spritzen sich ihr Insulin dann nur heimlich oder schlimmer: gar nicht.

 

Der Leitfaden ist hier abrufbar. http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisleitlinien/Leitfaden_fuer_Betriebsaerzte_zu_Diabetes_und_Beruf.pdf

 

06.08.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft


Smarte Schlafanalyse

 

Schlafstörungen sind weit verbreitet. Mithilfe von Smartwatches analysieren Forscher Bewegungsmuster im Schlaf und unterstützen Ärzte bei der Diagnose und Therapie. Davon sollen künftig Burnout-, aber auch Diabetes-Patienten profitieren.

 

Wieder eine durchwachte Nacht: Unzählige Menschen finden keinen Schlaf. Stundenlang wälzen sie sich in ihren Betten hin und her. Wenn sie endlich doch einschlafen, schrecken sie wenig später wieder hoch. Werden die Störungen chronisch, nehmen Betroffene oftmals an medizinischen Schlafstudien teil, um den Ursachen für ihre Schlafprobleme auf die Spur zu kommen. Bislang werden für diese Studien speziell entwickelte und sehr teure intelligente Spezialuhren eingesetzt. Ärzte lesen die aufgezeichneten Daten nur wöchentlich im Forschungs- labor aus, was eine Analyse verlangsamt.

 

Forscher vom Fraunhofer-Institut für Graphische Daten- verarbeitung IGD haben jetzt eine Software für handels- übliche Smartwatches entwickelt, die den Einsatz solcher Uhren in der Schlafforschung ermöglicht. »Eine Smartwatch kann vieles was wir vom Smartphone her kennen. Sie informiert über die aktuelle Uhrzeit, die neuesten SMS, E-Mails oder Aktivitäten in sozialen Netzwerken, aber sie leistet noch viel mehr. Für die Schlafforschung bieten diese mit Beschleunigungssensoren ausgestatteten Kleinstcomputer viele Möglichkeiten«, sagt Gerald Bieber, Wissenschaftler am Fraunhofer IGD. Der von Bieber und seinem Team entwickelte Algorithmus zur Schlaferkennung hilft, Anomalien im Schlaf zeitnah zu erkennen. Dazu werden Informationen wie Bettzeiten, Länge und Qualität des Schlafs aus den Sensordaten der Uhr abgeleitet und analysiert. »Unser Algorithmus erkennt Bewe- gungen und vergleicht diese mit bereits bekannten Schlaf- und Wachmustern. Dabei werden sowohl durch Atmen oder den Pulsschlag ausgelöste Mikrobewegungen als auch Makrobewegungen wie Zucken der Beine registriert.« Die aufgezeichneten Daten können Patienten von zu Hause aus über das Funkmodul der Smartwatch direkt an das Labor senden.

 

Burnout durch chronischen Schlafmangel

»Für den behandelnden Arzt ist ein solches digitales Schlaftagebuch ein wichtiges Mittel zur Diagnose von Schlafstörungen und für die Wahl der richtigen Therapie«, erklärt Bieber. »Die Schlafqualität gibt wichtige Hinweise auf Burnout.« Nicht Stress, sondern chronischer Schlafmangel ist Studien zufolge der eigentliche Burnout-Verursacher. Gründe für Ein- schlafbeschwerden, Schlafunterbrechungen oder nicht erholsamen Schlaf gibt es viele: Nebenwirkungen von Medikamenten, tagsüber zu wenig Bewegung oder schlicht und einfach die falsche Matratze.

 

Künftig wollen Bieber und seine Kollegen auch Bewusstlosigkeit im Schlaf erkennen. Davon sind Diabetiker oder Epileptiker betroffen. Diabetes-Typ-1-Patienten geraten nachts nicht selten in den Zustand der Unterzuckerung, der in ein lebensbedrohliches Zuckerkoma münden kann. Die Smartwatch mit der installierten Software würde in dieser Situation einen Alarm auslösen und Familienangehörige oder den behandelnden Arzt informieren. Derzeit sind die Forscher im Gespräch mit Krankenhäusern, um schon bald Testdaten von Komapatienten und somit reale Vergleichsdaten als Muster zu erhalten.

 

Aktuell wird die Smartwatch mit der Fraunhofer-Software in einer Pilotstudie eingesetzt. Gemeinsam mit dem Kurzentrum Vital & Physio und dem Matratzenwerk Malie untersuchen die Wissenschaftler das Schlafverhalten von Probanden auf rückenfreundlichen Matratzen. Im Fokus steht die Frage, ob die »richtige« Matratze bei Schlafstörungen helfen und für entspannte Nächte sorgen kann. Die erworbenen Kenntnisse zum Aktivitäts- und Schlafverhalten des Menschen können etwa bei der Stress- oder Burnout-Bekämpfung hilfreich sein. Das Fraunhofer IGD übernimmt innerhalb der Studie die Technologie- entwicklung und -anpassung.

 

Im Schlaf Strom sparen

Aber nicht nur Menschen mit Schlafstörungen profitieren von der Smartwatch-App – Mietern und Hausbesitzern bietet sie sogar die Möglichkeit, Strom zu sparen. »Elf Prozent des Energieverbrauchs wird durch Stand-by-Geräte ausgelöst. Da unser sensibler Algorithmus erkennt, ob der Uhrenträger etwa beim Fernsehen auf der Couch einschläft, könnte die Smartwatch per Funk das TV-Gerät automatisch ausschalten. Moderne Fernseher sind bereits heute entsprechend ausgestattet, mit speziellen Netzwerksteckdosen lassen sich aber auch ältere Modelle nachrüsten«, sagt der Ingenieur. Auch Geräte wie Alarmanlagen, WLAN-Router oder Lampen lassen sich in Zukunft so ausschalten.

 

01.08.2013; Quelle: Pressemitteilung Fraunhofer Gesellschaft


Hautnah: Daniel Schnelting beim "KiDS-KURS" - 200-m-Sprint-Star als Vorbild für Kinder mit Diabetes

 

Daniel Schnelting, Spitzensportler, selbst Diabetiker und Botschafter der bundesweiten Diabetes-Aktion "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7", besuchte auch in diesem Jahr den "KiDS-KURS". Den Teilnehmern stand er für alle Fragen rund um das Thema Zuckerkrankheit Rede und Antwort. "Diabetes ist auch Teil meines Lebens. Deshalb ist es mir wichtig zu zeigen, wie bedeutend es ist, selbstverantwortlich mit der Erkrankung umzugehen. Freude an Bewegung zu haben, ist dabei ein wesentliches Element", so der dreifache deutsche Meister im 200-m-Sprint.


Bewegung macht Spaß und ist gut für die Blutzuckerwerte

Die Motivation der Kinder zu einem aktiven Lebensstil liegt Daniel Schnelting am Herzen. Mit fünf Jahren erkrankte er an Diabetes. Seitdem weiß er aus eigener Erfahrung, dass ausreichend Bewegung einen positiven Einfluss auf die Blutzuckerwerte hat. So hatte er für den „KiDS-KURS“ extra ein Bewegungsspiel vorbereitet und konnte damit zeigen, dass körperliche Aktivität viel Spaß macht. Daniel Schnelting nutzte seine Vorbildfunktion, indem er betonte: „Den Umgang mit der Erkrankung kann jeder lernen. Dazu gehört es, mehrmals täglich den Blutzucker zu messen,“ und resümierte: „Die begeisterten Reaktionen der Kinder und ihre vielen Fragen zum Umgang mit der Erkrankung, zur Insulintherapie oder zum Leistungssport haben mir wieder gezeigt, wie wichtig Motivation und der persönliche Austausch ist.“


„KiDS-Kurs“ zum 22. Mal

Der diesjährige „KiDS-Kurs“ fand vom 20. Juli bis zum 3. August 2013 zum 22. Mal in der Bremsdorfer Mühle in Brandenburg statt. Im 14-tägigen Behandlungs- und Schulungskurs lernten die Kinder im Alter zwischen 6 und 16 Jahren in einem Mix aus Schulungen, medizinischen Untersuchungen, Ausflügen, Sportwettbewerben und Freizeitaktivitäten den Umgang mit ihrer Erkrankung. Organisiert wird der Kurs von Dr. med. Karsten Milek und seiner Frau Dr. Susanne Milek. „Wir sind sehr glücklich, dass wir uns hier ganz auf die Bedürfnisse der Kinder einstellen und ihnen Rüstzeug für ein selbstverantwortliches Leben mit Diabetes geben, denn Motivation ist eine wichtige Säule in der Behandlung“, so Mileks Fazit.


„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“: Zusammen erreichen wir mehr

„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ steht für bundesweite, nachhaltige Aufklärung. Über eine halbe Million Besucher an 42 Standorten und fast 30.000 ausgewertete Risikocheck-Bogen liefern fundierte Daten. Als Reaktion auf die aktuelle Entwicklung in Deutschland und die Ergebnisse des Risikochecks sind zentrale Bestandteile der Aktion die Themen Ernährung und Bewegung. Sanofi initiierte die Aktion 2005 und konnte bis heute 24 Kooperationspartner gewinnen, darunter Krankenkassen, Patientenorganisationen, Fachgesellschaften und regionale Netzwerke. „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ wird weiter unermüdlich zusammen mit seinen Partnern informieren. Weitere Informationen: http://www.gesuender-unter-7.de/.

Über die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH ist ein Unternehmen der Sanofi-Gruppe, eines führenden globalen Gesundheitskonzerns, der, ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Patienten, therapeutische Lösungen erforscht, entwickelt und vermarktet. Sanofi setzt im Gesundheitsbereich seine Schwer­punkte auf sieben Wachstumsplattformen: Lösungen bei Diabetes, Impfstoffe, innovative Medika­mente, seltene Erkrankungen, frei verkäufliche Gesundheitsprodukte, Schwellenmärkte und Tiergesundheit. Die Aktien von Sanofi werden an den Börsen von Paris (EURONEXT: SAN) und New York (NYSE: SNY) gehandelt.

 

Zukunftsgerichtete Aussagen:

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen (forward-looking statements) wie im U.S. Private Securities Litigation Reform Act aus dem Jahr 1995 definiert. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine historischen Tatsachen. Sie enthalten finanzielle Prognosen und Schätzungen und deren zugrunde gelegte Annahmen, Aussagen im Hinblick auf Pläne, Ziele, Absichten und Erwartungen mit Blick auf zukünftige Ereignisse, Geschäfte, Produkte und Dienstleistungen sowie Aussagen mit Blick auf zukünftige Leistungen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind grundsätzlich gekennzeichnet durch die Worte „erwartet“, „geht davon aus“, „glaubt“, „beabsichtigt“, „schätzt“ und ähnliche Ausdrücke. Obwohl die Geschäftsleitung von Sanofi glaubt, dass die Erwartungen, die sich in solchen zukunftsgerichteten Aussagen wider­spiegeln, vernünftig sind, sollten Investoren gewarnt sein, dass zukunftsgerichtete Informationen und Aussagen einer Vielzahl von Risiken und Unsicherheiten unterworfen sind, von denen viele schwierig vorauszusagen sind und grund­sätzlich außerhalb des Einflussbereiches von Sanofi liegen und dazu führen können, dass die tatsächlich erzielten Ergebnisse und Entwicklungen erheblich von denen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Information und Aussagen ausdrücklich oder indirekt enthalten sind oder in diesen prognostiziert werden. Zu diesen Risiken und Unsicherheiten zählen unter anderem die inhärenten Unsicherheiten der Forschung und Entwicklung, der zukünftigen klinischen Daten und Analysen einschließlich Postmarketing, Entscheidungen durch Zulassungsbehörden wie die FDA oder die EMEA, ob und wann ein Medikament, ein Medizingeräte oder eine biologische Anwendung die Zulassung erhält, die für ein solches Entwicklungsprodukt beantragt wird, ebenso wie deren Entscheidungen hinsichtlich der Kennzeichnung und anderer Aspekte, die die Verfügbarkeit oder das kommerzielle Potenzial solcher Produkte beeinträchtigen könnte, der Umstand, dass der kommerzielle Erfolg eines zugelassenen Produkts nicht garantiert werden kann, die zukünftige Zulassung und der kommerzielle Erfolg therapeutischer Alternativen genau wie die in den an die SEC und AMF übermittelten Veröffent­lichungen von Sanofi angegebenen oder erörterten Risiken und Unsicherheiten, einschließlich der in den Abschnitten „Zukunftsorientierte Aussagen“ und „Risikofaktoren“ in Formular 20-F des Konzernabschlusses von Sanofi für das zum Geschäftsjahr mit Ende zum 31. Dezember 2012 angegebenen Risiken und Unsicherheiten. Soweit nicht gesetzlich vorgeschrieben, übernimmt Sanofi keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Informationen und Aussagen zu aktualisieren oder zu ergänzen.

 

31.07.2013; Quelle: Pressemitteilung Sanofi Deutschland


Eine Schokoladen Alternative für Diabetiker?

 

VIVANI "Feine Bitter 92%" liefert weniger Kohlenhydrate als andere Bitterschokoladen

 

Menschen, die an Diabetes leiden, sind in der Regel bewusste Genießer. Das hört sich zunächst gut an, ist aber mit großen Herausforderungen verbunden - insbesondere wenn es um die Organisation des Naschvergnügens geht. Denn: Zucker ist der Parade-Lieferant von Kohlenhydraten, da ist der täglich erlaubte Grenzwert schnell erreicht. Hier sind Produkte gefragt, die möglichst wenige Kohlenhydrate enthalten. Eine solche Alternative stellt nun der Herforder Bioschokoladen-Hersteller VIVANI mit seiner jüngsten Schokoladenkreation "Feine Bitter 92%" vor.

 

Der Wunderzucker aus der Kokosblüte

92 % Kakao – für die einen eher abschreckend, für die anderen ein Hochgenuss. Doch so herb und “staubig”, wie es sich auf den ersten Blick vermuten lässt, ist die “Feine Bitter 92 %” von VIVANI gar nicht. Grund hierfür ist neben dem mild-aromatischen Panama-Kakao eine Zutat mit klangvollem Namen: Bio-Kokosblütenzucker – eine besonders feine Zuckerart, welche der Tafelschokolade eine leichte Karamellnote verleiht. Für Diabetiker besonders interessant: Kokosblütenzucker weist einen wesentlich geringeren Glykämischen Index (Wirkung auf den Blutzuckerspiegel, kurz: GI) auf als vergleichbare Zuckerarten. Hierdurch – und durch den hohen Kakaoanteil – entspricht der Gehalt einer ganzen 80 g Tafel nur 80 % einer Broteinheit (1,1 BE pro 100 g). Zum Vergleich: Eine herkömmliche 100 g Bitterschokolade lässt sich auf 2,7 Broteinheiten umrechnen, eine Vollmilch-Schokolade auf ganze 4,1 BE.

 

Erhältlich ist die neue VIVANI-Sorte zum Preis von 1,99 EUR im gut sortierten Biomarkt und Reformwarenhandel sowie online im VIVANI-Shop www.bioschokolade.de.

 

Infobox Kokosblütenzucker:
Kokosblütenzucker wird nicht raffiniert – ein wesentlicher Vorteil gegenüber anderen “gesunden” Süßungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Stevia-Extrakt. Durch seine unverarbeitete Natürlichkeit enthält er wertvolle Mineralien und Vitamine, unter anderem Eisen, Kalium sowie die Vitamine B1, B2, B3 und B6. Gewonnen wird der kostbare Zucker aus den Blüten der Kokospalme. Durch seinen niedrigen Glykämischen Index (GI 35) wirkt er wesentlich geringer auf den Blutzuckerspiegel ein, als beispielsweise Roh-Rohrzucker (GI 68) oder auch Agavendicksaft (GI 42).

 

VIVANI Bioschokolade: Gefertigt werden die VIVANI Bioschokoladen in der traditionsreichen Schokoladenfabrik Weinrich im westfälischen Herford. Für die Herstellung kommen nur ausgewählte Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau zum Einsatz. Auf die Verwendung von Emulgatoren und künstlichen Aromen wird bewusst verzichtet. Mit über fünfzig Schokoladenartikeln ist VIVANI seit Gründung der Marke im Jahr 2000 erfolgreich im Bio- und Naturkosthandel vertreten.

 

30.07.2013; Quelle: Pressemitteilung EcoFinia Gmbh / Vivani Bioschokolade


Daiichi Sankyo erweitert sein gemeinsames Arzneimittelforschungsprogramm auf Deutschland, die Schweiz und Österreich

 

Daiichi Sankyo Company, Limited (nachfolgend Daiichi Sankyo genannt) gab am 29. Juli bekannt, dass das Unternehmen sein gemeinsames Arzneimittelforschungsprogramm "Take a New challenge for Drug diScovery (TaNeDS) Global Program", das in Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungsinstituten aus Japan erfolgt, auf Deutschland, die Schweiz und Österreich ausweiten wird. Im Rahmen des Programms sucht Daiichi Sankyo nach innovativen Partnern für Forschungsmaßnahmen, die zur Entdeckung neuartiger Wirkstoffkandidaten sowie neuer Arzneimittel führen könnten.

 

Das TaNeDS-Programm steht Forschern jeglicher Staatsangehörigkeit offen, die bei Universitäten, Forschungsinstituten und Start-up-Unternehmen in Deutschland, der Schweiz und Österreich arbeiten und in der Lage sind, in diesen Ländern an Projekten zu forschen, die den Forschungsinteressen von Daiichi Sankyo entsprechen. Hierzu zählen: neuartige biologische Wirkstoffe (Antikörper-Medikamente, etc.) zur Behandlung von Krebs, kleinmolekulare Therapeutika gegen Krebs, neuartige Arzneimitteltherapien gegen Diabetes und die Komplikationen der Diabetes-Erkrankung, neuartige Mechanismen zur Behandlung genetischer Störungen, neuartige Zielmoleküle und Verabreichungssysteme für die Nukleinsäuretherapie sowie Technologien für die Proteinkristallografie mittels Röntgenstrahlung.

 

Daiichi Sankyo und die U3 Pharma GmbH (mit Firmensitz im deutschen München; nachfolgend U3 Pharma genannt), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Daiichi Sankyo, werden gemeinsam verschiedene Einrichtungen auswählen, die dem eigenen Forschungsbedarf entsprechen und sich im Hinblick auf die Arzneimittelforschung als originelle und vielversprechende Kandidaten mit hohem Potenzial erweisen.

 

Das gemeinsame Arzneimittelforschungsprojekt TaNeDS wurde im Jahr 2011 in Japan ins Leben gerufen, um mittels offener Innovation neue Forschungsbereiche aufzudecken. Zahlreiche Forscher aus Japan haben sich bei dem Programm beworben und in bestimmten Themenbereichen hat die Forschungsarbeit bereits begonnen.

 

Informationen zum TaNeDS Global Program

 

(1) Länder, in denen Forschungsmaßnahmen durchgeführt werden: Deutschland, Schweiz und Österreich

 

(2) Überblick über Forschungsprogramme Im Bereich der Technologieforschung sucht Daiichi Sankyo nach innovativen Partnern zur gemeinsamen Entdeckung neuartiger Wirkstoffe und zur Durchführung von Testprojekten, die zu neuartigen Wirkstoffkandidaten und neuen Arzneimitteln führen könnten.

 

(3) Infrage kommende Forschungsprogramme 1. Neuartige Krebstherapien mit Biologika (Antikörper-Medikamente, etc.) 2. Neuartige kleinmolekulare Therapeutika gegen Krebs 3. Neuartige Arzneimitteltherapien gegen Diabetes und die Komplikationen der Diabetes-Erkrankung 4. Neuartige Mechanismen zur Behandlung genetischer Störungen 5. Neuartige Zielmoleküle und Verabreichungssysteme für die Nukleinsäuretherapie 6. Technologien für die Proteinkristallografie mittels Röntgenstrahlung Nähere Einzelheiten erhalten Sie auf der Website des TaNeDS Global Program: http://www.daiichisankyo.com/rd/taneds/index.html

 

(4) Budget und Forschungszeitraum Bis zu 150.000 Euro jährlich für gemeinsame Forschungsprojekte mit einer maximalen Dauer von zwei Jahren.

 

(5) Eignung Forscher jeglicher Staatsangehörigkeit, die bei Universitäten, Forschungsinstituten und Start-up-Unternehmen in Deutschland, der Schweiz und Österreich arbeiten und dazu in der Lage sind, in diesen Ländern an Projekten zu forschen, die sich mit den Forschungsinteressen von Daiichi Sankyo decken.

 

(6) Auswahlprozess Forscher von Daiichi Sankyo und U3 Pharma werden Forschungsteams auswählen, die dem eigenen Forschungsbedarf entsprechen und sich im Hinblick auf die Arzneimittelforschung als originelle und vielversprechende Kandidaten mit hohem Potenzial erweisen.

 

(7) Zeitplan Bewerbungsfrist: 9. September bis 1. November 2013. Auswahlzeitraum für die erste engere Auswahlliste: Anfang November bis Mitte Dezember 2013. Auswahlzeitraum für die zweite engere Auswahlliste: Mitte Dezember 2013 bis Anfang Februar 2014. Start der gemeinsamen Forschungsprogramme: Ab Mitte April 2014, sobald die Teams ausgewählt worden sind.

 

Informationen zu Daiichi Sankyo Co., Ltd. Börsennotierung: Börsenkürzel: 4568, erster Index (First Section) der Tokioter Börse Präsident und CEO: Joji Nakayama Die Daiichi Sankyo Group widmet sich der Entwicklung und Bereitstellung innovativer pharmazeutischer Produkte mit hohem medizinischen Bedarf für Patienten auf entwickelten Märkten und Schwellenmärkten. Die Gruppe pflegt ihr Portfolio bereits vermarkteter Pharmazeutika zur Behandlung von Hypertonie, Hyperlipidämie und bakteriellen Infektionen, befasst sich zudem mit der Entwicklung von Therapien gegen thrombotische Störungen und konzentriert sich auf die Entdeckung neuartiger onkologischer und kardiovaskulär-metabolischer Therapien. Darüber hinaus hat die Daiichi Sankyo Group ein "Hybrid-Geschäftsmodell" geschaffen, um auf vielfältige Markt- und Kundenanforderungen zu reagieren und Wachstumschancen innerhalb der Wertschöpfungskette zu optimieren. Nähere Informationen erhalten Sie auf: www.daiichisankyo.com [http://www.daiichisankyo.com/] .

 

Kontakt:

Noriaki Ishida Vorstandsmitglied und Vice President Abteilung Unternehmenskommunikation Daiichi Sankyo Co., Ltd. Tel.: +81-3-6225-1126 E-Mail: kondo.toshiya.cj@daiichisankyo.co.jp[mailto: kondo.toshiya.cj@daiichisankyo.co.jp] http://www.daiichisankyo.com

 

29.07.2013; Quelle: Pressemitteilung Daiichi Sankyo Co., Ltd.


Bauchspeicheldrüse: Neues Verfahren erkennt Tumore besser

 

Besser als CT und MRT: Forschende des Inselspitals Bern, des Universitätsspitals Basel und des Paul Scherrer Instituts haben eine neue Methode zur Erkennung kleiner Tumore in der Bauchspeicheldrüse entwickelt.

 

Schweizer Forschende haben eine Methode entwickelt, die bestimmte Tumore in der Bauchspeicheldrüse, sogenannte Insulinome, zuverlässig lokalisieren kann. Deren Erfolg wird im September in der Diabetes-Ausgabe der renommierten Medizinzeitschrift Lancet publiziert.

 

Die Studie wurde vom Schweizerischen Nationalfonds, der Krebsliga Schweiz und dem United Kingdom Department of Health unterstützt.

 

Gefährliche Unterzuckerungen

Insulinome sind seltene Tumore, die Hormone, insbesondere Insulin, produzieren. Sie befinden sich normalerweise in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und sind meistens gutartig und klein (ca. 1 bis 1.5 cm im Durchmesser). Da sie aber unreguliert Insulin ausschütten, verursachen sie immer wieder gefährliche Unterzuckerungen (Hypoglykämien), die zu Verwirrtheit, Krampfanfällen und Bewusstseinsverlust bis zum Koma führen können. Oft dauert es lange, bis die Diagnose gestellt wird. Für die Patienten bedeutet dies eine lange und intensive Leidenszeit.

 

Operieren – aber wo?

Die einzige Heilung ist die operative Entfernung des Insulinoms. Dazu braucht der Chirurg die genaue Lokalisation des Tumors. Mit der konventionellen Bildgebung via CT (Computer-Tomographie) und MRT (Magnetresonanz-Tomographie) können 60 bis 70 Prozent dieser Tumore lokalisiert werden. 30 bis 40 Prozent bleiben unentdeckt. Weiterführende Abklärungen waren bisher sehr aufwändig: Zur Messung des Insulins muss ein Katheter in die Pankreas-Gefäße oder die Leber-Vene eingeführt werden, und zur Feststellung eines kleinen Tumors braucht es eine Magenspiegelung mit Ultraschall in der Bauchspeicheldrüse.

 

Tumor radioaktiv sichtbar gemacht

Um den Insulinomen auf die Schliche zu kommen, haben die Forscher 30 Patienten mit dringendem Insulinom-Verdacht eine künstliche Substanz injiziert, verbunden mit schwach radioaktivem Indium. Die Substanz wird vom Tumor aufgenommen, und dank der schwachen radioaktiven Strahlung ist das Mini-Geschwür in einer Spezial-Kamera gut sichtbar. So konnten 95 Prozent der Insulinome lokalisiert werden. Mit CT oder MRT waren es lediglich 47 Prozent. Klinischer Forschungsleiter Prof. Emanuel Christ vom Inselspital Bern: „Es ist wahrscheinlich, dass diese Methode in Zukunft die bisherigen Methoden der Lokalisation von Insulinomen ablösen wird.“

 

Erfolg dank internationalem Netzwerk

Was sich so einfach anhört, war nur dank jahrelanger Vorarbeit und einem internationalen Forschungs-Netzwerk möglich: Am Inselspital und am Universitätsspital Basel definierten der Diabetologe Prof. Emanuel Christ und die Nuklearmediziner Prof. Damian Wild und PD Dr. Flavio Forrer das Ziel der Studie, die Studienmethode und die Kriterien für die Patientenauswahl, danach wählten sie und Kollegen in St. Gallen, Luzern, Freiburg im Breisgau (D) und London Patienten für die Studie aus. 2009 bestätigten die Forschenden ihre Hypothese erstmals mit sechs Patienten. Die große Studie diente danach der Vertiefung.

 

Tumor überlistet mit Schlüsselloch-Technik

Dr. Martin Behé (jetzt am Paul-Scherrer-Institut) und Kollegen entwickelten eine radioaktive Substanz, um den unsichtbaren Tumor zu überlisten. Sie machten sich dabei ein bekanntes Phänomen zunutze: Insulinome haben an der Oberfläche sehr viele sogenannte GLP-1-Rezeptoren – eine Art Schlüsselloch, das nur mit einem einzigen Schlüssel, der chemischen Substanz GLP-1, geöffnet werden kann. Die Forscher verwendeten eine von ihnen mitentwickelte ähnliche Substanz, Exendin-4, die ins gleiche „Schlüsselloch“ passt. Mit dem Exendin-4 konnte das schwach radioaktive Indium in den Tumor geschmuggelt und dessen Tarnkappe gelüftet werden.

 

Über das PSI
Das Paul Scherrer Institut entwickelt, baut und betreibt große und komplexe Forschungsanlagen und stellt sie der nationalen und internationalen Forschungsgemeinde zur Verfügung. Eigene Forschungsschwerpunkte sind Materie und Material, Mensch und Gesundheit, sowie Energie und Umwelt. Mit 1500 Mitarbeitenden und einem Jahresbudget von rund 300 Mio. CHF ist es das größte Forschungsinstitut der Schweiz.

 

Originalveröffentlichung
Glucagon-like peptide-1 receptor imaging for the localisation of insulinomas: a prospective multicentre imaging study
Prof Emanuel Christ, Prof Damian Wild, Susanne Ederer, Martin Béhé PhD, Guillaume Nicolas, Prof Martyn E Caplin, Prof Michael Brändle, Thomas Clerici, Stefan Fischli, Prof Christoph Stettler, Prof Peter J Ell, Prof Jochen Seufert, Prof Beat Gloor, Prof Aurel Perren, Prof

Jean Claude Reubi, Flavio Forrer
The Lancet Diabetes & Endocrinology, Early Online Publication, 25 July 2013
http://www.thelancet.com/journals/landia/onlinefirst

 

29.07.2013; Quelle: Pressemitteilung Paul Scherrer Institut (Text: Inselspital Bern, Universitätsspital Basel, PSI)


Inkretin-Diabetesmedikamente: Kein Nachweis eines erhöhten Pankreasrisikos durch GLP-1-Analoga und Dipeptidylpeptidase-4-Hemmer

 

Das gestern veröffentlichte Ergebnis der Überprüfung der Inkretinmimetika durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA ergab keine Änderung der bisherigen Sicherheitsbeurteilung für diese Klasse von Diabetesmedikamenten. Es bestehe, wie seit langem bekannt und in den Packungsbeilagen angeführt, ein leicht erhöhtes Pankreatitisrisiko, für ein gesteigertes Krebsrisiko finde sich in den vorliegenden Daten keinerlei Hinweis (1). Die Studien von Peter Butler hätten Limitationen in der kleinen Zahl und methodologisch (2).

 

Im Frühjahr 2013 wurde im Blog der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie mehrfach auf die angelaufenen Überprüfungen durch Arzneibehörden und Diabetesgesellschaften berichtet, auch über den Workshop der National Institutes of Health in Bethesda Mitte Juni 2013 (3). Die EMA kommt jetzt, ebenso wie die NIH-Konferenz, zu dem Ergebnis eines fehlenden Beweises für eine Pankreasschädigung durch Inkretinmimetika. Dies ist auch die Aussage eines gemeinsamen Statements der Amerikanischen, Europäischen und Internationalen Diabetesgesellschaft vom 28. Juni 2013 (4).

 

Die EMA beabsichtigt jetzt, die unterschiedlich formulierten Warnungen in den Packungsbeilagen aller Inkretinmimetika zu harmonisieren. Die Vor- und Nachteile der Inkretinmimetika seien mit dem Arzt zu besprechen, Patienten sollten eine bestehende Therapie nicht selbst abbrechen.

 

Zur Zeit laufen mehrere große kardiovaskuläre Sicherheitsstudien der Herstellerfirmen. Die SAVOR-TIMI-53- Studie mit Saxagliptin ist bereits abgeschlossen (5), in ihr hatte sich kein erhöhtes Pankreasrisiko gezeigt. Unabhängig davon laufen seit 2011 zwei allgemeine Sicherheitsstudien, die für das Pankreasrisiko spezieller sind. Eine davon, von der Europäischen Kommission gesponsert, wird im Frühjahr 2014 beendet sein.

 

Kommentar von Helmut Schatz:

Das Ergebnis der EMA-Analyse – das der amerikanischen Arzneibehörde FDA steht noch aus – liegt auf der Linie wie die NIH-Konferenz. Es ist erfreulich, dass die so erfolgreichen Inkretinmimetika ohne ernste Bedenken weiter verwendet werden können und es ist zu hoffen, dass sich in den laufenden Studien sowie nach noch längeren Zeiträumen keine erhöhten Sicherheitsrisiken ergeben werden.

 

Literatur
(1) Lisa Nainggolan: EU Agency has no new concerns on incretin diabetes drugs
http://www.medscape.com/viewarticle/808477_print
(2) A.E. Butler et al.: Marked expansion of exocrine und endocrine pancreas with incretin therapy in humans with increased exocrine pancreatic dysplasia and the potential for glucagon-producing neuroendocrine tumours
Diabetes online before print March 22, 2013, doi:10.2337/db12-1686
(3) DGE-Blog: Beiträge vom 15.3., 27.3., 11.6. und 15.6.2013
(4) ADA/EASD/IDF statement concerning the use of incretin therapy and pancreatic disease.
http://www.diabetes.org/for-media/2013/recommendations-for.html
(5) Shelley Wood: Saxagliptin fails short in CVD Outcomes Study, SAVOR-TIMI 53.
Medscape. Jun 19, 2013.
http://www.medscape.com/viewarticle/806545_print

 

27.07.2013; Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie


Familiär belastet: Ab wann ein Diabetes-Test sinnvoll ist

 

Wenn Eltern oder Geschwister an Typ-2-Diabetes erkrankt sind, ist die Sorge für weitere Familienmitglieder durchaus berechtigt, dass auch sie erkranken können. Ab dem 30. Lebensjahr sollten nahe Verwandte von Typ-2-Diabetikern sich daher alle drei Jahre untersuchen lassen, rät Dr. Diana von Welser, Diabetologin aus München, im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Wenn jemand übergewichtig ist, Fettstoffwechselstörungen oder Bluthochdruck hat, ist ein vorsorglicher Diabetes-Test auch schon vor diesem Alter sinnvoll.

 

Der Hausarzt sollte dabei nicht nur den Blutzucker, sondern auch den Blutzucker-Langzeitwert HbA1c messen. Tipp: Beim „Gesundheitscheck ab 35“, den gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre nutzen können, ist ein Blutzuckertest inbegriffen.  

 

Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 7/2013 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

 

25.07.2013; Quelle:; Pressemitteilung Wort und Bild Verlag

 

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